Eltern zwischen Fürsorge, Grenzen und Verantwortung: Die wichtigsten Themen im Überblick

Autor: Eltern-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Beiträge beleuchten Elternschaft zwischen Fürsorge, Grenzen und Verantwortung sowie Risiken von Übergriffigkeit, Ausbeutung und politischen Regelungen für Familien.

Eltern zwischen Fürsorge, Grenzen und Verantwortung

„Eine Nacht in Bangkok“: Désirée Nosbusch und Matthias Brandt sprechen über Elternschaft

Im Fernsehfilm „Eine Nacht in Bangkok“ werden die Ex-Eheleute Katharina und Hektor damit konfrontiert, dass ihre gemeinsame Tochter Lilith verhaftet wurde. Der jungen Frau wird vorgeworfen, in eine Einbruchsserie verwickelt zu sein. Um herauszufinden, was geschehen ist, müssen die seit Jahren getrennten Eltern wieder zusammenarbeiten.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau betont Matthias Brandt, dass Eltern ihre Kinder auch im Erwachsenenalter als die eigenen Kinder wahrnehmen. Der 64-Jährige sagt, Eltern blieben Eltern, selbst wenn das Kind 50 oder 60 sei. Zugleich könne es Konflikte geben, wenn Eltern nicht rechtzeitig bemerkten, dass ihr Einfluss auf erwachsene Kinder geringer werden müsse.

Désirée Nosbusch beschreibt ihre Haltung als Mutter mit den Worten: „Ich bin immer da - egal, was eines meiner Kinder getan hat.“ Ihre Aufgabe bestehe darin, da zu sein, zu unterstützen und gemeinsam nach einem Ausweg zu suchen. Die 61-Jährige berichtet außerdem, dass ihre inzwischen 88-jährige Mutter sie noch heute frage, ob sie genug gegessen habe.

Nosbusch hat mit dem österreichischen Komponisten Harald Kloser zwei Kinder. Die 1999 geborene Tochter Luka und der 1996 geborene Sohn Noah-Lennon leben heute in den USA. Deshalb rechne sie ständig im Kopf mit, wann ihre Kinder aufstehen oder schlafen gehen; wenn sie nichts von ihnen höre, sei das für sie ein gutes Zeichen.

„Diese Liebe und diese Sorge um die eigenen Kinder verändern vielleicht ihre Form, wenn sie erwachsen sind. Weniger sichtbar werden sie aber nie. Sie verschwinden nicht.“ – Désirée Nosbusch

Infobox: Quelle: Joyn. Im Mittelpunkt stehen die elterliche Unterstützung, der nachlassende Einfluss auf erwachsene Kinder und die fortbestehende Sorge um den Nachwuchs.

GEO: Ein anderer Blick auf die Pubertät

GEO beschäftigt sich mit der Frage, ob die Pubertät zu stark als Krise betrachtet wird und was Eltern von Ghana lernen können. Der Beitrag vom 23. September 2026 stellt dabei einen internationalen Blick auf die Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsensein in den Mittelpunkt.

Der Artikel ordnet das Thema in die Bereiche Pubertät, Familie, Erziehung und Forschung ein. Er verweist außerdem auf weitere Beiträge zu Teenagern, darunter Fragen und Antworten für Eltern, Kommunikation mit Jugendlichen, Risikoverhalten und die körperlichen Veränderungen während der Pubertät.

Im Zentrum steht damit die Aufforderung, die Pubertät nicht ausschließlich als problematische oder krisenhafte Zeit zu betrachten. Der Blick auf andere Gesellschaften soll helfen, vertraute Vorstellungen über Jugendliche und elterliche Erziehung zu hinterfragen.

Infobox: Quelle: GEO. Der Beitrag thematisiert den deutschen Blick auf die Pubertät und stellt Ghana als Vergleichsperspektive heraus.

