Familien-News: Neugeborene, Schuldgefühle und Streit um Schulprojekte

Autor: Eltern-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Artikel bündelt Meldungen zu zwölf Neugeborenen, verunsicherten Eltern, einem umstrittenen U18-Schulprojekt, Schuldgefühlen im Familienalltag und einem Windpockenausbruch.

Neugeborene aus dem Nordosten: Zwölf Familien dürfen gratulieren

Der Nordkurier stellt zwölf Neugeborene aus Mecklenburg-Vorpommern und der Uckermark vor. Die Kinder wurden in Demmin, Anklam, Pasewalk und Neubrandenburg geboren; genannt werden jeweils Name, Geburtsdatum, teilweise die Geburtszeit sowie Körpergröße und Gewicht.

Noel Willi Kopadt kam am 13. August um 12.45 Uhr mit 46 cm und 2340 g in Demmin zur Welt. Alma Wirth wurde am 16. August um 22.26 Uhr mit 3000 g und 50 cm in Anklam geboren, Rhaenyra am selben Tag um 10.37 Uhr mit 55 cm und 3745 g in Demmin.

NameGeburtOrtGrößeGewicht
Noel Willi Kopadt13. August, 12.45 UhrDemmin46 cm2340 g
Alma Wirth16. August, 22.26 UhrAnklam50 cm3000 g
Rhaenyra16. August, 10.37 UhrDemmin55 cm3745 g
Elias Sebastian Franke16. AugustPasewalk55 cm335 g
Aisha Alhussein17. AugustNeubrandenburg50 cm3370 g
Arne Christen18. August, 0.43 UhrAnklam51 cm3020 g
Theo Samuel Detlef Thormann18. August, 8.34 UhrAnklam50 cm3620 g
Zoey Malia Pape18. August, 9.00 UhrAnklam47 cm2640 g
Mats Hackbusch19. August, 4.06 UhrAnklam53 cm4250 g
Arian Watanyar19. August, 8.40 UhrAnklam49 cm3280 g
Matheo Peter Klehn19. AugustNeubrandenburg52 cm3815 g
Severin Vollmuth20. AugustNeubrandenburg52 cm3860 g

Infobox: Der Nordkurier gratuliert den Familien aus Gnoien, Reetzow, Bandelin, Pasewalk, Neubrandenburg, Ducherow, Friedland, Wolgast und Jatznick zur Geburt ihrer Kinder.

Einschulung: WELT sieht Eltern stärker verunsichert als Kinder

Die WELT beschreibt den ersten Schultag als Anlass, bei dem zunehmend die Eltern Panik entwickeln, während sich die meisten Kinder auf die Einschulung freuen. Im Mittelpunkt steht das sogenannte „Hänschen-Klein-Problem“ „moderner“ Eltern.

Als Grund nennt der Beitrag die neue Kleinstfamilie, die als „Sorgenpfuhl“ beschrieben wird. „Moderne“ Eltern würden demnach nicht ausreichend erkennen, wie kontraproduktiv ihre Ängste sein können.

Infobox: Laut WELT freuen sich die meisten Kinder auf den ersten Schultag; zugleich wird eine wachsende Verunsicherung der Eltern thematisiert.

U18-Wahl an Grundschule: Eltern kritisieren Projektaufbau und Kommunikation

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet über ein Schulprojekt an der Lessing-Grundschule in Braunsbedra. Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren näherten sich den Wahlprogrammen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mithilfe von KI-generierten Plakaten und nahmen anschließend an der U18-Wahl teil.

Eltern kritisieren nach Angaben der Zeitung, von der Teilnahme nichts gewusst zu haben. Außerdem richtet sich ihre Kritik gegen den Aufbau des Projekts, der auf KI-generierten Plakaten fußt; die Projektverantwortliche weist die Vorwürfe zurück.

Infobox: Acht- bis Zehnjährige erstellten KI-Plakate zu Wahlprogrammen und stimmten bei der U18-Wahl für bekannte Parteien ab. Streitpunkte sind die Kommunikation mit den Eltern und der Projektaufbau.

