Schulstart, Zebresel und Pflege: Aktuelle Themen für Familien
Autor: Eltern-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Im Tiererlebnispark Müritz wurde ein Zebresel geboren, während Experten in NRW einen behutsamen Schulstart und Tiny Houses als Pflegehilfe empfehlen.
Zebresel im Tiererlebnispark Müritz geboren
Im Tiererlebnispark in Waren an der Müritz ist ein ungewöhnlicher Nachwuchs zur Welt gekommen. Ein kleines Zebresel, eine Mischung aus Zebra und Esel, sorgt dort für ein besonderes Ereignis.
Wie WEB.DE berichtet, handelt es sich bei dem Tier um eine Kreuzung aus den beiden Tierarten. Der Tiererlebnispark Müritz wird damit zum Schauplatz eines außergewöhnlichen tierischen Nachwuchses.
Infobox: Im Tiererlebnispark Müritz wurde ein Zebresel, eine Mischung aus Zebra und Esel, geboren.
NRW: Experten empfehlen sanften Wiedereinstieg in den Schulalltag
In Nordrhein-Westfalen enden die Sommerferien in der kommenden Woche. Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres empfehlen Fachleute des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe Eltern, den Übergang in den strukturierten Schulalltag behutsam zu gestalten.
Professor Tobias Falke von der LWL-Klinik Marl-Dortmund für Kinder- und Jugendpsychiatrie rät davon ab, „von null auf hundert umzuschalten“. Schlafenszeiten und Tagesstruktur könnten in den letzten Ferientagen schrittweise angepasst werden. Auch die Vorbereitungen auf die Schule sollten gemeinsam und in Ruhe erfolgen.
Die erste Schulwoche sollte nach Einschätzung der Fachleute nicht zusätzlich mit Terminen und Lernprogrammen überfrachtet werden. Der Wiedereinstieg koste junge Menschen bereits viel Energie.
„Der Schlaf spielt eine große Rolle“, betonte Heidi Igl, Chefärztin der Dortmunder Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe.
Nach den Ferien müsse sich der Körper vieler Kinder und Jugendlicher erst wieder an frühere Aufstehzeiten gewöhnen. Regelmäßiger und ausreichender Schlaf unterstütze Konzentration, Stimmung und den Umgang mit Belastungen.
Auch Sorgen und Schulangst sollten Eltern ernst nehmen und mit ihren Kindern besprechen. Heidi Igl empfiehlt, genau hinzuschauen und frühzeitig Unterstützung zu suchen, wenn Ängste überhandnehmen, körperliche Beschwerden auftreten oder ein Kind den Schulbesuch vermeiden möchte.
Die LWL-Klinik am Standort Dortmund bietet am 30. September eine Informationsveranstaltung zum Thema „Schulabsentismus“ an. Dort sollen Eltern Hinweise erhalten, wie sie mit häufigem Schuleschwänzen oder einer entstehenden Schulangst umgehen können.
Das LWL-Klinikum Marl-Dortmund verfügt über zwei Standorte in NRW. Die Stammklinik in Marl wurde im Jahr 1966 gegründet und zählt nach eigenen Angaben mit über 100 stationären Plätzen zu den größten Einrichtungen für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland. Auch der Standort im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck bietet stationäre und tagesklinische Behandlungen für junge Patienten an.
Infobox: RP Online fasst die Empfehlungen der LWL-Fachleute zusammen: Schlafenszeiten und Tagesstruktur schrittweise anpassen, Vorbereitungen ruhig angehen und Sorgen frühzeitig ernst nehmen. Die Infoveranstaltung zum Thema „Schulabsentismus“ findet am 30. September statt.
Tiny Houses im Garten ermöglichen Familien die Pflege älterer Eltern
Linda Barton und ihr Mann aus Texas haben ihre drei noch lebenden Elternteile in Tiny Houses auf ihrem Grundstück untergebracht. Dadurch wollten sie die Pflege im Alter und ihre Vollzeitjobs miteinander vereinbaren.
Der Bericht von Business Insider Deutschland basiert auf einem Gespräch mit Linda Barton, 55, die im Justizwesen arbeitet. Ihr Mann ist Bauleiter in der gewerblichen Klima- und Lüftungstechnik und betreut mehrere Baustellen ohne festen Zeitplan.
Die Mutter von Linda Barton war 85, als gesundheitliche Probleme zunahmen. Sie hatte bereits einen Herzstent, bekam einen Herzschrittmacher und erlitt einen Lungenkollaps. Gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann stellte sie fest, dass beide sich nicht mehr selbst versorgen konnten.
Das Ehepaar wollte im eigenen Zuhause bleiben. Dieses lag jedoch rund 27 Kilometer vom Arbeitsplatz der Tochter entfernt, der eine Stunde entfernt liegt. Das regelmäßige Hin- und Herfahren, um nach den Eltern zu sehen, wurde für Linda Barton zunehmend belastend.
Die Familie begann deshalb, über Tiny Houses zu sprechen. Einige Modelle kosteten laut dem Bericht bis zu 130.000 US-Dollar (etwa 111.000 Euro). Für die Eltern war eine solche Hypothek nicht finanzierbar, da sie über ihre Sozialversicherungsrente und kleine Betriebsrenten verfügten.
Schließlich fand die Familie einen Anbieter für mobile Gebäude, die innen bereits zu Tiny Houses umgebaut waren. Die monatliche Rate lag in einem Rahmen, den die Eltern bezahlen konnten. Das Grundstück der Familie umfasst gut drei Hektar Land und bot ausreichend Platz.
Viele Arbeiten übernahm der Ehemann selbst. Dazu gehörten das Verlegen der Wasserleitungen, die Installation der Elektrik und der Bau der Auffahrt. Die Genehmigung und die Installation einer neuen Stromleitung kosteten rund 2000 Dollar (etwa 1700 Euro).
Für den Einbau einer Kläranlage erhielt die Familie einen Rabatt, weil ein Freund beruflich in diesem Bereich tätig ist. Nach Einschätzung der Familie hätte die Einrichtung mehr als 20.000 Dollar (etwa 17.000 Euro) gekostet, wenn sie nicht so vieles selbst erledigt hätte. Durch die Eigenleistungen halbierte sich der Preis.
Das erste Tiny House kostete 37.000 Dollar (etwa 32.000 Euro). Die Eltern zahlten eine Anzahlung von 5000 Dollar (etwa 4300 Euro) und anschließend etwas über 600 Dollar (etwa 500 Euro) im Monat. Zusätzlich wurde an dem Haus eine Rampe angebracht.
Ein Jahr später kaufte das Ehepaar ein weiteres Tiny House für den Schwiegervater. Er hatte gesundheitliche Probleme entwickelt, und die Familie fand ihn mehrmals auf dem Boden. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er rund 64 Kilometer entfernt.
Das zweite Haus kam vom selben Anbieter und kostete 43.000 Dollar (etwa 37.000 Euro). Die Anzahlung übernahm das Ehepaar.
Inzwischen ist die Versorgung der drei älteren Menschen sehr aufwendig. Die Mutter hat Demenz und befindet sich in Hospizversorgung. Der Stiefvater kann zwar den Fernseher einschalten und Wünsche äußern, kocht jedoch nicht und erledigt keine Besorgungen. Der Schwiegervater möchte das Leben genießen, kümmert sich aber nicht um Aufgaben wie Wäschewaschen oder die Instandhaltung seines Fahrzeugs.
Anfangs gab es für den Stiefvater eine Pflegekraft über die Veteranenbehörde. Weil er nicht in Kriegszeiten gedient hat und nur zu zehn Prozent als schwerbehindert eingestuft ist, sind seine Leistungen begrenzt. Die maximale Pflegeunterstützung liegt bei 20 Stunden pro Woche. Die Mutter erhält über die Veteranenbehörde keinerlei Leistungen.
Später kam eine weitere Pflegekraft für den Abend hinzu. Als sich der Zustand der Mutter verschlechterte, wurde zusätzlich eine Person engagiert, die morgens kommt und ihr beim Start in den Tag hilft.
Medicare, die staatliche Krankenversicherung für ältere Menschen in den USA, übernimmt laut dem Bericht keine Pflegekräfte. Medicaid kann zwar Pflegekräfte finanzieren, die ins Haus kommen, doch die Eltern erhalten diese Unterstützung zumindest noch nicht. Für die Finanzierung einer Pflegekraft gibt es eine Warteliste von zwei bis drei Jahren.
Für den Schwiegervater bezahlt die Familie inzwischen ebenfalls eine Pflegekraft. Diese kommt zwei- oder dreimal pro Woche, um sein Haus zu reinigen und einfache Aufgaben zu erledigen.
Die Pflege belastet auch den Arbeitsalltag. Linda Barton erhält nach eigenen Angaben bis zu 15 Anrufe an einem Tag. Sie kann die Gespräche wegen ihrer beruflichen Tätigkeit meistens annehmen, beschreibt die Kommunikation mit dem medizinischen System jedoch als ständiges Katz-und-Maus-Spiel.
Das Ehepaar verfügt über ein ordentliches Einkommen und lebt in einer ländlichen Gegend. Linda Barton hat eine Betriebsrente, die sie in zwei Jahren beziehen kann, während ihr Mann über einen 401(k), einen betrieblichen Altersvorsorgeplan in den USA, verfügt.
Trotzdem steht die Familie nach eigener Darstellung vor einem finanziellen Scheideweg: Geld für die Altersvorsorge zurücklegen oder Pflegekräfte für die Eltern bezahlen. Werden die Pflegekräfte nicht bezahlt, müsste das Ehepaar seine Arbeit einschränken, sobald die Eltern Unterstützung benötigen.
Infobox: Business Insider Deutschland berichtet über zwei Tiny Houses, die für 37.000 Dollar (etwa 32.000 Euro) und 43.000 Dollar (etwa 37.000 Euro) gekauft wurden. Die Pflegeorganisation bleibt für die Familie trotz der räumlichen Nähe eine große finanzielle und organisatorische Belastung.
Thüringer Eltern suchen nach einem guten Ort für ein behindertes Kind
Die Thüringer Allgemeine berichtet über Eltern, die nach Antworten auf die Frage suchen, welcher Ort für ein behindertes Kind geeignet ist. Im vorliegenden Beitrag werden keine weiteren nutzbaren Einzelheiten zu den betroffenen Familien oder den konkreten Unterstützungsangeboten genannt.
Der Artikel ordnet das Thema im Bereich Panorama ein und stellt die Suche der Eltern nach einem passenden Lebens- und Betreuungsort in Thüringen in den Mittelpunkt.
Infobox: Im Fokus steht die Suche Thüringer Eltern nach einem geeigneten Ort für ein behindertes Kind.
Radfahren mit Kindern: Altersabhängige Regeln für Gehweg, Radweg und Straße
Auf dem Weg zur Schule, zum Sport oder zu Freunden fahren viele Kinder täglich mit dem Fahrrad. Die Mitteldeutsche Zeitung weist darauf hin, dass je nach Alter unterschiedliche Regeln für Gehweg, Radweg und Straße gelten.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club klärt über die Gesetzeslage auf. Besonders wichtig ist die Frage, wann Kinder den Gehweg nutzen dürfen und unter welchen Voraussetzungen Eltern sie dort begleiten dürfen.
| Alter | Erlaubte Wege |
|---|---|
| Unter 8 Jahren | Gehweg und baulich von der Fahrbahn getrennte Radwege |
| 8 bis 10 Jahre | Gehweg, vorhandene Radwege oder Fahrbahn |
| Ab 10 Jahren | Radwege und Fahrbahnen, der Gehweg ist tabu |
Kinder unter acht Jahren dürfen sowohl den Gehweg als auch baulich von der Fahrbahn getrennte Radwege nutzen. Auf dem Gehweg müssen sie besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen und dürfen diese weder behindern noch gefährden.
Im Zweifel müssen sich Radfahrer dem Tempo des Fußgängerverkehrs anpassen. Radfahr- oder Schutzstreifen, die lediglich auf die Fahrbahn gezeichnet sind, dürfen von Kindern unter acht Jahren nicht genutzt werden.
Zwischen acht und zehn Jahren besteht ein Wahlrecht. Kinder dürfen weiterhin auf dem Gehweg fahren, können aber auch vorhandene Radwege oder die Fahrbahn nutzen.
Ab dem Alter von zehn Jahren darf der Gehweg nicht mehr zum Radfahren genutzt werden. Dann sind Radwege und Fahrbahnen vorgesehen.
Eine besondere Regel betrifft die Begleitung: Nur ein Erziehungsberechtigter oder eine andere Aufsichtsperson ab 16 Jahren darf ein Kind unter acht Jahren auf dem Gehweg begleiten. Eine Familie mit zwei Erwachsenen oder einem weiteren älteren Kind muss dem ADFC zufolge deshalb getrennt fahren.
Ist das Kind acht Jahre oder älter, darf es von keiner Aufsichtsperson mehr auf dem Gehweg begleitet werden. Die Altersgrenzen sind daher für Familien besonders relevant, wenn Kinder gemeinsam mit ihren Eltern unterwegs sind.
Infobox: Die Mitteldeutsche Zeitung nennt drei Altersstufen: Unter acht Jahren sind Gehweg und baulich getrennte Radwege erlaubt, zwischen acht und zehn Jahren besteht Wahlfreiheit, ab zehn Jahren ist der Gehweg tabu. Kinder unter acht Jahren dürfen dort nur von einer Aufsichtsperson ab 16 Jahren begleitet werden.
Eltern protestieren gegen geplante Klassenaufteilung in Hannover
An der Johanna-Friesen-Schule in Hannover sollen Klassen im ersten Jahrgang aufgeteilt werden. Dagegen haben Eltern im Schulausschuss protestiert.
Nach Angaben der HAZ ist die Schule keine Ganztagsschule. Deshalb wandern Eltern ab, wodurch der erste Jahrgang zu klein geworden ist. Die geplante Klassenaufteilung wird von den Eltern abgelehnt.
Im Schulausschuss wurde über den Protest der Eltern sowie mögliche Alternativen gesprochen. Der vorliegende Bericht nennt jedoch keine konkreten weiteren Lösungen oder Entscheidungen.
Infobox: An der Johanna-Friesen-Schule sollen wegen eines zu kleinen ersten Jahrgangs Klassen aufgeteilt werden. Eltern protestierten dagegen im Schulausschuss; als Hintergrund nennt die HAZ, dass die Schule keine Ganztagsschule ist.
Quellen:
- Zebresel geboren: Esel und Zebra werden im Tiererlebnispark Müritz Eltern
- Ferienende in NRW: So gelingt ein entspannter Schulstart für Eltern und Kinder
- Eltern leben im Garten? So machen die Tiny Houses Pflege erst möglich
- Was ist ein guter Ort für ein behindertes Kind? Wie Eltern in Thüringen nach Antworten suchen
- Radfahren mit Kindern: Diese Regel kennen viele Eltern nicht – und sie kann teuer werden
- Hannover: Johanna-Friesen-Schule soll Klassen auflösen – Eltern protestieren