Familien im Wandel: Grenzen, Geldsorgen und neue Lebensabschnitte

Autor: Eltern-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Artikel beleuchten familiäre Grenzen, elterliche Erschöpfung, finanzielle Abhängigkeit und die kontroverse Frage, ob Eltern Vermögen vererben müssen.

Familien zwischen Grenzen, finanzieller Abhängigkeit und neuen Lebensabschnitten

„Nein“ sagen als neue Familienregel

Bei Twitterperlen beschreibt eine Mutter, wie sie im Familienalltag ein neues Wort für sich entdeckt hat: „Nein“. Sie stellt dabei den hohen Lernfortschritt ihres Grundschulkindes dem eigenen Eindruck gegenüber, als Erwachsene nur noch selten dazuzulernen. Während sie sich mit dem Italienisch-Grundwortschatz auf Duolingo beschäftigt, habe ihr Kind bereits die ersten 50 Lektionen Englisch absolviert, Schach gelernt und das öffentliche Verkehrssystem der Stadt genutzt.

Die Mutter erklärt, dass sie grundsätzlich viel von „Ja“ hält. Sie sei dafür, Dinge zu unternehmen, Risiken einzugehen und Ideen zu verfolgen. Gleichzeitig erkennt sie, dass ein ständiges Zustimmen im Alltag mit drei Kindern zur vollständigen Aufgabe eigener Bedürfnisse führen kann. Deshalb sagt sie nun häufiger Nein zu Wünschen wie Backen, Vorlesen, einem Ausflug in den Wald, Schwimmen oder dem Besuch bei einem Freund.

Das Nein wird dabei nicht als grundsätzliche Ablehnung der Kinder dargestellt, sondern als Möglichkeit, Grenzen vorzuleben. Die Mutter verbindet dies mit dem Gedanken, Kindern zu zeigen, wie sie ihre eigene Energie und ihre persönlichen Grenzen gegenüber einer belastenden Umwelt schützen können.

„Ich habe nämlich in den vergangenen Wochen auch ein neues Wort gelernt. Es heißt: Nein.“

Zusammenfassung: Twitterperlen berichtet über eine Mutter, die im Familienalltag bewusster Nein sagt, um die eigenen Bedürfnisse und Grenzen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Zwei Kleinkinder laufen während des Schlafs der Eltern zu einem Bahnhof

Wie t-online.de berichtet, haben zwei zwei und drei Jahre alte Kinder in Rheinland-Pfalz unbemerkt die elterliche Wohnung verlassen. Die Polizei traf die beiden am Samstagmorgen am Bahnhof in Rülzheim an.

Die Kinder trugen lediglich Windeln und hatten sich in Decken gehüllt. Nach den ersten Ermittlungen waren sie während des Schlafs ihrer Eltern losgelaufen. Gegenüber der Polizei erklärten sie, sie hätten am Bahnhof „neue Schuhe kaufen“ wollen.

Beide Kinder waren laut Bericht wohlauf. Sie wurden ihren Eltern übergeben; außerdem informierte die Polizei das Jugendamt über den Vorfall.

AspektAngabe
Alter der Kinderzwei und drei Jahre
Ort des AuffindensBahnhof in Rülzheim
Bekleidunglediglich Windeln
Zusätzlicher SchutzDecken
Gesundheitszustandwohlauf

Zusammenfassung: Zwei Kleinkinder verließen unbemerkt die Wohnung, wurden am Bahnhof angetroffen und anschließend ihren Eltern übergeben. Das Jugendamt wurde informiert.

WELT: Nicht allein die To-do-Liste erschöpft Eltern

Die WELT beschäftigt sich mit der Frage, warum sich Eltern erschöpfen. Im Mittelpunkt steht die Burn-out-Expertin Mirriam Prieß, die sich damit befasst, warum manche Menschen erschöpfen und andere nicht. Sie berät Unternehmen und Führungspersonen und zunehmend auch Eltern.

Der Artikel ordnet die Erschöpfung von Eltern nicht ausschließlich als Folge einer langen Liste täglicher Aufgaben ein. Bereits der Titel verweist auf einen Trugschluss: Nicht die nie enden wollende „To do“-Liste allein sei der entscheidende Grund für die Belastung.

Als Ausgangspunkt wird das Ende der Ferien genannt, mit dem der Alltagsstress wieder einsetzt. Zugleich wird eine persönliche Aussage aufgegriffen, die den Konflikt zwischen den eigenen Vorsätzen und dem Erleben als Eltern beschreibt.

„Ich wollte es immer anders machen als meine Eltern. Und nun bin ich genau wie sie geworden“

Zusammenfassung: WELT richtet den Blick auf die tieferen Ursachen elterlicher Erschöpfung und stellt die Arbeit von Mirriam Prieß in den Mittelpunkt.

Fast die Hälfte sieht sich finanziell schlechter gestellt als die eigenen Eltern

Die Frankfurter Rundschau berichtet über ein wachsendes Gefälle zwischen den Generationen. Genau 49,1 Prozent der Menschen in Deutschland glauben demnach, finanziell schlechter dazustehen als ihre Eltern. Nur 25,1 Prozent sehen sich besser gestellt.

Grundlage ist eine repräsentative Umfrage der Soziallotterie freiheit+ unter 1.000 Menschen in Deutschland. Für viele Menschen wird die Familie dem Bericht zufolge zur finanziellen Unterstützung: 21,2 Prozent unterstützen Angehörige finanziell, 15,8 Prozent erhalten selbst Geld aus dem Familienkreis. Weitere 8,1 Prozent geben und erhalten gleichzeitig Geld.

Besonders häufig fließt das Geld von Eltern zu ihren Kindern. Knapp jede zweite Person, die Angehörige unterstützt, hilft dem eigenen Nachwuchs. Die Empfänger nutzen die Unterstützung vor allem für den Alltag.

ErgebnisAnteil
Finanziell schlechter gestellt als die eigenen Eltern49,1 Prozent
Finanziell besser gestellt als die eigenen Eltern25,1 Prozent
Unterstützen Angehörige finanziell21,2 Prozent
Erhalten selbst Geld aus dem Familienkreis15,8 Prozent
Geben und erhalten gleichzeitig Geld8,1 Prozent

42,4 Prozent der Empfänger verwenden das Geld für Lebensmittel. 29,6 Prozent setzen es für Miete oder Wohnkosten ein, 24,8 Prozent für Mobilität. Auch Kleidung, Versicherungen und Schulden werden als Verwendungsbereiche genannt. Fast ein Drittel der Empfänger arbeitet derzeit gar nicht.

Die finanzielle Hilfe ist für viele Betroffene emotional belastend. 79,1 Prozent der Empfänger empfinden die Unterstützung als unangenehm, während 39,9 Prozent mit niemandem darüber sprechen. 46,6 Prozent geben an, ihren Lebensstandard ohne diese Hilfe nicht halten zu können. Auch die Unterstützenden verzichten häufig auf eigene Wünsche oder größere Anschaffungen; dies betrifft 60,9 Prozent.

Verwendung oder Folge der UnterstützungAnteil
Lebensmittel42,4 Prozent
Miete oder Wohnkosten29,6 Prozent
Mobilität24,8 Prozent
Unterstützung wird als unangenehm empfunden79,1 Prozent
Sprechen mit niemandem darüber39,9 Prozent
Lebensstandard ohne Hilfe nicht haltbar46,6 Prozent
Verzicht auf eigene Wünsche oder größere Anschaffungen60,9 Prozent

Die Generationenfrage reicht laut Frankfurter Rundschau auch in Partnerschaften hinein. 76 Prozent halten finanzielle Eigenständigkeit für wichtig. 50,4 Prozent können sich keine Beziehung mit einer Person vorstellen, die regelmäßig Geld von den Eltern bekommt.

Frauen messen finanzieller Unabhängigkeit dabei größere Bedeutung bei als Männer. 42,4 Prozent der Frauen halten sie für „sehr wichtig“, bei den Männern sind es 23,2 Prozent. Zusätzlich wird auf Erkenntnisse von infratest dimap verwiesen: Sieben von zehn der 18- bis 34-Jährigen glauben, dass die Elterngeneration den Aufbau von Wohlstand leichter hatte. Drei Viertel bezweifeln, diesen Wohlstand jemals zu erreichen.

„Dass knapp 30 Prozent der Deutschen Angehörige finanziell unterstützen oder selbst Hilfe aus der Familie erhalten, zeigt, wie selbstverständlich finanzielle Unterstützung innerhalb von Familien inzwischen geworden ist.“

Zusammenfassung: Laut Frankfurter Rundschau sehen sich 49,1 Prozent finanziell schlechter gestellt als ihre Eltern. Familiäre Geldtransfers helfen im Alltag, sind für viele Empfänger jedoch mit Scham und emotionaler Belastung verbunden.

Streitfrage Erbe: Müssen Eltern ihren Kindern Vermögen hinterlassen?

STERN.de stellt die Frage, ob Eltern verpflichtet sind, ihren Kindern Vermögen zu hinterlassen. Im Mittelpunkt steht die Debatte über Eltern, die ihr Vermögen im Alter selbst ausgeben, anstatt es für die nächste Generation zu bewahren. In Deutschland werden dem Bericht zufolge jährlich rund 60 Milliarden Euro weitergegeben.

Der Beitrag lässt zwei junge Millennials mit unterschiedlichen Positionen zu Wort kommen. Die Millennials werden als Generation der zwischen 1980 und 1995 Geborenen beschrieben, während die Boomer zwischen 1946 und 1964 geboren wurden.

Jacqueline Haddadian vertritt die Position, dass Eltern frei über ihren Besitz verfügen sollten. Ihre Eltern hätten selbst nichts geerbt, sondern sich ihren Besitz erarbeitet. Deshalb sollten sie das Vermögen nach ihrer Vorstellung nutzen dürfen, ohne bis zum Lebensende und darüber hinaus für ihre Kinder sorgen zu müssen.

In ihrer Argumentation wird außerdem auf die Vermögensverteilung in Deutschland verwiesen. Laut Hans Böckler Stiftung besitzen die reichsten zehn Prozent der Haushalte etwa 60 Prozent des Nettovermögens, während die unteren 20 Prozent gar kein Vermögen besitzen. Jährlich werden in Deutschland laut dem Artikel etwa 400 Milliarden Euro vererbt.

Haddadian warnt davor, Eltern moralisch dazu zu verpflichten, ihr Erspartes nicht auszugeben. Sie lehnt die Vorstellung ab, die Größe eines Nachlasses als Maßstab für die Liebe der Eltern zu verwenden, und betont den Wunsch, dass ihre Eltern glücklich leben und ihr Vermögen ausgeben können.

„Ich will kein Geld oder Besitztümer von ihnen. Ich will sie glücklich sehen, wie sie ihr Vermögen dazu nutzen, ihr Leben voll auszukosten – und hoffentlich mein vermeintliches Erbe verjubeln.“

Leon Berent widerspricht dieser Sicht. Er kritisiert Eltern, die nach dem Prinzip handelten: „Ich hatte kein leichtes Leben, also sollen meine Kinder ebenfalls kämpfen.“ Seiner Ansicht nach sollten Eltern ihre Kinder an ihrem Wohlstand teilhaben lassen, ohne dass dafür eine vollständige Selbstaufgabe verlangt werde.

Berent stellt der Mittelschicht vermögende Familien gegenüber, die Todesfälle und Erbschaften frühzeitig planen und Immobilien sowie andere Vermögenswerte schrittweise an ihre Kinder übertragen. Dadurch könnten diese spätestens zur Lebensmitte finanziell unabhängig sein.

Die Debatte wird im Artikel als Konflikt zwischen Generationen beschrieben. Während manche Eltern ihr Vermögen im Ruhestand selbst ausgeben, müssten ihre Kinder möglicherweise wieder bei null anfangen. Der Beitrag weist zugleich darauf hin, dass der Text ursprünglich im März 2024 erschien.

AngabeWert
Jährliche Weitergabe in Deutschlandrund 60 Milliarden Euro
Geburtsjahre der Boomer1946 bis 1964
Geburtsjahre der Millennials1980 bis 1995
Anteil des Nettovermögens der reichsten zehn Prozent der Haushalteetwa 60 Prozent
Anteil der unteren 20 Prozent der Haushalte ohne Vermögengar kein Vermögen
Jährlich vererbtes Vermögen in Deutschlandetwa 400 Milliarden Euro

Zusammenfassung: STERN.de stellt zwei gegensätzliche Positionen zur Erbschaft gegenüber. Die eine Seite betont das Recht der Eltern, ihr Vermögen selbst zu nutzen, die andere sieht eine Verantwortung gegenüber den eigenen Kindern.

Einschulung in Pforzheim und der Region

PZ-news berichtet über Familien in Pforzheim und der Region, deren Kinder Mitte September eingeschult werden. Für die Kinder beginnt damit ein großer neuer Lebensabschnitt.

Der Artikel fragt, wie Familien diesen Tag feiern und was in die Schultüte kommt. Dazu hat sich PZ-news in der Region umgehört. Eine Mutter aus Dennach berichtet, dass die Einschulung eher klein gefeiert werde, wobei mit der Familie dennoch einige Gäste zusammenkommen.

Zusätzlich kündigt der Beitrag Tipps eines Experten dazu an, wie Eltern ihre ABC-Schützen auf die Einschulung vorbereiten können. Die konkrete Ausgestaltung der Feier und die Inhalte der Schultüten werden anhand der Erfahrungen von Familien aus Pforzheim und der Region thematisiert.

Zusammenfassung: PZ-news begleitet Familien vor der Einschulung Mitte September und verbindet regionale Eindrücke mit Hinweisen zur Vorbereitung der Kinder.

Quellen: