Eltern-News kompakt: Schuldistanz, Konzert, Erziehungstipps und Einschulungskosten
Autor: Eltern-Echo Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Artikel beleuchtet Schuldistanz, ein familienorientiertes Konzert der Band „Deine Freunde“ in Fulda und kontroverse Erziehungstipps einer französischen Psychologin.
Schuldistanz kann lange vor dem ersten Fehltag beginnen
Der MDR berichtet über die neue „Lernwilla“ in Jena-Winzerla, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, deren Distanz zur Schule bereits deutlich verfestigt ist. Bis zu zehn Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren sollen dort künftig regelmäßig betreut werden.
Die „Lernwilla“ ist keine neue Schule. In dem Gebäude eines ehemaligen Kindergartens gibt es neben Schulbänken auch einen Ruhe- und Bewegungsraum, kreative Bereiche und einen kleinen Garten. Das Team will zunächst herausfinden, warum ein Kind kaum noch oder gar nicht mehr am Unterricht teilnimmt. Als mögliche Hintergründe nennt der MDR unter anderem Mobbing, Leistungsdruck, Schwierigkeiten zu Hause und psychische Belastungen.
„Wir gehen davon aus, dass die Schulabstinenz an sich erstmal eine Strategie war, die den Kindern oder Jugendlichen geholfen hat, mit irgendwas fertig zu werden“, sagt Tina Blossey von der Kindersprachbrücke Jena.
Nach Angaben des MDR beginnt Schuldistanz nicht unbedingt mit dem ersten Fehltag. Fachleute sprechen demnach teilweise bereits dann davon, wenn ein Kind zwar noch im Klassenzimmer sitzt, sich aber zunehmend aus dem Unterricht zurückzieht, sich kaum beteiligt oder seine Arbeitsmaterialien nicht mehr dabeihat. Dadurch kann der Anschluss an den Unterrichtsstoff verloren gehen, während der Leistungsdruck weiter wächst.
Später können körperliche Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen hinzukommen. Schulangst entwickelt sich laut Tina Blossey häufig erst mit der Zeit und aufgrund verschiedener Erfahrungen während der Schulzeit. Für Eltern sei deshalb nicht allein die Zahl der Fehltage entscheidend, sondern auch die Frage, ob das Kind die Schule noch als sicheren Ort empfindet.
- Mögliche Warnzeichen sind zunehmende Angst vor der Schule, Rückzug aus dem Unterricht und fehlende Arbeitsmaterialien.
- Auch Mobbing, Überforderung, Lernschwierigkeiten, psychische Belastungen oder Probleme außerhalb der Schule können eine Rolle spielen.
- Als erste Ansprechpartner nennt der MDR die Klassenleitung, Beratungslehrer und die Schulsozialarbeit.
- Weitere Unterstützung bieten der Schulpsychologische Dienst, Erziehungs- und Familienberatungsstellen sowie Jugendämter.
Eltern sollten nach Darstellung des MDR frühzeitig versuchen herauszufinden, was sich verändert hat. Dazu gehören Fragen nach Angst vor bestimmten Situationen oder Personen, Überforderung, Konflikten mit Mitschülern oder Lehrkräften und dem verlorenen Anschluss an den Lernstoff. Die Schule sollte ebenfalls frühzeitig einbezogen werden.
Reiner Druck oder eine ausschließliche Sanktionierung des Fernbleibens greifen aus Sicht der „Lernwilla“ zu kurz. Wenn nur am sichtbaren Symptom gearbeitet wird, kann zwar kurzfristig eine Veränderung erreicht werden; ohne die Ursachen zu bearbeiten, besteht jedoch die Gefahr, dass das alte Verhalten zurückkehrt.
In der „Lernwilla“ werden die Kinder während der Schulwochen montags bis freitags betreut. Der Tagesablauf ist ähnlich strukturiert wie ein Schultag, soll aber durch das kleine Team individueller gestaltet werden. Neben Lernzeiten gehören Bewegung, Gartenarbeit sowie handwerkliche und kreative Angebote zum Konzept.
Ziel ist es, eigene Interessen wiederzuentdecken, neue Lernmotivation zu entwickeln und schließlich in die reguläre Schule zurückzukehren. Das Projekt startet zunächst in eine zweijährige Pilotphase, in der Jugendamt, Schulamt und Kindersprachbrücke prüfen wollen, wie sich das Konzept bewährt und ob es an den tatsächlichen Bedarf in Jena angepasst werden muss.
Wichtigste Erkenntnis: Schuldistanz kann bereits sichtbar werden, obwohl ein Kind noch regelmäßig im Klassenzimmer sitzt. Frühzeitige Gespräche mit Kind, Familie und Schule sollen helfen, Ursachen zu erkennen und eine weitere Verfestigung zu verhindern.