DIE ZEIT fragt nach übergriffigen Kommentaren von Eltern

DIE ZEIT beschreibt, dass viele Erwachsene auch nach ihrer Volljährigkeit mit Kommentaren ihrer Eltern zu Aussehen, Gewicht, Berufswahl oder Alltagsentscheidungen konfrontiert sind. Beispiele dafür sind Bemerkungen wie „Du könntest Dir auch mal wieder die Haare kämmen!“, „Hast Du zugenommen?“ oder „Du musst Dich langsam wirklich mal beruflich festlegen.“

Eltern fühlten sich auch nach dem 18. Geburtstag ihrer Kinder weiterhin verantwortlich. Rat und Unterstützung könnten etwa bei der Berufswahl oder beim Montieren von Lampen in der ersten eigenen Wohnung gefragt sein. Problematisch werde es, wenn Unterstützung in Bewertung und Bevormundung umschlage und Eltern das Leben ihrer erwachsenen Kinder ungefragt kommentierten.

Ein solches Verhalten werde eher selten als reine Anteilnahme empfunden, sondern als unerwünschte Einflussnahme. Die Folge könne sein, dass sich erwachsene Kinder zurückzögen oder den Kontakt im Extremfall abbrächen.

Eine Studie aus dem Jahr 2021 kam in Deutschland zu dem Ergebnis, dass Entfremdung zwischen Eltern und Kindern verbreitet ist. Rund 20 Prozent der Befragten gaben an, bereits eine längere Beziehungspause zu ihren Vätern gehabt zu haben; bei den Müttern waren es neun Prozent.

Als Ursachen nannten erwachsene Kinder neben Vernachlässigung und missbräuchlichem Verhalten auch grenzüberschreitendes und übergriffiges Verhalten der Eltern. DIE ZEIT bittet Betroffene um Erfahrungen damit, in welchen Situationen sie das Verhalten ihrer Eltern als übergriffig empfinden und welche Kommentare sie genervt oder verletzt haben.

Infobox: Quelle: DIE ZEIT. Ungefragte Bewertungen können als Bevormundung erlebt werden und laut dem Beitrag Rückzug oder Kontaktabbrüche begünstigen.

Frankreich: Kinder für Diebstähle im Disneyland eingesetzt

In Frankreich sind sieben Mitglieder einer Großfamilie zu mehrjährigen Haft- und Geldstrafen verurteilt worden. Nach Angaben von ntv.de sollen sie Minderjährige, darunter eigene Kinder, zum Stehlen von Touristen geschickt haben.

Der 48 Jahre alte Patriarch wurde wegen Menschenhandels zu acht Jahren Haft und einer Geldstrafe von 500.000 Euro verurteilt. Seine Frau erhielt eine sechsjährige Haftstrafe und eine Geldbuße von 300.000 Euro. Die volljährigen Söhne des Paares und weitere Familienmitglieder wurden zu Gefängnisstrafen zwischen fünf und sieben Jahren verurteilt.

Das Gericht verhängte gegen die aus Bosnien stammenden Angeklagten außerdem ein dauerhaftes Einreiseverbot. Nach Überzeugung des Gerichts wurden mehrere Kinder und junge Frauen unter Androhung körperlicher und sexueller Gewalt zu Diebstählen gezwungen.

Die Minderjährigen wurden in Gruppen zu ihren Einsatzorten gebracht. Dazu gehörten vor allem der Vergnügungspark Disneyland, der dortige Bahnhof und der Pariser Flughafen Charles de Gaulle.

Nach Angaben der Ermittler erbeuteten die Kinder durchschnittlich 25.000 Euro am Tag. Das Geld übergaben sie den männlichen Familienmitgliedern, die laut Bericht für einen verschwenderischen Lebensstil bekannt waren und sich in Onlinediensten mit Bündeln von Geldscheinen zeigten.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Angeklagten hätten die Minderjährigen benutzt, um sich Straflosigkeit zu sichern. Einige Angeklagte seien früher selbst als Kinder zum Stehlen losgeschickt worden. Die betroffenen Kinder waren bei der Gerichtsverhandlung nicht anwesend; einige wurden mittlerweile in Pflegefamilien untergebracht.

