Familien im Fokus: Großeltern, Schulranzen, Geldsorgen und dramatische Fälle
Autor: Eltern-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Mehrere Berichte beleuchten familiäre Herausforderungen: distanzierte Großeltern, praktische Schulranzen-Tipps, wachsende finanzielle Sorgen und familiäre Konflikte.
Millennial-Vater kritisiert fehlendes Engagement von Boomer-Großeltern
Ein Vater mit zwei Töchtern im Alter von drei und sieben Jahren schildert in einem Onlineforum, dass seine Eltern und Schwiegereltern nur wenig Interesse an den Kindern zeigten. Seine eigene Mutter stehe kurz vor der Rente, die Schwiegereltern seien bereits im Ruhestand. Zwar seien die Großeltern „absolut nicht verpflichtet“, sich um die Enkelinnen zu kümmern, doch bei Besuchen alle zwei bis drei Monate hätten sie „schon nach zehn Minuten keinen Bock mehr auf irgendwas, was nicht mit Handy oder TV zu tun hat“.
Der Vater berichtet unter anderem von einer abgebrochenen Einschlafbegleitung, weil die Kinder nicht nach zehn Minuten eingeschlafen seien. Auch bei der Einschulung habe sich der Großvater nach kurzer Zeit entschuldigt, während die Großmütter miteinander gesprochen hätten, ohne auf die Enkelkinder zu achten. Dadurch hätten die Eltern die beiden Kinder nebenbei selbst betreuen müssen und seien „wirklich niedergeschlagen“ gewesen.
In den Kommentaren wird auf unterschiedliche Erfahrungen mit Großeltern hingewiesen. Einige Nutzer vermuten, dass fehlendes Interesse an den Enkeln mit der früheren Rolle als Eltern zusammenhängen könne; andere berichten, dass ihre Eltern liebevolle und engagierte Eltern, aber „total desinteressierte Großeltern“ seien. Wieder andere hätten das Gegenteil erlebt.
Die Frankfurter Rundschau stellt den Fall in einen gesellschaftlichen Zusammenhang. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gingen 1991 57 Prozent der Frauen zwischen 15 und 64 Jahren einer Lohnarbeit nach, 2024 waren es 74 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe. Bei Frauen zwischen 55 und 64 Jahren stieg der Anteil laut Demografieportal von 30 Prozent im Jahr 1970 auf 71 Prozent im Jahr 2023. Bei den 60- bis 64-Jährigen waren 2015 53 Prozent erwerbstätig, 2025 waren es 68 Prozent.
Die systemische Familienberaterin und Pädagogin Katharina Hübner erklärt gegenüber der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media, Großelternschaft werde heute anders gelebt als von vorherigen Generationen. Hinter einem distanzierten Verhalten steckten ihrer Einschätzung nach nicht unbedingt „Egoismus“, sondern „generationenübergreifende Erwartungen, alte Rollenbilder und eine tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung“.
„Jetzt, im Ruhestand, möchten sie das nachholen, was sie vorher verpasst haben: Reisen, Selbstverwirklichung, Partnerschaft leben.“ – Katharina Hübner, zitiert von der Frankfurter Rundschau
Millennial-Eltern seien häufig damit aufgewachsen, nachmittags von ihren Großeltern betreut und bekocht zu werden. Bei den eigenen Kindern sei dies heute kaum noch selbstverständlich. Zugleich könnten Eltern das Ausbleiben familiärer Unterstützung stärker spüren, weil mehr Mütter erwerbstätig seien und Betreuung benötigten.
Zusammenfassung: Die Frankfurter Rundschau beschreibt unterschiedliche Erwartungen an Großelternschaft und verweist auf veränderte Erwerbsbiografien. Genannt werden unter anderem die Werte 57 Prozent, 74 Prozent, 30 Prozent, 71 Prozent, 53 Prozent und 68 Prozent.
RP Online: Worauf Eltern beim Schulranzen achten sollten
Mit dem Schulstart beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt. RP Online berichtet aus Mönchengladbach, dass Eltern bei der Auswahl und beim Tragen des Schulranzens auf mehrere Punkte achten sollten.