„Deine Freunde“ machen den Fuldaer Museumshof zur Familien-Party
Osthessen|News berichtet über den Auftritt der Hamburger Band „Deine Freunde“ im Fuldaer Museumshof. Das Konzert fand im Rahmen von „Kultur.Findet.Stadt“ statt und lockte ein überwiegend junges Publikum an, bei dem vom Kita-Kind bis zu mitwippenden Eltern alle Generationen vertreten waren.
Der Auftakt wurde mit Trommelwirbel, Trompeten und einem absichtlich hängen bleibenden Countdown inszeniert. Auf den scherzhaften Zuruf „Dann spiel erstmal was Leises!“ folgte ein dröhnendes „WIR GEHEN AB!“, bevor die Band im Nebel und Scheinwerferlicht auf der Bühne erschien und direkt mit schnellem Sprechgesang begann.
„Hallo, ihr Lieben! Da sind wir!“, begrüßte die Band ihr Publikum.
Die vorderen Reihen sangen laut Osthessen|News textsicher mit. Auch der direkte Austausch mit dem Publikum gehörte zum Konzert: Die Band fragte, wer zum ersten Mal bei einem Konzert von „Deine Freunde“ sei, und setzte anschließend augenzwinkernd die Frage entgegen, wer heute zum letzten Mal bei einem Konzert der Gruppe sei.
Nach der Vorstellung der Musiker ging es mit „Du bist aber groß geworden!“ weiter. Die Kinder in den ersten Reihen sangen erneut lautstark mit, während die Eltern weiter hinten das Geschehen begleiteten.
Osthessen|News blickt außerdem auf die Geschichte der Band zurück. Ursprünglich wollte sich das Trio in Anlehnung an den Kinderliedautor Rolf Zuckowski „Rolf Zuckopfnicks“ nennen und fragte ihn sogar um Erlaubnis. Die Idee wurde zugunsten des Namens „Deine Freunde“ verworfen, Zuckowski unterstützte die Band anschließend dennoch.
Der Durchbruch gelang 2012 mit dem Debütalbum „Ausm Häuschen“. Zwei Jahre später erhielt die Gruppe den Hamburger Musikpreis HANS in der Kategorie „herausragende Künstlerentwicklung“. 2020 waren Sump und Nimscheck als Coaches in der achten Staffel von „The Voice Kids“ zu sehen.
Inzwischen umfasst die Diskografie acht Studioalben. Hinzu kamen Songbeiträge für Filmproduktionen wie Disneys „Cars 3“. Nach eigener Aussage spielte das Trio anfangs an jeder Gießkanne; erst nach etwa fünf Jahren zeichnete sich ab, dass aus der Musik ein echter Beruf werden konnte.
Heute füllt „Deine Freunde“ laut Osthessen|News große Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Auftritt in Fulda sollte Kinder und Eltern gleichermaßen zum Mitsingen, Mitlachen und Abgehen bringen. Begleitet wurde der Sommerabend von Bratwurst und guter Laune.
Wichtigste Erkenntnis: „Deine Freunde“ verbanden in Fulda ein familienorientiertes Konzert mit direkter Publikumsnähe und einer Mischung aus Kinderlied, Sprechgesang und Bühnenshow.
Umstrittene Psychologin spaltet Eltern in Frankreich
stern.de berichtet über eine umstrittene Psychologin in Frankreich, deren Erziehungstipps Eltern polarisieren. Der Titel des Beitrags greift dabei eine besonders kontroverse Aussage auf: „Manchmal muss man Kinder hinter der Tür weinen lassen“.
Der Beitrag wurde am 30. August 2026 um 07:55 Uhr veröffentlicht und ist mit einer Lesezeit von 6 Min. angegeben. Im Mittelpunkt stehen die Erziehungsvorstellungen der Psychologin und die Debatte darüber, wie Eltern mit dem Weinen und den Bedürfnissen ihrer Kinder umgehen sollen.
stern.de ordnet das Thema in den Bereich „Frankreich“ und „Erziehung“ ein. Als weiterführende Themen werden unter anderem französische Kinder, das Geheimnis der „braven“ französischen Kinder, Grenzen im Familienleben sowie die Überforderung von Müttern und Vätern genannt.
Die Veröffentlichung zeigt, dass Erziehungsfragen nicht nur praktische Fragen des Familienalltags sind, sondern auch gesellschaftlich kontrovers diskutiert werden. Besonders Aussagen, die Eltern zum bewussten Aushalten des Weinens auffordern, können unterschiedliche Reaktionen und Bewertungen auslösen.
Wichtigste Erkenntnis: Der stern berichtet über eine französische Psychologin, deren Erziehungstipps Eltern spalten und insbesondere den Umgang mit weinenden Kindern infrage stellen.
Für die Einschulung steigen die Ausgaben für Schreibwaren
Die WirtschaftsWoche berichtet über die finanziellen Belastungen rund um die Einschulung. Bücher, Hefte und Stifte kosten demnach immer mehr; allein für Schreibwaren geben Eltern zwischen 70 und 160 Euro aus.