Die Angeklagten bestritten die Vorwürfe vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft erinnerte außerdem daran, dass es 2013 und 2025 bereits Prozesse wegen Menschenhandels gegen andere Mitglieder der Großfamilie gegeben hatte.

Infobox: Quelle: ntv.de, kaz/AFP. Im Verfahren ging es um Menschenhandel, erzwungene Diebstähle durch Minderjährige sowie Haft- und Geldstrafen für sieben Familienmitglieder.

Kinderkrankentage: Minister Linnemann gegen erneute Verlängerung

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat sich gegen eine erneute Verlängerung der Anspruchsdauer auf Kinderkrankengeld ausgesprochen. Die Regelung war während der Corona-Zeit eingeführt worden und soll nach seiner Darstellung wieder zurückgenommen werden.

Für dieses Jahr gilt nach einer gesetzlichen Festlegung noch eine verlängerte Anspruchsdauer von 15 Tagen pro Kind und Elternteil. Für Alleinerziehende sind es 30 Tage. Die Regelung war bereits für 2024 und 2025 gesetzlich fortgeschrieben worden.

Vor den Sonderregelungen gab es zehn Kinderkrankentage pro Jahr und Elternteil. Linnemann sagte, es werde künftig wieder zehn Tage geben; bei zwei Elternteilen seien das 20 Tage im Jahr. Er wandte sich damit gegen die Darstellung, die Kinderkrankentage würden vollständig abgeschafft.

Gesetzlich versicherte Eltern können Kinderkrankengeld beantragen, wenn ein Kind unter zwölf Jahren krank ist und sie deshalb nicht arbeiten können. Die Krankenkasse übernimmt in der Regel 90 Prozent des Nettoverdienstes.

RegelungAnspruch
Aktuelles Jahr15 Tage pro Kind und Elternteil
Alleinerziehende30 Tage
Vor den Sonderregelungen10 Kinderkrankentage pro Jahr und Elternteil
KinderkrankengeldIn der Regel 90 Prozent des Nettoverdienstes

Darüber hinaus äußerte sich Linnemann zu längeren Wartezeiten gesetzlich Versicherter auf Arzttermine. Als mögliche Maßnahmen nannte er eine Notfallreform und ein System, bei dem Patienten zunächst eine Hausarztpraxis aufsuchen sollen, die sie gegebenenfalls zu Fachärzten überweist. Einen Regierungsentwurf dazu erwarte er im November.

Infobox: Quelle: Tagesspiegel, Stand: 23.09.2026, 18:20 Uhr. Die verlängerte Regelung soll nicht erneut fortgeschrieben werden; künftig soll wieder der Anspruch von zehn Tagen pro Elternteil gelten.

Social Media: Verbote für Kinder greifen laut BILD oft zu kurz

BILD berichtet über die Debatte, ob Kindern Social Media verboten werden sollte. Während Australien und andere Länder bereits Maßnahmen ergreifen und in Deutschland der politische Druck wächst, stehen Eltern im Alltag häufig allein vor Fragen zu TikTok, Instagram und Snapchat.

Der Beitrag weist darauf hin, dass Verbote einfach klingen, aber oft ins Leere greifen können. Außerdem könnten sie soziale Medien für Kinder und Jugendliche sogar noch spannender machen.

Zwei Jugendpsychologen erklären laut BILD, welche konkreten Schutzfunktionen zur Verfügung stehen und welche Regeln Eltern gemeinsam mit ihren Kindern vereinbaren können. Damit rückt der Beitrag neben möglichen Einschränkungen auch die Begleitung und die konkrete Nutzung von Schutzfunktionen in den Mittelpunkt.

Infobox: Quelle: BILD. Der Beitrag stellt Verboten technische Schutzfunktionen und gemeinsam vereinbarte Regeln gegenüber.

Quellen: