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title: Eltern unter Druck: Zwischen Erziehung, Schulpflicht und Überforderung
canonical: https://eltern-echo.de/eltern-unter-druck-zwischen-erziehung-schulpflicht-und-ueberforderung/
author: Eltern-Echo Redaktion
published: 2026-09-14
updated: 2026-09-14
language: de
category: News
description: Der Artikel beleuchtet elterliche Überforderung, Schulpflichten und Erziehungsfehler sowie die wachsenden Anforderungen an Familien und Schulen.
source: Provimedia GmbH
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# Eltern unter Druck: Zwischen Erziehung, Schulpflicht und Überforderung

> **Autor:** Eltern-Echo Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-14

**Zusammenfassung:** Der Artikel beleuchtet elterliche Überforderung, Schulpflichten und Erziehungsfehler sowie die wachsenden Anforderungen an Familien und Schulen.

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## Eltern zwischen Erziehungsverantwortung, Schulpflichten und Überforderung

## Erziehungsexperten sprechen über eigene Fehler und überzogene Erwartungen

Die BILD hat den Kinderarzt Prof. Oskar Jenni und die Entwicklungspsychologin Dr. Patricia Lannen zu ihrer eigenen Rolle als Eltern befragt. Beide Experten haben sechs Kinder und sprechen laut BILD offen über eigene Fehler, überzogene Erwartungen an Eltern und Entscheidungen, die ihnen bis heute leidtun.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Erziehungsexperten dieselben Herausforderungen erleben wie andere Mütter und Väter. BILD beschreibt, dass Jenni und Lannen außerdem darüber sprechen, was sie ihren eigenen Eltern nie vergessen und ob sie befürchten, sich zu sehr in die Erziehung ihres Enkelkindes einzumischen.

> „Natürlich – sind ja auch nur Menschen“, schreibt BILD mit Blick auf Fachleute, die privat nicht immer nach den Regeln ihres Berufs leben.

**Infobox:** Prof. Oskar Jenni und Dr. Patricia Lannen berichten laut BILD über eigene Erziehungsfehler, den Druck auf Eltern und die Grenzen zwischen fachlichem Wissen und familiärem Alltag.

## WELT: Eltern haben auch gegenüber der Schule Pflichten

Die WELT thematisiert die Pflichten von Eltern gegenüber Schule und Kindern. In Bayern sind Eltern demnach gesetzlich dazu verpflichtet, die Erziehungsarbeit der Schule zu unterstützen und auf die gewissenhafte Erfüllung der schulischen Pflichten durch ihre Kinder zu achten.

Nach Darstellung des bayerischen Kultusministeriums müssen Eltern insbesondere dafür sorgen, dass ihre Kinder am Unterricht teilnehmen und die notwendigen Arbeitsmittel besitzen. Auch Elternabende und die Begleitung von Fördermaßnahmen werden als wichtige Verbindungen zwischen Familie und Schule genannt.

In der Praxis beobachten Lehrkräfte laut WELT zugleich zwei gegenläufige Entwicklungen: Manche Eltern engagieren sich sehr stark, während andere grundlegende Aufgaben vernachlässigten. Genannt werden unter anderem ein rechtzeitiges Zubettgehen, ein pünktliches Aufstehen, Frühstück, eine Brotzeit, ein Getränk und Sonnenschutz für den Schulalltag.

Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, erklärt laut WELT, Schulen könnten nicht für 26 Kinder Pausenbrot kaufen, 26 Käppis dabeihaben oder 26 Paar Schuhe für einen Wandertag bereitstellen. Andrea Zran, Vize-Vorsitzende des BLLV im Landkreis München und Leiterin einer Grundschule in Haar, berichtet außerdem, Eltern kämen teilweise erst nach wiederholter Aufforderung oder mehrfachem Nichterscheinen zu Lernentwicklungsgesprächen.

Als weitere Schwierigkeit beschreibt die WELT ungelesene Elternbriefe und fehlende Strukturen im Familienalltag. Sprachbarrieren, finanzielle Sorgen, psychische Erkrankungen, fehlende Bildungserfahrungen oder andere kulturelle Gepflogenheiten könnten die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule erschweren.

Florian Schmidt, Rektor der größten Münchner Mittelschule an der Rockefellerstraße, setzt laut WELT auf Gespräche auf Augenhöhe. Bei Sprachbarrieren könne ein Dolmetscher helfen; nach seinen Angaben gelinge der Zugang zu den Eltern nur bei etwa einer von 100 Familien nicht.

Schmidt fordert zugleich mehr Personal und multiprofessionelle Teams aus Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Schulpsychologen. Die Elternarbeit sei zeitaufwendig, während die Ressourcen auch wegen des Lehrkräftemangels knapp seien.

- Eltern sollen den Schulbesuch und die notwendigen Arbeitsmittel sicherstellen.

- Elternabende und Fördermaßnahmen gelten als wichtige Brücken zwischen Familie und Schule.

- Lehrkräfte beobachten sowohl übermäßige Einmischung als auch unzureichende Beteiligung.

- Schulen benötigen laut Florian Schmidt mehr multiprofessionelle Unterstützung.

**Infobox:** Die WELT stellt die gesetzliche Zusammenarbeit von Eltern und Schulen in Bayern heraus und beschreibt fehlende Alltagsstrukturen, ausbleibende Gespräche und knappe schulische Ressourcen als zentrale Probleme.

## FAZ: Nach den PISA-Ergebnissen gerät auch das Elternhaus in den Blick

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt nach den PISA-Ergebnissen die Verantwortung der Eltern in den Mittelpunkt. Sie beschreibt, dass kleine Kinder häufig schon im Kinderwagen ein Handy oder ein Spieletablet erhielten, damit sie ruhig blieben.

Nach Einschätzung der FAZ kommen Kinder dadurch teilweise ohne wichtige Erfahrungen in die Schule. Genannt werden fehlende Erfahrungen mit einer Schere, Schwierigkeiten bei Konzentration und Frustrationstoleranz sowie unzureichende Sprachkenntnisse.

Die Zeitung fragt, welche Verantwortung Eltern tragen und wie verhindert werden kann, dass Schulen immer mehr Dienstleistungen übernehmen. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass Schulen neben ihren klassischen Aufgaben zunehmend Schwimmen, gesunde Ernährung, Mediennutzung, Bankkonten und Haftpflichtversicherungen erklären sollen.

Auch psychische Erkrankungen bei Kindern sowie der Umgang mit ADHS werden thematisiert. Die FAZ schreibt, dass während der Corona-Pandemie die steigende Zahl psychischer Erkrankungen sichtbar geworden sei und sowohl Eltern als auch Lehrkräfte Wissen nachholen müssten.

Internet, Künstliche Intelligenz und Social Media werden als weitere Herausforderungen beschrieben. Laut FAZ wird deshalb über ein Schulfach zur „Digitalen Welt“ nachgedacht.

Die FAZ sieht sinkende Kompetenzen, Kapazitäten und Ambitionen von Eltern in Verbindung mit steigenden Aufgaben der Schulen. Das Problem betreffe demnach nicht nur sozial benachteiligte Familien, sondern auch sozial privilegierte Eltern, bei denen flüchtiges Lesen zugenommen habe und die Bereitschaft gesunken sei, schwierige Aufgaben zu lösen.

> „Ein Zusammenwirken von Veränderungen im Schulsystem und einer höheren Sensibilität der Eltern für ihre Erziehungsverantwortung wäre wohl der Schlüssel für einen Wiederaufstieg“, schreibt die FAZ.

**Infobox:** Die FAZ verbindet die PISA-Debatte mit der Frage nach elterlicher Erziehungsverantwortung und warnt davor, schulische Aufgaben immer weiter auszuweiten.

## Frankfurter Rundschau: Elterliche Wut kann auf überschrittene Grenzen hinweisen

Die Frankfurter Rundschau beschäftigt sich mit der Wut von Eltern auf ihre Kinder. Familienberaterin Heidy de Blum beschreibt dieses Gefühl als stark schambesetzt, obwohl es nach ihrer Erfahrung nahezu alle Eltern kennen.

Viele Menschen hätten in ihrer eigenen Kindheit gelernt, dass Wut unerwünscht sei. Wenn sie später selbst Kinder bekämen, wollten sie deren Gefühle zulassen und die Wut nicht bestrafen, würden aber zugleich mit eigenen alten Erfahrungen konfrontiert.

De Blum versteht Wut als einen Hinweis auf persönliche Grenzen. Sie könne anzeigen, dass Eltern dauerhaft mehr leisteten, als ihnen guttut, und stärker kooperierten, als sie ihre eigene Integrität schützten.

Als Auslöser nennt die Frankfurter Rundschau unter anderem Mental Load, Stress, Schlafmangel, Einsamkeit und einen überfüllten Familienalltag. Wenn die Belastung bereits hoch sei, könne ein herausforderndes Verhalten des Kindes zum „letzten Tropfen“ werden.

Auch die Wut der Kinder werde von Eltern häufig persönlich genommen. Die Frankfurter Rundschau verweist darauf, dass Kinder in der Autonomiephase ihre Selbstständigkeit ausdrückten und sich wegen der noch nicht abgeschlossenen Hirnreife nicht selbst regulieren könnten.

De Blum empfiehlt, die eigene Überlastung möglichst früh wahrzunehmen und dem Ursprung der Wut nachzugehen. Eltern könnten prüfen, wie in ihrer eigenen Kindheit mit Wut umgegangen wurde und ob sie das Gefühl weiterhin ausschließlich negativ bewerten.

Für akute Situationen nennt die Familienberaterin unterschiedliche Reaktionsmuster wie Schreien, Türenknallen oder Rückzug. Entscheidend sei, einen Umgang mit der Wut zu finden, der andere nicht belaste. Wenn die Wut zu grobem Anpacken oder Wegstoßen führe, sei therapeutische Unterstützung wichtig.

- Wut kann laut Heidy de Blum auf überlastete persönliche Grenzen hinweisen.

- Schlafmangel, Stress und ein voller Familienalltag können die Eskalation begünstigen.

- Die eigene Kindheit kann beeinflussen, wie Eltern die Wut ihrer Kinder und ihre eigene Wut erleben.

- Bei einer Gefahr für das Kind ist laut Frankfurter Rundschau professionelle Unterstützung erforderlich.

**Infobox:** Die Frankfurter Rundschau beschreibt elterliche Wut als Warnsignal für Überlastung und betont, dass bei körperlicher Gefährdung des Kindes therapeutische Hilfe notwendig ist.

## Inklusion in Nordrhein-Westfalen: Elternwahl zwischen Regel- und Förderschule

RP Online berichtet über die Situation der Inklusion an Schulen in Nordrhein-Westfalen. Eltern dürfen dort zwischen einer Förder- und einer Regelschule wählen, doch fehlende Lehrkräfte und mangelnde Barrierefreiheit schränken diese Entscheidung vielerorts ein.

Für fast 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in NRW hat laut RP Online gerade die Schule begonnen. Über die Hälfte der Kinder mit Förderbedarf besucht demnach keine Regelschule, sondern eine Förderschule.

Wissenschaftler kritisieren, dass dadurch der Grundstein für eine spätere Exklusion gelegt werde. Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Menschenrechte zeigt laut RP Online, dass die meisten Eltern von Kindern mit Förderbedarf eine getrennte Beschulung ablehnen.

Janka Goldan, Professorin für schulische Inklusion an der Bergischen Universität Wuppertal, hält es laut RP Online jedoch für unrealistisch, alle Regelschulen in Nordrhein-Westfalen so auszustatten, dass jedes Kind eine wohnortnahe Schule wählen könne.

Damit entsteht laut dem Bericht ein „Scheinwahlrecht“: Formal besteht die Auswahl zwischen zwei Schulformen, praktisch wird sie durch die Ausstattung der Schulen, die Zahl der Lehrkräfte und die vorhandene Barrierefreiheit begrenzt.

| Thema | Angabe aus der Quelle | 

| Kinder und Jugendliche in NRW | fast 2,5 Millionen | 

| Kinder mit Förderbedarf an Förderschulen | Über die Hälfte | 

| Elternwunsch | Die meisten lehnen getrennte Beschulung ab | 

**Infobox:** RP Online beschreibt eine formale Wahlfreiheit bei der Schulform, die durch fehlende Lehrkräfte und Barrierefreiheit in der Praxis vielerorts eingeschränkt wird.

## Stimme: Kinder brauchen klare Grenzen

Die Stimme greift in einem Beitrag mit einer ehemaligen Kitaleiterin die Bedeutung klarer Regeln und Grenzen auf. Der Titel des Beitrags stellt die Frage, was Eltern heute häufig versäumen.

Der übermittelte Quellenausschnitt enthält jedoch keinen nutzbaren Artikeltext mit weiteren überprüfbaren Aussagen, Daten oder konkreten Empfehlungen. Deshalb lassen sich aus dieser Meldung keine zusätzlichen Angaben ableiten.

**Infobox:** Die Quelle verweist auf klare Grenzen in der Erziehung; weitergehende Inhalte sind im übermittelten Text nicht enthalten.

Quellen:
- [Erziehungsexperten: Das haben wir als Eltern selbst falsch gemacht](https://www.bild.de/leben-wissen/erziehungsexperten-das-haben-wir-als-eltern-selbst-falsch-gemacht-6a996f88240b302c8a83811c)
- [Lehrergespräch und Brotzeitbox: Die Pflichten der Eltern](https://www.welt.de/regionales/bayern/article6aa75cca181cb962d488e638/lehrergespraech-und-brotzeitbox-die-pflichten-der-eltern.html)
- [PISA-Ergebnisse: Das Versagen liegt auch bei den Eltern](https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pisa-ergebnisse-das-versagen-liegt-auch-bei-den-eltern-201213135.html)
- [„Ehrlich gesagt...“, verrät die Wut auf Ihr Kind mehr, als Sie denken](https://www.fr.de/panorama/wut-auf-das-eigene-kind-warum-sie-entsteht-und-was-sie-wirklich-bedeutet-zr-94490512.html)
- [„Scheinwahlrecht“ bei Inklusion in NRW: Warum Eltern Regelschulen für ihre Kinder wollen – aber Förderschulen wählen](https://rp-online.de/nrw/landespolitik/inklusion-an-nrw-schulen-scheinwahlrecht-fuer-eltern-und-ihre-kinder_aid-154526951)
- [„Kinder brauchen klare Grenzen“ – Ex-Kitaleiterin erklärt, was Eltern heute oft versäumen](https://www.stimme.de/hohenlohe/kita-experte-leiter-kinder-eltern-regeln-grenzen-wissen-art-5212815)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [eltern-echo.de](https://eltern-echo.de/eltern-unter-druck-zwischen-erziehung-schulpflicht-und-ueberforderung/)*
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