Der Orthopäde und Unfallchirurg Daniel Miersch hat mit seinem jüngsten Kind bereits den ersten Schulranzen gekauft. Bis zum Schulstart seien es nur noch wenige Tage. Nach seiner Einschätzung entstünden Fehler häufig nicht beim Kauf, sondern bei der Art und Weise, wie der Tornister getragen werde.
„Meist passieren die Fehler gar nicht unbedingt beim Kauf, sondern bei der Art und Weise, wie man den Tornister trägt.“ – Daniel Miersch, zitiert von RP Online
Der Artikel weist außerdem darauf hin, dass ein geringeres Gewicht nicht automatisch die bessere Wahl sei. Entscheidend sei auch, dass der Schulranzen richtig eingestellt werde und von den Kindern korrekt getragen werde.
RP Online stellt die Auswahl als groß dar und ordnet den Schulranzen als wichtigen Bestandteil der Vorbereitung auf den Schulbeginn ein. Der Beitrag richtet sich damit vor allem an Eltern, die wenige Tage vor dem Schulstart prüfen möchten, ob der Tornister passend eingestellt ist.
Zusammenfassung: RP Online legt den Schwerpunkt auf die richtige Einstellung und das korrekte Tragen des Schulranzens. Orthopäde Daniel Miersch betont, dass die häufigsten Fehler nicht unbedingt beim Kauf entstehen.
ZEIT: Mehr Eltern sorgen sich um die finanzielle Zukunft
Eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Save the Children zeigt laut ZEIT, dass sich mehr Eltern minderjähriger Kinder Sorgen machen, grundlegende Bedürfnisse ihrer Familie künftig nicht mehr finanzieren zu können. 27 Prozent fürchten, in den nächsten zwölf Monaten Ausgaben für Heizen, Kleidung oder Essen nicht mehr decken zu können.
Im Vergleich zur letzten Umfrage vor einem Jahr stieg dieser Anteil von 25 Prozent auf 27 Prozent. Im Januar 2025 hatte er bei 15 Prozent gelegen. Gleichzeitig sank der Anteil der Eltern ohne finanzielle Zukunftssorgen von 48 Prozent auf 40 Prozent.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Sorgen, Grundbedürfnisse in den nächsten zwölf Monaten nicht decken zu können | 27 Prozent |
| Vor einem Jahr | 25 Prozent |
| Im Januar 2025 | 15 Prozent |
| Ohne finanzielle Zukunftssorgen bei der letzten Umfrage | 48 Prozent |
| Ohne finanzielle Zukunftssorgen bei der aktuellen Umfrage | 40 Prozent |
| Ausgaben wie Möbel, Ausflüge, Restaurantbesuche, Urlaube oder Hobbys eher nicht oder auf keinen Fall möglich | 21 Prozent |
| Bei Ausgaben für das eigene Kind zurückgesteckt oder darüber nachdenken müssen | 22 Prozent |
| Pläne der Bundesregierung zur Bekämpfung von Kinderarmut nicht ausreichend | 83 Prozent |
21 Prozent der Befragten erklärten, neue Möbel, Ausflüge, Restaurantbesuche, Urlaube oder Hobbys der Kinder seien „eher nicht“ oder „auf keinen Fall“ möglich. 22 Prozent gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten bei Ausgaben für ihr Kind zurückgesteckt oder zumindest überlegen zu müssen, darunter bei Freizeitaktivitäten, Hobbys, Feiern und Geschenken.
Besonders betroffen seien Eltern mit geringem Einkommen und Alleinerziehende. 83 Prozent bezweifelten laut der Umfrage, dass die aktuellen Pläne der Bundesregierung ausreichen, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen.
Eric Großhaus, Experte für Kinderarmut und soziale Ungleichheit bei Save the Children Deutschland, fordert eine Gesamtstrategie. Diese solle Kindern unabhängig von ihrer Herkunft ein gutes Aufwachsen ermöglichen und das Vertrauen der Familien zurückgewinnen.
„Das Vertrauen der Familien zurückgewinnen und gleichzeitig etwas dafür tun, dass auch die Wirtschaft später auf die bestmöglich ausgebildeten Fachkräfte bauen kann.“ – Eric Großhaus, zitiert von der ZEIT
Für die Untersuchung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 13. und 30. Juli telefonisch 1.001 Eltern minderjähriger Kinder in Deutschland.
Zusammenfassung: Laut ZEIT stieg der Anteil der Eltern mit Sorgen um die Grundbedürfnisse auf 27 Prozent. Die Forsa-Umfrage umfasste 1.001 Eltern minderjähriger Kinder und wurde zwischen dem 13. und 30. Juli durchgeführt.
FAZ: Eine 53-Jährige setzt sich gegen kontrollierende Mutter zur Wehr
Die FAZ berichtet über eine 53-jährige Frau, die sich mit dem kontrollierenden und kritischen Verhalten ihrer Mutter auseinandersetzt. Die Mutter lebt in der Schweiz und lag im Krankenhaus, weshalb die Tochter für einen Besuch einen Flug buchte und sich den Freitag freinahm.
Schon beim Packen habe Annette Koch versucht, Kleidung auszuwählen, die ihrer Mutter gefallen könnte. Sie wollte das Risiko verringern, dass eines ihrer Outfits kritisiert werde, erklärte jedoch, sicher könne man nie sein.
Die Mutter kommentiere regelmäßig die Kleidung ihrer Tochter und greife dabei auch ungefragt ein. So habe sie etwa gesagt, das Outfit sei „so farblos“, ein Seidentuch um den Hals der Tochter drapiert oder ihr ein aussortiertes Kleidungsstück, darunter eine Leopardenleggins, aufgedrängt.
„Ich tu’ dir was Gutes, und jetzt bist du so undankbar!“ – Aussage der Mutter, zitiert von der FAZ
Wenn Annette Koch die Kleidung ablehne, reagiere die Mutter mit Vorwürfen. Der Beitrag beschreibt daran beispielhaft, wie Fürsorge in Kontrolle und Belastung umschlagen kann, wenn die Grenzen erwachsener Kinder nicht akzeptiert werden.
Die FAZ ordnet die Erfahrung in das Thema übergriffiger Eltern ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie erwachsene Kinder mit ständiger Einmischung, Bestimmen und Kritik umgehen und eigene Grenzen setzen können.
Zusammenfassung: Die FAZ schildert den Fall einer 53-jährigen Frau, deren Mutter ihre Kleidung kritisiert und Entscheidungen beeinflussen möchte. Der Beitrag zeigt, wie erwachsene Kinder mit Kontrolle und Grenzüberschreitungen umgehen können.
BILD: Angeklagte gesteht Falschaussage im Fall Josephine R.
In Braunschweig steht die 32-jährige Miriam A. vor dem Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr schwere Freiheitsberaubung mit falscher Verdächtigung und uneidlicher Falschaussage vor.
Nach Angaben von BILD soll Miriam A. mit ihren Aussagen dazu beigetragen haben, dass die Eltern ihrer Freundin Josephine R. insgesamt 684 Tage unschuldig in Haft saßen. Zu Beginn des Prozesses ließ die Angeklagte über ihren Anwalt erklären, dass die von ihr geschilderten massiven sexuellen Übergriffe nicht stattgefunden hätten.
„Was ich über sie gesagt habe, war falsch.“ – Miriam A., zitiert von BILD
Die Eltern Ramona und Thorsten R. waren im Verfahren als Nebenkläger anwesend. 2023 hatte Josephine R. vor dem Landgericht Braunschweig behauptet, über Jahre von ihren Eltern sadistisch gequält und für Sex-Orgien verkauft worden zu sein. Blutergüsse und Hautritzungen, unter anderem mit dem Wort „Hure“ auf der Stirn, galten damals als Belege für die Vorwürfe.
Thorsten R. wurde zunächst zu 9,5 Jahre Freiheitsstrafe verurteilt, Mutter Ramona zu 13,5 Jahre mit anschließender Sicherungsverwahrung. Nach 22 Monaten wurden die Eltern im November 2024 freigesprochen; die Urteile wurden aufgehoben, und die Eltern wurden rechtskräftig freigesprochen.
Miriam A. war ursprünglich selbst Ziel von Vorwürfen von Josephine R. Sie hatte damals ein Geständnis zu angeblichen Gewalt- und Missbrauchstaten abgelegt und wurde deshalb 2022 zu sechs Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Dieses Geständnis widerrief sie später. Im Zuge der Neuaufrollung des Falls kam sie aus der Haft frei und muss sich nun wegen der ihr vorgeworfenen Falschaussage verantworten.
Die beiden Frauen hatten sich 2020 während eines Klinikaufenthalts kennengelernt. Warum Miriam A. die Falschaussage tätigte, sei unklar. BILD berichtet, dass noch am Montagnachmittag ein Urteil gegen sie erwartet wurde.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Unschuldige Haftzeit der Eltern | 684 Tage |
| Haftzeit von Thorsten R. laut erstem Urteil | 9,5 Jahre |
| Haftzeit von Ramona R. laut erstem Urteil | 13,5 Jahre |
| Zeit bis zum Freispruch | 22 Monate |
| Verurteilung von Miriam A. im Jahr 2022 | sechs Jahre und fünf Monate |
| Alter von Miriam A. | 32 |
Zusammenfassung: BILD berichtet über ein Verfahren wegen mutmaßlicher Falschaussagen, die zu 684 Tagen unschuldiger Haft der Eltern geführt haben sollen. Die Angeklagte erklärte, ihre damaligen Aussagen über massive sexuelle Übergriffe seien falsch gewesen.
RTL: Jake Reiner spricht über den Tod seiner Eltern
RTL berichtet über Jake Reiner, dessen Eltern, der Hollywood-Regisseur Rob Reiner und dessen Ehefrau, tot sind. Sein Bruder Nick Reiner soll die Tat begangen haben und sitzt seitdem in Haft.
Acht Monate nach dem Tod beschreibt Jake Reiner den Verlust als eine Realität, mit der er jeden Morgen neu konfrontiert werde. Die Nachricht habe er von seiner Schwester Romy erhalten: Zunächst habe sie ihm gesagt, dass sein Vater tot sei, anschließend, dass sie seine Mutter nicht finden könne.
Nick Reiner wurde wenig später festgenommen. Für Jake bedeutete dies, innerhalb kurzer Zeit seine Eltern zu verlieren und zusätzlich mit der Verhaftung seines Bruders konfrontiert zu sein. Heute seien nur noch er und seine Schwester Romy übrig.
„Es fühlt sich an wie acht Jahre und gleichzeitig wie acht Minuten.“ – Jake Reiner, zitiert von RTL
Zu den Tatvorwürfen gegen seinen Bruder wollte Jake Reiner keine Einschätzung abgeben. Stattdessen erinnerte er daran, dass seine Eltern alle drei Kinder bedingungslos geliebt hätten.
„Meine Eltern haben uns alle drei bedingungslos geliebt.“ – Jake Reiner, zitiert von RTL
Nick Reiner sitzt weiterhin in Haft und wartet auf seinen Prozess. Bei einer Anhörung im Februar plädierte der 32-Jährige auf nicht schuldig. Das Motiv für die mutmaßliche Tat sei weiterhin unklar.
RTL beschreibt die Familie als dauerhaft verändert. Für Jake Reiner bleibt unabhängig vom Ausgang des Verfahrens der Verlust der Eltern bestehen, während sein Bruder auf seinen Prozess wartet.
Zusammenfassung: Jake Reiner spricht acht Monate nach dem Tod seiner Eltern über die Folgen der mutmaßlichen Tat. Sein Bruder Nick Reiner, 32, sitzt in Haft, plädierte im Februar auf nicht schuldig, und das Motiv ist weiterhin unklar.
Quellen:
- „Nach zehn Minuten keinen Bock mehr“: Millennial-Vater rechnet mit Boomer-Großeltern ab
- Tipps zum Schulstart aus Mönchengladbach: Worauf Eltern beim Schulranzen achten sollten
- Forsa-Umfrage: Zahl der Eltern mit finanziellen Sorgen nimmt laut Studie zu
- Übergriffige Eltern: Wie eine 53-Jährige Grenzen setzte
- Eltern unschuldig in Haft: Missbrauchslügen! Ex-Freundin von Tochter steht vor Gericht
- Seine Eltern sind tot, sein Bruder soll der Täter sein – Jake Reiner spricht über seinen schlimmsten Verlust