Pressespiegel: Familie, Schule und gesellschaftlicher Druck im Fokus
Autor: Eltern-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet traumatische Familienerfahrungen, die Geburt von Palvin und Sprouses Tochter, die Förderschulwahl, elterliche Rücksichtnahme und Gewichtsstigmatisierung.
Familiäre Konflikte, Schulwahl und gesellschaftlicher Druck: Der Pressespiegel von eltern-echo.de
Psychiater berichtet über traumatische Kindheit in toxischer Familie
Die WELT berichtet über den Psychiater Hans-Otto Thomashoff, der in einer toxischen Familie aufwuchs. Sein Vater habe getrunken, sei aus Eifersucht regelmäßig ausgerastet und habe um sich geschlagen, während die Mutter von ihrem überforderten Sohn Trost verlangt habe.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Folgen dieser Kindheit und Thomashoffs Weg, sich von der Vergangenheit zu befreien. Der Artikel beschreibt eine familiäre Situation, in der der Sohn früh mit den unkontrollierbaren Impulsen der Eltern und einer erheblichen emotionalen Belastung konfrontiert war.
„Ihre Impulse waren unkontrollierbar“
Zusammenfassung: Die WELT thematisiert die langfristigen Folgen einer traumatischen Kindheit und die Befreiung aus belastenden familiären Strukturen.
Barbara Palvin und Dylan Sprouse sind Eltern einer Tochter
WEB.DE berichtet, dass Barbara Palvin und Dylan Sprouse Eltern einer Tochter geworden sind. Der Schauspieler und das Model verkündeten die Geburt am Montag auf Instagram.
Nach Angaben des US-Magazins „People“ kam das Mädchen offenbar bereits vor drei Wochen am 7. September zur Welt. Das Paar nahm in seinem gemeinsamen Beitrag Bezug auf den in den USA begangenen Labor Day und schrieb: „Wir haben den Tag der Arbeit dieses Jahr wörtlich genommen.“
Ein erstes Familienfoto zeigt die drei von hinten vor einem Fernseher. Alle tragen Trikots der Los Angeles Dodgers; laut „Just Jared“ lief dabei das Spiel der Baseballmannschaft gegen die San Francisco Giants vom 27. September. Den Namen ihrer Tochter haben die Eltern bislang nicht bekannt gegeben.
Im Juli hatte Sprouse im Podcast „Wildmen“ das Geschlecht des Kindes verraten. Als scherzhafte Bezeichnung verwendete das Paar den Namen „Principessa“, italienisch für Prinzessin. Einen endgültigen Namen hatten die beiden damals nach eigener Aussage noch nicht festgelegt.
Das Paar lernte sich 2018 kennen und heiratete im Juli 2023 in Ungarn. Die Schwangerschaft hatten Palvin und Sprouse im Mai öffentlich gemacht. Im August sprach Sprouse in einem Podcast außerdem darüber, dass die Erziehung eines kleinen Mädchens für ihn „völliges Neuland“ sei.
| Eltern | Barbara Palvin und Dylan Sprouse |
| Alter | Dylan Sprouse: 34; Barbara Palvin: 32 |
| Geburt der Tochter | 7. September |
| Hochzeit | Juli 2023 |
| Kennenlernen | 2018 |
Zusammenfassung: Das Paar begrüßte seine erste Tochter, hält den Namen des Kindes aber weiterhin geheim.
Nordrhein-Westfalen hält an Förderschulen fest
Die Westdeutsche Zeitung berichtet, dass Förderschulen in Nordrhein-Westfalen erhalten bleiben sollen. Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf sollen weiterhin zwischen einer Förderschule und dem gemeinsamen Lernen an einer allgemeinen Schule wählen können.
Schulministerin Dorothee Feller stellte dies in einem Bericht an den Fachausschuss des Landtags klar. Die Möglichkeit der Wahl sei im Schulgesetz des Landes verankert. Inklusive Bildung stand anschließend auf der Tagesordnung des Schulausschusses.
Nach Zahlen des Ministeriums werden aktuell von insgesamt mehr als 172.000 Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf rund 96.000 an Förderschulen unterrichtet. Die übrigen gut 76.000 besuchen allgemeine Schulen.
Feller argumentiert, die Forderung nach einer Abschaffung der Förderschulen ignoriere den Wunsch vieler Eltern, ihre Kinder an einer Förderschule unterrichten zu lassen. Jedes Kind sei einzigartig und habe ein Recht auf bestmögliche Förderung. Sowohl individualisiertes als auch gemeinsames Lernen in der Lerngruppe solle ermöglicht werden.
| Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf | mehr als 172.000 |
| Unterricht an Förderschulen | rund 96.000 |
| Unterricht an allgemeinen Schulen | gut 76.000 |
Infobox: Die Landesregierung will Förderschulen beibehalten und Eltern die Wahl zwischen Förderschule und gemeinsamem Lernen ermöglichen.