Schuldgefühle im Familienalltag: Experten raten zu realistischen Erwartungen

Der Weser Kurier widmet sich der Frage, warum viele Eltern mit Schuldgefühlen kämpfen. Tobias Luck, Professor für Psychologie an der Fachhochschule Erfurt, und Inke Hummel, Familienbegleiterin und pädagogischer Coach, erklären, dass gesellschaftliche Erwartungen und die Vielzahl an Erziehungsmeinungen eine wichtige Rolle spielen.

Schuldgefühle können laut Tobias Luck eine soziale Funktion erfüllen: Wer sich schuldig fühlt, erkennt einen Fehler, lernt daraus und trägt dazu bei, dass eine Gruppe zusammenbleibt. Im Familienalltag entstehen solche Gefühle häufig, wenn Eltern laut geschimpft, das Kind zu lange vor dem Fernseher gelassen oder aus ihrer Sicht zu wenig Zeit miteinander verbracht haben.

„Aber es gehört zum Menschsein dazu und hat, ähnlich wie Angst, im Kern eine gute Funktion“, sagt Tobias Luck laut Weser Kurier.

Nach einer von Luck durchgeführten Onlinebefragung hat sich rund ein Drittel der Eltern schon einmal für etwas schuldig gefühlt. Besonders Mütter seien häufiger betroffen als Väter. Als Gründe nennt der Beitrag erhöhte gesellschaftliche Erwartungen an die Mutterrolle, die gleichzeitig Fürsorge und Karriereorientierung verlange, sowie die Tatsache, dass Mütter nach wie vor häufig mehr Zeit mit den Kindern verbringen.

AspektAngabe aus der Quelle
OnlinebefragungRund ein Drittel der Eltern fühlte sich schon einmal schuldig.
Besonders betroffene GruppeMütter fühlen sich häufiger schuldig als Väter.
AlltagsbeispieleLaut geschimpft, zu lange vor dem Fernseher geparkt, zu wenig gemeinsame Zeit.

Inke Hummel führt die Verunsicherung außerdem auf den Anspruch zurück, Kinder auf Augenhöhe zu begleiten. Hinzu komme die Vielzahl an Meinungen aus Erziehungsratgebern, Social Media und der Familie. Eltern lebten heute häufig als Kleinfamilie isolierter und hätten dadurch weniger Korrektiv durch eine große Familie.

Belastend werden Schuldgefühle laut dem Beitrag vor allem dann, wenn sie bleiben. Neben zu wenig gemeinsamer Zeit können auch kleinere Fehler in Erziehungsfragen, Trennungen oder finanzielle Sorgen dazu führen, dass Eltern sich Vorwürfe machen. Dauerhafte Schuldgefühle könnten den Selbstwert bedrohen und zu einer negativen Sicht auf sich selbst führen; außerdem wird auf weitere psychische Probleme wie Depressionen hingewiesen.

Als Umgang mit Schuldgefühlen empfehlen die Experten eine realistische Erwartungshaltung, Gespräche mit Freunden oder Bekannten und gegebenenfalls die Unterstützung einer versierten Beratungsstelle. Wenn eine Situation korrigiert werden kann, könne ein Gespräch mit dem Kind und eine Entschuldigung helfen. Gleichzeitig müsse nicht jede Kleinigkeit ausführlich aufgearbeitet werden.

„Absolutheitsanspruch ist ein großes Problem. Wenn man nur darauf schaut, was nicht geklappt hat, kann man nur scheitern“, sagt Tobias Luck laut Weser Kurier.

Infobox: Schuldgefühle gehören für viele Eltern zum Alltag. Experten empfehlen, Ansprüche zu relativieren, unterstützende Gespräche zu führen und sich von verunsichernden Stimmen abzugrenzen.

Windpocken-Ausbruch an Saarbrücker Marienschule: Nachweise sollen vorgelegt werden

Die Saarbrücker Zeitung berichtet über einen Windpocken-Ausbruch an der Marienschule in Saarbrücken. Nachdem zwei Fälle gemeldet und von einem Sprecher des Regionalverbands Saarbrücken bestätigt worden waren, schickte die Schulleitung alle Anwesenden zunächst nach Hause.

Nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts reichen zwei Windpockenfälle in kurzer Zeit aus, damit von einem Ausbruch gesprochen wird. Für alle Schülerinnen und Schüler, die nach dem Jahr 2004 geboren sind, gilt ein Betretungsverbot, bis ein Immunitäts- oder Impfnachweis vorgelegt wurde.

Die Eltern sollen die Unterlagen bis Donnerstagmorgen um 10 Uhr einreichen. Nach Angaben der Schulsekretärin Martina Jost können Impfpässe persönlich vorbeigebracht oder über Nacht in den Briefkasten der Schule geworfen werden.

RegelungAngabe aus der Quelle
Betroffene GeburtsjahrgängeAlle Schülerinnen und Schüler, die nach dem Jahr 2004 geboren sind.
Frist für NachweiseDonnerstagmorgen um 10 Uhr.
Unterricht bis zur PrüfungDigital.
Heimunterricht ohne NachweisBis zum 14. September.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sollten am folgenden Vormittag die Nachweise prüfen. Die Schulleitung hoffte, bis Donnerstagnachmittag eine Liste der Nachweise erstellen zu können, damit der Unterricht ab Freitag wieder in Präsenz stattfindet.

Betreten dürfen die Schule anschließend Menschen, die vor 2004 geboren sind, sowie Personen mit Impf- oder Immunitätsnachweis. Schülerinnen und Schüler ohne Nachweis einer Impfung oder einer überstandenen Infektion müssen laut Schulsekretärin bis zum 14. September zu Hause bleiben und digital am Unterricht teilnehmen. Nachgereichte Bescheinigungen ermöglichen nach ihrer Prüfung wieder den Schulbesuch.

Das Betretungsverbot betrifft außerdem Schülerinnen und Schüler des Ludwigsgymnasiums und des Schlossgymnasiums, wenn sie gemeinsame Oberstufenkurse an der Marienschule besuchen. Auch sie sollen über ihre Eltern einen Impf- oder Immunitätsnachweis bis Donnerstag um 10 Uhr an der Marienschule abgeben.

Die Zeitung ordnet den Ausbruch in einen saarlandweiten Anstieg der Windpocken-Infektionen ein. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben sich in diesem Jahr bereits 135 Menschen angesteckt. Bis Ende August wurde damit der höchste Wert seit 2014 erreicht; damals waren im gesamten Kalenderjahr 136 Erkrankte gezählt worden.

GebietBekannte Fälle 2026
Regionalverband Saarbrücken62
Saarpfalz-Kreis21
Landkreis Saarlouis19
Neunkirchen18
Merzig-Wadern8
St. Wendel7

Auch am Theodor-Heuss-Gymnasium in Sulzbach waren zwei Windpockenfälle bekannt geworden. Dort konnten zunächst 52 der insgesamt 552 Schülerinnen keinen Nachweis einer Impfung oder Immunität liefern; am Mittwochnachmittag war diese Zahl auf 30 Personen gesunken.

Infobox: An der Marienschule wurden zwei Windpockenfälle bestätigt. Der Präsenzunterricht ist an Nachweise von Impfung oder Immunität gebunden; ohne entsprechenden Nachweis gilt Unterricht zu Hause bis zum 14. September.

Ratzeburg: Eltern kritisieren feste Abholzeiten in der Ganztagsbetreuung

Die Lübecker Nachrichten berichten über neue Abholregelungen an Ratzeburger Grundschulen. Seit diesem Schuljahr gibt es in der offenen Ganztagsbetreuung drei feste Abholfenster pro Tag, die jeweils für ein halbes Jahr verbindlich sind.

Viele Eltern kritisieren die Regelung. Ihr Hauptvorwurf lautet, dass Schule und Beruf durch die festen Zeiten nicht miteinander vereinbar seien.

Infobox: In Ratzeburg gelten seit diesem Schuljahr drei verbindliche Abholzeitfenster pro Tag. Eltern sehen dadurch die Vereinbarkeit von Ganztagsbetreuung und Beruf gefährdet.

Quellen: