Familien-News: Babynahrungsrückruf, psychische Belastungen und Inklusionsprobleme
Autor: Eltern-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel behandelt Co-Elternschaft, den Umgang mit psychischen Krisen Jugendlicher, einen Babynahrungsrückruf und den Tod zweier Babys in Utah.
Pressespiegel: Familienalltag zwischen psychischer Belastung, Babynahrungs-Rückruf und Inklusionsproblemen
Co-Elternschaft: Familiengründung ohne Liebesbeziehung
Der Spiegel berichtet über Katharina und Moritz, die eine Familie als sogenannte Co-Eltern gründen wollen. Im Mittelpunkt steht dabei ein platonisches Modell: Beide möchten Mutter und Vater werden, ohne eine partnerschaftliche Beziehung miteinander zu führen.
Der Beitrag ist in der vorliegenden Quelle jedoch nicht mehr vollständig abrufbar. Der Spiegel weist darauf hin, dass der Artikel entweder älter als 30 Tage ist oder bereits 10 Mal geöffnet wurde; der vollständige Inhalt ist nur mit SPIEGEL+ verfügbar.
„Familiengründung als Co-Eltern: Kinder kriegen, aber platonisch“
Zusammenfassung: Der Artikel thematisiert eine Familiengründung als Co-Elternschaft ohne Liebesbeziehung. Detaillierte Angaben zu den persönlichen Umständen von Katharina und Moritz sind in der vorliegenden Fassung nicht enthalten.
Psychische Probleme: Wie Eltern Zugang zu ihren Kindern finden können
WEB.DE berichtet, dass zwei von drei jungen Menschen in einer Krise mit niemandem über ihre Sorgen sprechen. Interne Auswertungen der Beratungsplattform Krisenchat zeigen, dass 65 Prozent der jungen Menschen, die sich dort zum ersten Mal melden, zuvor weder mit Freunden noch mit ihren Eltern über ihre Situation gesprochen haben.
Psychische Belastungen können sich demnach unter anderem durch Schulstress und Überforderung, depressive Symptome, ausgeprägte Ängste oder Essstörungen zeigen. Die digitale psychosoziale Krisenhilfe richtet sich an junge Menschen unter 25 Jahren.
Juliane Pougin, Leiterin der psychosozialen Beratung einer gemeinnützigen Organisation, erklärt, dass Jugendliche in der Pubertät möglicherweise nicht mehr in allen Belangen ihre Eltern als erste Ansprechpartner ansehen. Auch Stress und Arbeitsbelastung in der Familie könnten dazu führen, dass Jugendliche keinen passenden Moment finden, um über ihre Probleme zu sprechen.
Als hilfreich beschreibt die Expertin Gespräche, die nebenbei entstehen. Gemeinsamer Sport, Arbeiten am Haus oder in der Wohnung sowie Kochen könnten bessere Gelegenheiten bieten, um „ganz nebenher“ ins Gespräch zu kommen, statt ein offizielles Gespräch am Küchentisch anzukündigen.
Eltern könnten außerdem eigene Erfahrungen teilen und sich verletzlich zeigen. Nach Aussage von Pougin kann es ein guter Einstieg sein, deutlich zu machen, dass man nicht perfekt ist. Wenn Kinder, Teenager oder junge Erwachsene beginnen, sich zu öffnen, sollten Eltern zunächst zurückhaltend zuhören und nicht sofort alle Einzelheiten erfragen.
Pougin empfiehlt, das Vertrauen ausdrücklich anzuerkennen: „Danke, dass du mir das anvertraust. Lass uns gerne diese Woche wieder darüber sprechen.“ Jugendliche würden anfangs häufig kleinere Dinge erzählen, um herauszufinden, ob das Gegenüber interessiert sei und ernsthaft Unterstützung anbieten könne. Erst im zweiten oder dritten Gespräch kämen häufig die tieferen Themen zur Sprache.
Von ungefragten Ratschlägen rät die Expertin ab. Eltern könnten stattdessen offen fragen, ob ihr Kind zunächst nur zuhören lassen, eine Meinung hören oder eine Empfehlung erhalten möchte. Auch der Gesprächsrahmen könne gemeinsam geklärt werden; wenn das Sprechen schwerfällt, könne schriftliche Kommunikation angeboten werden.
Vertrauen entstehe außerdem im Alltag und nicht erst in einer Krise. Kinder an Entscheidungen zu beteiligen, etwa daran, was oder wann gemeinsam gegessen wird, könne dazu beitragen, dass Gespräche und Vertrautheit selbstverständlich werden.
Familien müssten psychische Probleme nicht allein bewältigen. Als Anlaufstellen nennt WEB.DE unter anderem Krisenchat, [U25] Deutschland, das Kinder- und Jugendtelefon der Nummer gegen Kummer, die bke-Jugendberatung und die TelefonSeelsorge.
| Anlaufstelle | Angebot und Erreichbarkeit |
|---|---|
| Krisenchat | Chatberatung für junge Menschen unter 25 Jahren |
| [U25] Deutschland | Vertrauliche Mailberatung für unter 25-Jährige in suizidalen Krisen |
| Nummer gegen Kummer | Kinder- und Jugendtelefon unter 116 111 |
| bke-Jugendberatung | Mail- oder Chatberatung für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren |
| TelefonSeelsorge | Anonyme Anlaufstelle rund um die Uhr unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 |
Infobox: 65 Prozent der jungen Menschen, die sich erstmals bei Krisenchat melden, hatten zuvor mit niemandem über ihre Situation gesprochen. Empfohlen werden Gespräche im Alltag, geduldiges Zuhören, keine ungefragten Ratschläge und bei Bedarf die Unterstützung durch Beratungsstellen.
Babynahrung von Aptamil und Milumil erneut zurückgerufen
STERN.de berichtet am 09. Oktober 2026 um 19:55 Uhr über einen erneuten Rückruf bestimmter Chargen der Babymilchprodukte Aptamil und Milumil bei Kaufland. Die Produkte waren laut Kaufland bereits Anfang Februar dieses Jahres durch den Hersteller Danone zurückgerufen worden.
Grund für die erneute Information sei eine aktualisierte Empfehlung zum Cereulid-Schwellenwert. Cereulid könne Symptome wie Erbrechen und Durchfall verursachen. Kaufland teilte mit, dass trotz aller Sorgfalt vereinzelt Produkte mit betroffenen Mindesthaltbarkeitsdaten in den Verkauf gelangt seien.
Nach Angaben des Unternehmens sind mittlerweile sämtliche betroffenen Produkte aus dem Verkauf entfernt worden. Da jedoch nicht ausgeschlossen werden könne, dass Kundinnen und Kunden die Produkte zwischenzeitlich gekauft haben, erfolge die erneute Information über den Rückruf.
Die betroffenen Produkte dürfen nicht weiter gefüttert werden und können in jeder Kaufland-Filiale zurückgegeben werden. Der Kaufpreis werde auch ohne Vorlage eines Kassenbons zurückerstattet.
| Produkt | GTIN | Mindesthaltbarkeitsdaten |
|---|---|---|
| Aptamil Pronutra Pre, 800g | 4056631001202 | 14.10.2026, 30.10.2026, 10.11.2026, 18.11.2026, 04.12.2026 |
| Aptamil Pronutra Pre, 1200g | 4056631003701 | 13.11.2026, 19.11.2026, 26.11.2026, 04.12.2026 |
| Aptamil Pronutra 1, 800g | 4056631001226 | 15.10.2026, 10.11.2026, 03.12.2026 |
| Aptamil Pronutra 2, 800g | 4056631001240 | 27.10.2026, 21.11.2026, 05.12.2026, 19.12.2026, 08.01.2027, 09.01.2027 |
| Aptamil Pronutra 2, 1200g | 4056631003725 | 29.11.2026, 02.01.2027 |
| Aptamil Pronutra 3, 800g | 4056631001264 | 07.11.2026, 29.11.2026, 11.12.2026, 18.12.2026 |
| Aptamil Profutura Pre, 800g | 4056631003435 | 11.02.2027, 14.03.2027, 20.04.2027, 08.05.2027, 08.06.2027, 06.08.2027, 17.09.2027 |
| Aptamil Profutura 1, 800g | 4056631003459 | 03.12.2026, 08.01.2027, 12.02.2027, 18.03.2027, 21.04.2027, 08.05.2027, 08.06.2027, 08.08.2027, 27.09.2027 |
| Aptamil Profutura 2, 800g | 4056631003473 | 02.12.2026, 07.01.2027, 20.01.2027, 10.02.2027, 19.04.2027, 18.05.2027, 14.06.2027, 04.08.2027, 05.08.2027, 22.08.2027, 02.11.2027, 11.11.2027 |
| Milumil Pre, 1200g | 4056631003961 | 15.10.2026, 20.11.2026, 03.12.2026, 24.12.2026, 15.01.2027, 19.02.2027 |
Infobox: Betroffen sind bestimmte Produkte von Aptamil und Milumil mit den genannten GTINs und Mindesthaltbarkeitsdaten. Die Ware darf nicht weiter gefüttert werden und kann ohne Kassenbon in einer Kaufland-Filiale zurückgegeben werden.
Utah: Eltern nach dem Tod ihres zweiten Babys festgenommen
RTL.de berichtet über den Tod eines Babys im US-Bundesstaat Utah und die anschließende Festnahme der Eltern. Die Tochter des Paares war am 24. Oktober 2024 im Alter von drei Monaten und fünf Tagen gestorben; der Sohn Atreyu Nick Romero kam am 18. Juli 2026 zur Welt und starb am 7. Oktober, zwei Monate und 19 Tage nach seiner Geburt.
Der Vater Nicholas Patrick Romero, 40, habe seinen Sohn am Mittwoch, dem 7. Oktober, kurz nach 5 Uhr morgens leblos im Bett gefunden. Nach Angaben, die der US-Sender KUTV unter Berufung auf eine eidesstattliche Erklärung der Polizei verbreitete, wollte der Vater sich für die Arbeit fertig machen und bemerkte beim Wecken des Kindes, dass der Junge blass und regungslos war und nicht mehr atmete.
Der Vater versuchte laut Bericht, das Baby wiederzubeleben, und alarmierte die Rettungskräfte. Die Hilfe kam jedoch zu spät. Die Ermittler fanden laut RTL.de mehrere leere Alkoholbehälter in unmittelbarer Nähe des Bettes sowie mutmaßliche Drogenutensilien.
Nicholas Romero und seine Partnerin Christina Joy Patton, 39, wurden noch am selben Tag festgenommen. Der Vorwurf lautet auf Kindesmisshandlung mit Todesfolge durch strafbare Fahrlässigkeit.
Nach den Polizeiunterlagen tranken beide Eltern am Dienstagabend Alkohol. Christina Patton habe von drei bis vier Gläsern Whiskey berichtet, während ihr Partner vier bis fünf Schnäpse eingeräumt habe. Außerdem habe er nach der Arbeit Marihuana konsumiert; die Mutter habe zusätzlich verschreibungspflichtige Medikamente eingenommen.
Trotz des Alkoholkonsums nahmen die Eltern ihren Sohn mit ins Elternbett. Laut der eidesstattlichen Erklärung entschieden sie sich bewusst dafür, das Baby nicht in einem separaten Babybett schlafen zu lassen. Der Vater habe kurz vor Mitternacht eine Flasche Säuglingsnahrung zubereitet, Atreyu in eine Decke gewickelt und ihn auf ein Stillkissen zwischen sich und seine Partnerin gelegt.
Gegen 1.30 Uhr habe das Baby zu weinen begonnen. Die Mutter nahm es nach eigener Aussage vom Kissen, wickelte es aus der Decke und legte es auf ihre Brust, um es zu beruhigen. Anschließend hielt sie den Säugling auf ihrem rechten Arm und schlief nach eigener Aussage ebenfalls ein. Als der Vater gegen 5.15 Uhr aufwachte, reagierte der Junge nicht mehr.
Die Ermittler untersuchen auch den Tod der Tochter Catherine Irene Romero. Das Mädchen war mit mehreren gesundheitlichen Problemen zur Welt gekommen, darunter einer Gaumenspalte und Schwierigkeiten beim Füttern, weshalb es auf eine Ernährungssonde angewiesen war. Was genau zum Tod der Tochter führte, ist laut RTL.de bislang nicht geklärt.
Die Ermittler sehen im früheren Todesfall einen relevanten Umstand, weil die Eltern dadurch ihrer Ansicht nach hätten wissen müssen, wie gefährlich unsichere Schlafbedingungen für Säuglinge sein können. Die Todesursache des Sohnes steht jedoch noch nicht fest; ebenso ist die Verantwortung der Eltern für beide Todesfälle nicht abschließend geklärt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Zusammenfassung: Nach dem Tod ihres fast drei Monate alten Sohnes wurden die Eltern in Utah festgenommen. Gegenstand der Ermittlungen sind unter anderem der Alkoholkonsum, die Schlafsituation im Elternbett und der frühere Tod der Tochter; eine abschließende Klärung der Todesursachen liegt laut RTL.de nicht vor.
Namenswahl: Warum ein schöner Vorname später unpraktisch sein kann
Die MOPO beschäftigt sich mit der Frage, worauf Eltern bei der Wahl eines Vornamens achten sollten. Der Vorname sei eine der ersten großen Entscheidungen, die Eltern für ihr Kind treffen, und begleite das Kind ein Leben lang.
Namensforscherin Damaris Nübling von der Universität Mainz sagt, der Entscheidungsprozess ziehe sich meist über Monate hin. Was letztlich den Ausschlag gebe, könnten Eltern häufig gar nicht benennen. Aktuelle Trends ließen sich dennoch erkennen: Wohlklang spiele bei der Namenswahl eine große Rolle.
Als Beispiele für die beliebtesten Vornamen des Jahres 2025 nennt die MOPO Sophia, Emma, Emilia, Noah, Mattheo und Theo. Die Namen seien durch ihre Vokale und stimmhaften Konsonanten besonders klangvoll.
Jungen- und Mädchennamen würden sich laut Nübling strukturell immer stärker ähneln. Beliebte Namen seien kurz und enthielten viele, oft direkt aufeinanderfolgende Vokale. Bei Jungen seien Namen mit einem „a“ am Ende beliebt, etwa Noah, Luca oder Mika.
Die Bedeutung eines Namens spiele bei der Entscheidung dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Religiöse Motive oder der Wunsch, ein Kind nach einem Familienmitglied zu benennen, seien laut Nübling allenfalls bei Zweitnamen zu beobachten.
Knud Bielefeld, der sich seit Ende der 1990er Jahre mit Vornamen beschäftigt, beschreibt zwei typische Strategien bei der Nutzung von Vornamenlisten. Manche Eltern wollten aktuelle Favoriten vermeiden, andere setzten bewusst auf etablierte Namen. Bis ein neuer Name an die Spitze einer Liste gelange, vergingen häufig Jahrzehnte.
Auch bei den sogenannten Namenscomebacks gebe es ein Muster. Namen der Eltern- und Großelterngeneration würden eher gemieden, weil mit ihnen konkrete Personen und Erinnerungen verbunden seien. Namen der Urgroßelterngeneration würden dagegen wieder modern. Anton und Oskar sowie Frieda und Clara gehörten laut Bielefeld sowohl 1925 als auch 2025 zu den beliebtesten Vornamen.
Bei seltenen Namen sehen die Experten Vorteile in der Individualität, weisen aber auch auf mögliche Nachteile hin. Ein seltener Name müsse häufiger buchstabiert werden; was Eltern besonders fänden, könne für das Kind später nervig sein.
Auch eine ungewöhnliche Schreibweise könne problematisch werden. Varianten wie Janik, Yannick oder Jannic verliehen einem häufigen Namen einen individuellen Charakter, könnten aber dazu führen, dass das Kind die Schreibweise ein Leben lang erklären und buchstabieren müsse, etwa auf Ämtern, im Beruf oder bei Anmeldungen.
Vor der Entscheidung sollten Eltern den Vor- und Nachnamen mehrfach laut aussprechen. Unfreiwillige Reime oder ungünstige Wortkombinationen könnten so auffallen. Auch die Wirkung der Namenskombination unter einer E-Mail oder auf einer Visitenkarte könne geprüft werden.
Bei häufigen Nachnamen wie Schmidt oder Müller könne ein etwas ungewöhnlicherer Vorname sinnvoll sein, wenn eine bessere Unterscheidbarkeit erreicht werden solle. Eine Garantie dafür, dass ein Kind mit dem gewählten Namen zufrieden ist, gebe es jedoch nicht. Nübling berichtet, dass sich in ihren Seminaren regelmäßig gut ein Drittel der Studierenden melden, wenn sie gefragt werden, ob sie ihren Vornamen gern wechseln würden.
Infobox: Für die Namenswahl empfiehlt die MOPO, Klang, Schreibweise, Kombination mit dem Nachnamen und die spätere Alltagstauglichkeit zu prüfen. Sophia, Emma, Emilia, Noah, Mattheo und Theo gehörten zu den beliebtesten Vornamen des Jahres 2025.
Bremer Eltern fordern mehr Personal für die Inklusion
Der Weser-Kurier berichtet über Unterrichtsausfälle für Inklusionskinder am Gymnasium Horn in Bremen. Grund seien fehlende Assistenzkräfte und Sonderpädagogen.
Der 14-jährige Maksym besucht die Klasse 7 d im Bereich Wahrnehmung und Entwicklung. Seine Mutter Tetiana Rotan berichtet, dass er seit August 2025 nur an zwei Tagen pro Woche zur Schule gehen kann. Für das Schuljahr 2025/2026 habe sie errechnet, dass ihr Sohn nur etwa 30 Prozent der möglichen Schultage besuchen konnte.
Maksym hat nach Angaben seiner Mutter eine Diagnose im Autismus-Spektrum. Für ihn seien Strukturen, Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit besonders wichtig. Die aktuelle Situation gefährde nach Einschätzung der Mutter seine Entwicklung und Integration.
Tetiana Rotan hat im März 2026 eine Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz abgeschlossen. Arbeiten könne sie derzeit jedoch nicht, weil sie ihren Sohn betreuen müsse. Mit ihrer Qualifikation könnte sie unter anderem als Schulassistenz oder Drittkraft tätig sein – genau in einem Bereich, in dem am Gymnasium Horn Arbeitskräfte gesucht werden.
Die Familie kam im März 2022 aus dem Kriegsgebiet Mariupol in der Ukraine nach Deutschland. Nach langen Wartezeiten bei schulischen Entscheidungen und Unterstützungsmaßnahmen konnte Maksym erst im Schuljahr 2024/2025 regelmäßig die Schule besuchen. Rotan warnt, dass die gegenwärtige Situation die erzielten Fortschritte erheblich gefährde.
Nach Angaben der Mutter ist ein Sonderpädagoge langzeiterkrankt. Außerdem gebe es weder eine Klassenassistenz noch eine Drittkraft für Maksym. Rotan habe gemeinsam mit dem Träger Martinsclub versucht, eigenständig eine Assistenzkraft zu finden, bislang jedoch ohne Erfolg.
In einem Schreiben an die Bildungsbehörde bittet sie darum, auch einen Schulwechsel zu prüfen. Sie habe sogar über einen Umzug nach Niedersachsen nachgedacht, wo ihr Sohn eine Förderschule besuchen könnte. Nach einem Anruf der Schule bestehe möglicherweise nach den Osterferien die Aussicht auf eine Drittkraft; ähnliche Ankündigungen habe es jedoch bereits zweimal gegeben, ohne dass sich anschließend etwas geändert habe.
Auch Sonja Laubach hat am 30. September eine Petition an die Bremische Bürgerschaft eingereicht. Bislang wurde sie 328-mal unterzeichnet. Die Petition richtet sich gegen verkürzte Schultage und reduzierte Unterrichtszeiten für Inklusionskinder.
Laubach fordert Schule, Schulträger und zuständige Behörden auf, gemeinsam tragfähige Lösungen zu schaffen. Nach einem Gespräch mit der Schulleitung und zwei Mitarbeitern des Bildungsressorts sei angekündigt worden, dass eine Lehrkraft bald aus der Elternzeit zurückkehre und andere Lehrkräfte mehr Stunden übernehmen würden.
Außerdem habe ein Kind die Schule gewechselt. Dadurch könnten von den 15 fehlenden Stellen acht besetzt werden. Laubach bewertet diese Entwicklung jedoch weiterhin nur als Zwischenlösung.
„Eltern dürfen nicht dauerhaft die strukturellen Probleme des Schulsystems auffangen müssen. Und Inklusion darf nicht davon abhängig sein, ob an einer einzelnen Schule gerade genügend Personal vorhanden ist.“
Zusammenfassung: Am Gymnasium Horn fallen für Inklusionskinder regelmäßig Unterrichtszeiten aus, weil Assistenzkräfte und Sonderpädagogen fehlen. Die Petition für tragfähige Lösungen wurde laut Weser-Kurier bislang 328-mal unterstützt; von 15 fehlenden Stellen könnten acht besetzt werden.
Quellen:
- (S+) Familiengründung als Co-Eltern: Kinder kriegen, aber platonisch
- Psychische Probleme: So finden Eltern Zugang zu ihren Kindern
- Aptamil und Milumil: Eltern aufgepasst: Kaufland ruft erneut Babynahrung zurück
- Erst stirbt ihre Tochter (3 Monate), dann ihr Sohn – jetzt sitzen die Eltern in Haft
- Dieser Fehler bei Vornamen kann später nerven
- Personalmangel an Bremer Schule: Eltern starten Petition für Inklusion