Supermarkt-Kassiererin kritisiert Verhalten mancher Eltern
Die Frankfurter Rundschau berichtet über den Ärger einer 23-jährigen Kassiererin aus Hamburg. In einem Onlineforum schilderte sie, dass sie der Lärm an der Supermarktkasse besonders belaste.
Sie arbeitet in einem Supermarkt mit vier regulären Kassen, vier SB-Kassen und einem Bäcker im Kassenbereich. Besonders störend findet sie Kinder, die mit den Rollen am Ende der Kasse spielen, auf denen die Waren hinunterrollen. Manche Kinder würden dabei zur Hälfte auf den Rollen hängen und durch schnelle Bewegungen zusätzlichen Lärm erzeugen.
Nach ihrer Schilderung dauere dieses Verhalten je nach Länge des Einkaufs und Bezahlvorgang zwei bis zehn Minuten. Einige Eltern würden eingreifen, andere lachten ihre Kinder jedoch an und fänden das Verhalten „super putzig“.
Auch Alice Diestel, die seit über zwanzig Jahren als Kassiererin arbeitet und ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben hat, berichtet von Belastungen im Berufsalltag. Zu den Problemen zählt sie unter anderem Rückgaben von ausgelatschten Schuhen, über zehn Jahre altem Suppengewürz und Toilettenpapier. Außerdem würden Kunden sie zunehmend ignorieren, weil sie lieber mit ihren Handys sprechen.
Der Soziologe Peter Höpflin ordnet die Debatte gesellschaftlich ein. Kinder hätten ein Grundbedürfnis nach Spiel, Bewegung und Toben, könnten dieses aber heutzutage oft nicht ausleben. Zugleich beobachtet er, dass Kinder zunehmend aus öffentlichen Räumen verschwinden und ihre Zeit häufiger in funktional zugewiesenen Räumen wie Spielplätzen und Kitas verbringen.
„Kinder haben ein Grundbedürfnis nach Spiel, wollen sich bewegen und toben.“
Die Diskussion unter dem Reddit-Beitrag richtet sich deshalb nicht ausschließlich gegen die Kinder. Mehrere Beteiligte kritisieren vor allem Eltern, die nicht eingreifen, wenn sich ihre Kinder danebenbenehmen. Die Community ermutigte die Kassiererin, Eltern in solchen Situationen höflich, aber bestimmt anzusprechen.
- Die Kassiererin kritisiert lautes Spielen an den Rollen am Kassenende.
- Das beschriebene Verhalten kann zwei bis zehn Minuten dauern.
- Der Soziologe verweist auf das Bedürfnis von Kindern nach Bewegung und Spiel.
- Die Debatte betrifft sowohl Rücksichtnahme als auch den Platz von Kindern im öffentlichen Raum.
Zusammenfassung: Die Frankfurter Rundschau beschreibt einen Konflikt zwischen Rücksichtnahme im Supermarkt, elterlicher Erziehung und dem Bedürfnis von Kindern nach Bewegung.
Forschung zur Stigmatisierung übergewichtiger Eltern
Die FAZ berichtet über die Forschung von Judith Pape-Greif zu Eltern mit hohem Körpergewicht. Für ihre Dissertation im Fachbereich Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences interviewte die Wissenschaftlerin sechs Mütter und vier Väter.
Eine der Befragten ist Jolyn Muijsers aus Flensburg. Die 44-Jährige wog in ihren schwersten Zeiten 140 Kilogramm und berichtet von belastenden Erfahrungen im Alltag mit ihren zwei Kindern. Dazu gehörten eine Situation in einer Achterbahn, in der der Bügel nicht zuging, sowie ausgefallene Strandtage, weil sie sich nicht im Badeanzug zeigen wollte.
Muijsers beschreibt den Druck, eine besonders gute Mutter sein zu müssen, weil ihr das Muttersein angeblich nicht zugetraut werde. Wenn ein Kind im Bus quengelte, habe sie befürchtet, andere Menschen könnten von ihrem Gewicht auf eine fehlende Kontrolle über ihre Kinder schließen.
Pape-Greif spricht von „Gewichtsstigmatisierung“. Nach ihren Interviews stellte sie viele gemeinsame Erfahrungen von Ausgrenzung fest. Eltern mit hohem Körpergewicht stünden unter besonderer Beobachtung; ihre Erziehungs- und Fürsorgekompetenzen würden aufgrund ihres Körpergewichts häufig infrage gestellt.
Muijsers berichtet außerdem von Sorgen vor Elternabenden und der Frage, ob sich ihre Kinder für sie schämen könnten. Bei einem Kinderarzt habe sie sich in besonderer Weise für das Gewicht ihrer Kinder verantwortlich gefühlt. Obwohl ihre Kinder dünn waren, sei ihr vorgeworfen worden, sie esse alle Süßigkeiten selbst und lasse den Kindern nur das Papier übrig.
Die Forscherin beschreibt neben offenen Diskriminierungserfahrungen auch einen erhöhten Rechtfertigungsdruck hinsichtlich der Elternschaft. Das Körpergewicht werde als Attraktivitätsmangel wahrgenommen; eine Familie zu haben, könne für übergewichtige Menschen dadurch zum Nachweis der eigenen Normalität werden.
Muijsers wog phasenweise 85 Kilogramm und hat nach Angaben der FAZ gerade 30 Kilo abgenommen. Sie kaufte sich ein Rennrad und ist entschlossen, ihr Gewicht zumindest zu halten. Ihre Söhne sind heute 15 und 17 Jahre alt.
| Alter von Jolyn Muijsers | 44 Jahre |
| Höchstgewicht | 140 Kilogramm |
| Phasenweises Gewicht | 85 Kilogramm |
| Gewichtsabnahme | 30 Kilo |
| Alter der Söhne | 15 und 17 Jahre |
| Interviews der Studie | sechs Mütter und vier Väter |
„Dünnsein ist keine Leistung, Dicksein kein Versagen“
Infobox: Die FAZ zeigt, wie Körpergewicht die Wahrnehmung von Elternschaft beeinflussen kann und welche Erfahrungen Betroffene mit Ausgrenzung und Rechtfertigungsdruck machen.
Elternkurs zu Trennung und Scheidung in Minden
nw.de berichtet über ein Angebot der Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen im Kreis Minden-Lübbecke. Der Elternkursus „Trennung und Scheidung – Eine Herausforderung in der Erziehung“ soll Mütter und Väter in einer belastenden familiären Situation unterstützen.
Im Kreis Minden-Lübbecke sind jährlich mehrere Hundert Kinder und Jugendliche von der Trennung ihrer Eltern betroffen. Für viele Eltern stellt die neue Situation eine große Belastung dar, weil sie unsicher sind, wie sie mit ihren Kindern umgehen und auf Verhaltensauffälligkeiten reagieren sollen.
Kinder reagieren laut dem Bericht häufig mit Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten auf eine Trennung. Die Eltern sind gleichzeitig mit eigenen Problemen beschäftigt und fragen sich, ob sie alles richtig machen, wie eine befriedigende Lebenssituation geschaffen werden kann und wann professionelle Hilfe notwendig ist.
Der Kursus vermittelt Hintergrundinformationen, ermöglicht den Austausch von Erfahrungen und bietet fachlichen Rat. Die Teilnehmer sollen die Situation ihrer Kinder analysieren, die Bedeutung der Trennung für die Familie verstehen und Leitlinien für praktische Fragen erarbeiten. Dazu zählen Besuchskontakte sowie Ferien- und Feiertagsregelungen.
Die Kursreihe findet seit 2003 statt und wird nach Angaben von nw.de gut besucht und positiv bewertet. Als besonders hilfreich gelten der Austausch mit anderen Eltern, die geleitete Diskussion und der fachliche Rat der Kursleiterinnen und Kursleiter.
Der Kursus beginnt am Dienstag, 3. November, und findet an den folgenden vier Dienstagen, 10., 17. und 24. November sowie am 1. Dezember, jeweils von 17 bis 19 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Beratungsstelle für Schul- und Familienfragen, Portastraße 9, in Minden.
| Beginn | Dienstag, 3. November |
| Weitere Termine | 10., 17. und 24. November sowie 1. Dezember |
| Uhrzeit | 17 bis 19 Uhr |
| Ort | Portastraße 9, Minden |
| Teilnahme | kostenlos |
| Anmeldung | bis zum 26. Oktober |
Zusammenfassung: Eltern im Kreis Minden-Lübbecke können an einem kostenlosen Kursus teilnehmen, der sie bei Erziehungsfragen nach Trennung und Scheidung unterstützt.
Quellen:
- „Ihre Impulse waren unkontrollierbar“ – Wie ein Sohn sich von seinen toxischen Eltern befreite
- Barbara Palvin und Dylan Sprouse sind Eltern einer Tochter geworden
- Förderschulen bleiben erhalten: Eltern sollen wählen können
- „Hasse diese Eltern“: Verhalten an Supermarkt-Kasse treibt Kassierer zur Weißglut
- Über die Stigmatisierung übergewichtiger Eltern
- Trennung und Scheidung auch für Bad Oeynhausener Eltern eine Herausforderung