Viele Schulen stellen Kindern Material zur Verfügung. Laut WirtschaftsWoche verteuert dies den Unterricht und erhöht zugleich die finanzielle Belastung für die Bundesländer.
| Thema | Angabe |
|---|---|
| Schreibwaren | zwischen 70 und 160 Euro |
| Ausgaben für die Schultüte | 44 Prozent wollen 2026 weniger Geld als im Vorjahr ausgeben |
| Preis für Schokolade | zwischen 20 und 30 Prozent im vergangenen Jahr zugelegt |
Bei der Befüllung der Schultüte wollen viele Deutsche sparen. 44 Prozent planen laut WirtschaftsWoche, 2026 weniger Geld dafür auszugeben als im Vorjahr. Gleichzeitig kommen vor allem Süßigkeiten wieder in die Tüte, obwohl der Preis für Schokolade im vergangenen Jahr zwischen 20 und 30 Prozent zugelegt hat.
Damit stehen Eltern bei der Einschulung vor einer doppelten Belastung: Benötigte Schreibwaren können zwischen 70 und 160 Euro kosten, während bei zusätzlichen Inhalten der Schultüte gespart werden soll. Die WirtschaftsWoche stellt die Ausgaben für die Einschulung damit in den Zusammenhang steigender Materialkosten und höherer finanzieller Anforderungen an Schulen und Bundesländer.
Wichtigste Erkenntnis: Schreibwaren für die Einschulung kosten laut WirtschaftsWoche zwischen 70 und 160 Euro. 44 Prozent wollen 2026 bei der Schultüte weniger ausgeben als im Vorjahr, während Schokolade im vergangenen Jahr zwischen 20 und 30 Prozent teurer wurde.
Jake Reiner spricht erstmals über den gewaltsamen Tod seiner Eltern
Die FAZ berichtet über das erste Fernseh-Interview von Jake Reiner seit dem gewaltsamen Tod seiner Eltern Rob Reiner und Michele. Der 34-Jährige äußerte sich gegenüber dem Sender „ABC7“ zu seinem Verlust und zu den Folgen der Festnahme seines Bruders Nick.
„Es ist acht Monate her. Gleichzeitig fühlt es sich an wie acht Jahre. Und es fühlt sich an wie acht Minuten“, sagte Jake Reiner im Gespräch mit „ABC7“.
Mitte Dezember des vergangenen Jahres waren seine Eltern tot in ihrer Villa im Stadtteil Brentwood in Los Angeles entdeckt worden. Sechs Stunden später wurde sein Bruder Nick nachts auf der Straße nahe einer Tankstelle festgenommen; er steht unter Mordverdacht.
Jake Reiner berichtete, dass seine Schwester Romy ihm die Nachricht vom Tod des Vaters überbrachte. Er habe ihren ersten Anruf nicht angenommen, doch als sie sofort wieder anrief, habe er gewusst, dass etwas nicht stimmte.
„Romy sagte mir, dass unser Vater tot sei, und dann sagte sie: ‚Ich kann Mom nicht finden.‘ Ich war sofort im Schockzustand.“
Auf die Frage, ob ihn die Festnahme seines Bruders überrascht habe, wollte Jake Reiner laut FAZ nicht antworten. Er sagte, er habe seine Eltern physisch verloren und dann sei Nick festgenommen worden. Seitdem habe er nicht mit seinem Bruder gesprochen.
Den gewaltsamen Tod seiner Eltern werde er niemals verstehen. Er sprach von Wut darüber, wie unfair es gewesen sei und dass er kein Mitspracherecht bei dem gehabt habe, was passiert ist. Nick Reiner plädierte im Februar auf „nicht schuldig“; der nächste Gerichtstermin ist für Mitte September anberaumt.
Im Falle einer Verurteilung droht Nick Reiner laut FAZ eine lebenslange Haft, möglicherweise sogar die Todesstrafe. Rob Reiner war als Regisseur von „Harry und Sally“, „Misery“ und „Eine Frage der Ehre“ bekannt. Seine Frau Michele arbeitete als Fotografin und Filmproduzentin.
Das Paar war seit 1989 verheiratet und hatte drei gemeinsame Kinder: Jake, Nick und Romy. Außerdem hatte Rob Reiner die Tochter seiner ersten Ehefrau Penny Marshall adoptiert.
Wichtigste Erkenntnis: Jake Reiner hat sich erstmals öffentlich zum Tod seiner Eltern und zur Festnahme seines Bruders geäußert. Nick Reiner plädierte auf „nicht schuldig“, der nächste Gerichtstermin ist für Mitte September angesetzt.
Quellen:
- Schuldistanz beginnt oft vor dem ersten Fehltag – diese Warnzeichen gibt es
- Wenn erwachsene Kinder ein Elternteil aus ihrem Leben streichen
- "Deine Freunde" im Museumshof: Kinder, Eltern - und alle gehen ab
- „Manchmal muss man Kinder hinter der Tür weinen lassen“, sagt diese Psychologin
- Einschulung: So viel geben Eltern für ihre Kinder aus
- Sohn von Rob Reiner spricht erstmals über Tod der Eltern