Familienpolitik und Erziehung: Debatten, Geschichten und wichtige Entwicklungen

Autor: Eltern-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Pressespiegel thematisiert umstrittene familienpolitische Vorschläge, respektvolles Eingreifen bei Kindern, elterliche Schulbeteiligung, eine Nordkap-Reise und ein neues Eltern-Kind-Zentrum.

Pressespiegel: Familienpolitik, Erziehungsfragen und persönliche Geschichten

AfD in Sachsen-Anhalt verspricht neue Hilfen für Kinder

Die AfD in Sachsen-Anhalt stellt laut WELT neue staatliche Hilfen für Kinder in Aussicht. Diese sollen jedoch nur Familien erhalten, in denen mindestens ein Elternteil deutsch ist.

Der Vorstoß sorgt dem Bericht zufolge dafür, dass die Debatte über ein mögliches Verbot der AfD erneut an Fahrt gewinnt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob eine solche Begrenzung staatlicher Familienleistungen mit dem Grundgesetz vereinbar wäre.

Infobox: Die AfD in Sachsen-Anhalt verbindet geplante Hilfen für Kinder mit der Voraussetzung, dass mindestens ein Elternteil deutsch ist. Der Vorschlag heizt laut WELT die Verbotsdebatte neu an.

Streit im Streichelzoo: Wann Erwachsene bei fremden Kindern eingreifen sollten

Ein Vorfall in einem Streichelzoo hat laut Frankfurter Rundschau eine Diskussion unter Eltern ausgelöst. Eine Mutter berichtete in einem Elternforum, dass ein etwa achtjähriger Junge nach einer Ente getreten habe, die ihm offenbar nicht schnell genug aus dem Weg gegangen sei.

Die Schwester der Mutter habe den Jungen ruhig darauf hingewiesen: „Hey, man darf keine Tiere treten.“ Die Mutter des Jungen habe daraufhin verlangt, dass ihr Kind „gefälligst nicht zu maßregeln“ sei. Die Verfasserin des Beitrags hielt die Reaktion ihrer Schwester für angemessen, weil diese den Jungen weder angeschrien noch beleidigt habe.

In den Kommentaren gingen die Meinungen auseinander. Ein Vater erklärte, er halte es grundsätzlich für in Ordnung, wenn andere Erwachsene seine Kinder respektvoll, verbal und ohne Drohungen oder Einschüchterung auf ein Fehlverhalten hinweisen.

Die Diplom-Sozialpädagogin und systemische Familientherapeutin Dorothea Jung, fachliche Leiterin der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, rät laut Frankfurter Rundschau zu einer erklärenden und freundlichen Haltung. Statt Kindern lediglich zu sagen, was sie nicht tun sollen, sollten Erwachsene ihnen zeigen, was sie stattdessen tun können.

„Prinzipiell ist es besser, wenn man Kindern nicht sagt, was sie nicht tun sollen, sondern was sie stattdessen tun können“, erklärt Dorothea Jung laut Frankfurter Rundschau.

Das Alter des Kindes sei für die Reaktion entscheidend. Je jünger ein Kind sei, desto eher brauche es Erklärung und Orientierung, während Erwachsene bei älteren Kindern deutlicher werden könnten.

Jung empfiehlt außerdem, zunächst die Eltern anzusprechen. Erwachsene wüssten häufig nicht, ob die Eltern das Geschehen bemerkt hätten oder abgelenkt seien. Erst wenn die Eltern nicht eingreifen oder nicht in der Nähe seien, solle man sich direkt an das Kind wenden.

Bei Konflikten zwischen mehreren Kindern rät die Familientherapeutin davon ab, ein einzelnes Kind herauszugreifen. Besser sei es, die gesamte Gruppe anzusprechen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, damit kein Kind bloßgestellt werde.

Die Expertin betont zugleich die Vorbildfunktion von Erwachsenen. Kinder beobachteten genau, wie Erwachsene in schwierigen Situationen handelten. Wer nicht eingreifen konnte, sollte das Erlebte anschließend in Ruhe mit dem eigenen Kind besprechen.

Infobox: Laut Frankfurter Rundschau ist Eingreifen bei Gefahr notwendig. Entscheidend sind eine respektvolle Ansprache, das Alter des Kindes und der Versuch, zunächst die Eltern einzubeziehen.

Schule: Expertin fordert Konsequenzen für unzuverlässige Eltern

Die Schulamtsdirektorin Florence Brokowski-Shekete fordert laut SWR strengere Regeln für Eltern, die sich nur selten am Schulleben ihrer Kinder beteiligen. Sogenannte „U-Boot-Eltern“ tauchten demnach nur selten in der Schule auf und fehlten häufig bei Elternabenden.

Im SWR-Videopodcast „Zur Sache! intensiv“ erklärte Brokowski-Shekete, sie würde das Kindergeld an das Engagement der Eltern in der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit der Schule knüpfen. Eltern, die dieses Engagement nicht zeigten, sollten nach ihrer Vorstellung für dieses Kind kein Kindergeld bekommen.

„Wenn ich die Chance hätte und Bundesbildungsministerin wäre, dann würde ich das Engagement der Eltern, die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft aktiv zu leben, am Kindergeld festmachen“, sagte Florence Brokowski-Shekete laut SWR.

Als Beispiele nannte sie Eltern, die nicht zu Elternabenden kämen oder Einladungen von Lehrkräften nicht annähmen. Die Partnerschaft zwischen Eltern und Schule sei nicht einseitig, sondern beruhe auf gegenseitiger Beteiligung.

Brokowski-Shekete äußerte sich im Gespräch außerdem zu Erwartungen an Einwanderinnen und Einwanderer. Deutschland habe weiterhin eine große Willkommenskultur, zugleich gebe es Regeln, deren Einhaltung sie ausdrücklich einfordere.

Eine wichtige Voraussetzung für ein längeres Leben in Deutschland sei aus ihrer Sicht das Erlernen der Sprache. Dadurch könnten sich Menschen artikulieren und würden anders akzeptiert.

Die 59-Jährige sprach im Podcast auch über eigenen Alltags-Rassismus. Als Beispiel schilderte sie eine Situation in einer Bäckerei, in der ihre Backware mit der Hand genommen worden sei, während die Backware einer weißen Frau mit einer Zange genommen worden sei.

Sie wolle jedoch nicht als Anklägerin auftreten, sondern als Mittlerin zwischen den Kulturen. Entscheidend sei aus ihrer Sicht nicht, keine Fehler zu machen, sondern der Umgang mit Fehlern.

Infobox: Florence Brokowski-Shekete fordert laut SWR eine stärkere Beteiligung der Eltern an der Schule und brachte dafür eine Bindung des Kindergelds an elterliches Engagement ins Gespräch. Außerdem sprach sie über Regeln, Sprachkenntnisse und eigene Erfahrungen mit Rassismus.

Maria Höfl-Riesch erreicht mit Familie das Nordkap

Die Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch hat laut Merkur ein persönliches Reiseziel erreicht. Sie kam mit der MS Europa von Hapag-Lloyd Cruises am Nordkap an, das vielfach als „Ende der Welt“ bezeichnet wird.

Begleitet wurde sie von ihrem Freund Johann Schrempf und ihren Eltern Monika und Siegfried Riesch. Ein gemeinsames Foto vor der Erdglobus-Skulptur auf dem Plateau zeigt die vier mit dem Nordmeer im Hintergrund.

Die Reise hatte Höfl-Riesch zuvor über Instagram angekündigt. Von Hamburg aus ging es mit der MS Europa in den hohen Norden. Das Nordkap stand dem Bericht zufolge auf ihrer persönlichen Bucketlist.

Höfl-Riesch verwies auf die Mitternachtssonne und schrieb: „Von Mitte Mai bis Ende Juli geht hier niemals die Sonne unter!“ Das Nordkap liegt auf der Insel Magerøya in der norwegischen Provinz Troms og Finnmark.

Der zugängliche Punkt wird laut Merkur mit 307 Metern über dem Meeresspiegel angegeben. Die Globus-Skulptur gilt als bekanntes Wahrzeichen Skandinaviens und als beliebtes Fotomotiv.

Höfl-Riesch ist seit Jahren als Director Sports & Fitness mit Hapag-Lloyd Cruises verbunden und bietet dort ihr Fitnessprogramm „Be You“ an. Ihr Freund Johann Schrempf arbeitet als General Manager bei Hapag-Lloyd Cruises.

Infobox: Maria Höfl-Riesch besuchte mit ihrem Freund und ihren Eltern das Nordkap. Der Ort liegt auf Magerøya, der zugängliche Punkt wird mit 307 Metern über dem Meeresspiegel angegeben.

Neues Eltern-Kind-Zentrum in Nordhorn erhält 70 Millionen Euro

In Nordhorn im Landkreis Grafschaft Bentheim soll ein neues Mutter-Kind-Zentrum entstehen. Das Land Niedersachsen vergibt dafür laut NDR.de 70 Millionen Euro.

Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) wollte die Euregio-Klinik besuchen, um den Millionen-Scheck zu überreichen. Das Geld stammt aus dem Transformationsfonds von Bund und Ländern.

Mit der Förderung soll die Klinik ausgebaut werden. Vorgesehen sind unter anderem ein neuer Kreißsaal, ein Labor und eine Intensivstation.

Nach Angaben der Klinik soll noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen.

ProjektAngabe
StandortNordhorn, Landkreis Grafschaft Bentheim
Förderung70 Millionen Euro
Baustartnoch in diesem Jahr
Fertigstellung2030

Infobox: Niedersachsen fördert das neue Mutter-Kind-Zentrum in Nordhorn mit 70 Millionen Euro. Geplant sind unter anderem ein Kreißsaal, ein Labor und eine Intensivstation; die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen.

Josefine Scholl spricht über die Trennung ihrer Eltern

Josefine Scholl berichtet in der Reality-Doku „Born Famous – Fluch oder Segen?“ über die Trennung ihrer Eltern Jessica und Mehmet Scholl. Im Gespräch mit der Zeitschrift „Gala“ schilderte sie laut Joyn, dass das Ehe-Aus für sie und ihre Schwester als Kinder überraschend gekommen sei.

Mehmet Scholl und seine zweite Frau Jessica trennten sich 2016 nach fast zehn Jahren Ehe. Josefine Scholl ist 18 Jahre alt und leidet an einer angeborenen Knochenkrankheit, dem McCune-Albright-Syndrom.

„Für meine Schwester und mich war es unglaublich schlimm, als sich unsere Eltern getrennt haben“, erinnert sich Josefine Scholl laut Joyn.

Sie erklärte, dass ihre Eltern sich nie vor den Kindern gestritten hätten. Gerade deshalb sei die Trennung für sie schwer verständlich gewesen und habe sich „wie aus dem Nichts“ angefühlt.

In der Sendung beschreibt sie, dass sie damals vermutlich in der dritten Klasse gewesen sei. Ihr sei gesagt worden, dass ihre Eltern nicht mehr zusammenfunktionierten und ihr Vater zunächst für einige Wochen gehen würde.

Halt habe ihr in dieser Zeit besonders ihre etwa zwei Jahre ältere Schwester Polli gegeben. Heute lebt Josefine bei ihrer Mutter, übernachtet aber gelegentlich auch im Haus ihres Vaters.

Das Verhältnis ihrer Eltern sei inzwischen wieder herzlich. Josefine Scholl sagte, sie sei dankbar dafür, dass sich ihre Eltern heute gut verstünden.

Auch über ihre Beziehung zu dem Fußballspieler Tom Bischof wird berichtet. Er ist drei Jahre älter als Josefine Scholl und spielt seit 2025 für den FC Bayern.

Josefine Scholl äußerte sich außerdem zum Begriff „Spielerfrau“, den sie als negativ konnotiert bezeichnet. Ihren Freund unterstütze sie gerne, wobei ihr das Verständnis für einen vollen Terminkalender durch die berufliche Situation ihres Vaters vertraut sei.

Infobox: Josefine Scholl beschreibt die Trennung ihrer Eltern im Jahr 2016 als für sie und ihre Schwester schwer verständlich. Heute berichtet sie von einem herzlichen Verhältnis zwischen ihren Eltern und ihrer Beziehung zu Tom Bischof.

Quellen: