Eltern im Fokus: Grenzen, Selbstvertrauen, Matheförderung und Elterngeld
Autor: Eltern-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Die Beiträge thematisieren gemeinschaftliche Erziehung, kindliches Selbstvertrauen, mögliche Folgen narzisstischer Eltern sowie spielerische Mathematikförderung vor der Einschulung.
Erziehung zwischen Grenzen, Selbstvertrauen und Gemeinschaft
Die taz stellt die Frage, ob Eltern heute zu viel Verantwortung allein tragen. Der Autor beschreibt, wie er Spielplätze und Turnhallen nutzt, um zu beobachten, wie Erwachsene reagieren, wenn Kinder Spielzeug wegnehmen, schubsen oder eine Schaukel besetzen, obwohl andere warten.
Aus seiner Sicht greifen manche Eltern in solchen Situationen nicht ein. Dabei gehe es um grundlegende Erfahrungen des Zusammenlebens: Kinder müssten lernen, dass sie nicht allein auf der Welt sind, dass die eigene Freiheit dort endet, wo die Freiheit anderer beginnt, und dass Rücksicht und Geduld keine Strafen seien.
Der Autor vergleicht diese Beobachtungen mit seiner Kindheit in Syrien. Er sei mit acht älteren Geschwistern aufgewachsen, während vier Onkel mit ihren Familien in der Nachbarschaft gelebt hätten. Auch Cousinen und Cousins, Nachbarn, Freunde der Eltern sowie Lehrerinnen, die seine Eltern kannten, hätten sich verantwortlich fühlen können.
Wenn er sich außerhalb der Wohnung nicht richtig verhalten habe, habe deshalb nicht erst seine Mutter oder sein Vater eingreifen müssen. Ein Nachbar habe sagen können: „Das macht man nicht“, ein Onkel habe ihn zurechtweisen können, und auch ältere Menschen aus der Nachbarschaft hätten Verantwortung übernommen.
Die taz betont zugleich, dass daraus kein allgemeiner Vergleich zwischen „der syrischen“ und „der deutschen“ Erziehung abgeleitet werden könne. Jede Familie sei anders. Als Unterschied beschreibt der Beitrag jedoch, dass viele Kinder in Deutschland in deutlich kleineren Familien aufwachsen und die Verantwortung für die Erziehung fast ausschließlich bei den Eltern liege.
Auch Großeltern hielten sich häufig bewusst zurück oder würden gebeten, sich nicht einzumischen. Dadurch werde Erziehung zu einer Aufgabe von zwei Menschen oder sogar nur eines Elternteils. Der Beitrag stellt deshalb die Frage, ob Eltern damit überfordert werden und ob Kindern neben Freiheit wieder mehr Gemeinschaft geboten werden sollte.
„Vielleicht lautet die eigentliche Frage: Wer erzieht unsere Kinder überhaupt noch?“
Infobox – taz.de: Der Beitrag plädiert für eine Balance aus Freiheit und Grenzen. Als zentrale Erkenntnis wird formuliert, dass Erziehung möglicherweise nicht allein bei den Eltern liegen sollte, sondern wieder stärker von einer Gemeinschaft getragen werden könnte.
Selbstvertrauen von Kindern: SPIEGEL-Beitrag nur eingeschränkt zugänglich
Der Spiegel kündigt unter dem Titel „Sechs Tipps, wie Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes stärken können“ einen Beitrag von Alba von Vietinghoff an. Der Artikel beschäftigt sich laut Titel mit der Frage, wie Eltern das Selbstvertrauen ihrer Kinder stärken können.
Der vorliegende Quellenauszug enthält jedoch keine der sechs Tipps und keine weiteren inhaltlichen Ausführungen. Stattdessen weist die Seite darauf hin, dass der Artikel nicht mehr aufgerufen werden könne, weil der zugesandte Link entweder älter als 30 Tage sei oder bereits 10 Mal geöffnet wurde.
Infobox – Spiegel: Überliefert sind der Titel, die Autorin Alba von Vietinghoff und das Thema Selbstvertrauen. Konkrete Empfehlungen oder weitere Fakten sind im vorliegenden Inhalt nicht enthalten.
Narzisstische Eltern und die Identität ihrer Kinder
Der stern.de widmet sich dem Thema narzisstischer Eltern und fragt, welche Folgen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung für Kinder haben kann. Der Beitrag trägt den Titel „Narzissten stehlen ihren Kindern die Identität“ und wurde von Dagmar Seeland verfasst.
Der Artikel ist mit dem Datum 07. August 2026 und der Uhrzeit 20:02 Uhr gekennzeichnet. Als Themen nennt die Quelle unter anderem Narzissmus, Kinder, Persönlichkeitsstörung und Psychiater.
Der Beitrag ordnet das Thema im Umfeld psychologischer Fragen ein. Im Umfeld des Artikels verweist der stern außerdem auf weitere Beiträge zu der Frage, was narzisstische Eltern mit Kindern machen, wie sich Egozentrik von Narzissmus unterscheidet und warum Borderline und Narzissmus häufig verwechselt werden.
Da der vorliegende Quellenauszug die inhaltliche Darstellung des Artikels nicht vollständig enthält, lassen sich daraus keine weiteren konkreten Aussagen oder Empfehlungen übernehmen. Die Überschrift setzt jedoch den Schwerpunkt auf die mögliche Beeinträchtigung der kindlichen Identitätsentwicklung durch narzisstisches Verhalten der Eltern.
Infobox – stern.de: Im Mittelpunkt steht die mögliche Wirkung narzisstischer Eltern auf die Identität ihrer Kinder. Der Beitrag erschien am 07. August 2026 um 20:02 Uhr; weitergehende Details sind im vorliegenden Auszug nicht enthalten.
Fünf mathematische Fähigkeiten vor der ersten Klasse
Die Frankfurter Rundschau berichtet darüber, welche mathematischen Fähigkeiten Kita-Kinder vor dem Schulbeginn entwickeln sollten. Der Beitrag von Sophia Sichtermann trägt das Datum 07.08.2026 und war mit dem Stand 20:15 Uhr versehen.
Nach Angaben der Quelle fördern viele Eltern Sprache, Lesen und Schreiben besonders intensiv. Weniger bekannt sei, dass kleine Kinder bereits ein Interesse an Mathematik hätten und mathematische Zusammenhänge im Alltag entdecken könnten.
Barbara Schindelhauer, Gründerin des Instituts für vorschulisches Lernen, erklärt laut dem Beitrag, Kinder kämen mit einem Mengenverständnis auf die Welt. Eins, zwei oder drei Gegenstände würden als Mengen wahrgenommen, auch wenn ihnen noch der entsprechende Name fehle.
Schindelhauer schult laut Quelle seit mehr als 20 Jahren Erzieherinnen und Erzieher in Kitas. Gemeinsam mit dem Pädagogen Gerhard Friedrich habe sie das Buch „Komm mit ins Zahlenland“ veröffentlicht. Als Beispiel wird genannt, dass Kleinkinder wissen, dass drei Kekse mehr sind als einer.
Mathematik werde in der frühen Bildung jedoch häufig auf das Auswendiglernen von Zahlenreihen und Arbeitsblätter reduziert. Die Expertin versteht darunter deutlich mehr: Mengen, Formen, Abstände, Größen, die Lage im Raum und Muster.
Als Grund für die geringe Förderung nennt sie auch die Erfahrungen von Erwachsenen. Viele Erzieher und Eltern hätten selbst schlechte Erfahrungen mit Mathematik in der Schule gemacht. Diese Erfahrungen könnten sich auf Kinder übertragen, obwohl sie ein natürliches Interesse an mathematischen Zusammenhängen hätten.
Die Expertin empfiehlt, Mathematik im Familienalltag spielerisch aufzugreifen. Kinder könnten beim Essen ausrechnen, wie viele Teller gebraucht werden, Mengen abwiegen, Zutaten zählen und Gemüse nach Größe sortieren. Mathematik sei dabei keine Bürde, sondern etwas, woran Kinder Lust hätten und was sie durch die Erwachsenen im Alltag ohnehin ständig beobachteten.
Der Beitrag verweist auf eine Langzeitstudie der Psychologin Kristin Krajewski aus dem Jahr 2003. Darin werden fünf Fähigkeiten genannt, die Kindergartenkinder in die Schule mitbringen sollten und die laut Quelle eine „hohe Vorhersagekraft dafür, ob Kinder später Rechenschwäche entwickeln“ hätten:
- Mengenvergleich: Eine Zahl steht für eine bestimmte Menge, unabhängig davon, woraus sie besteht oder wie sie angeordnet ist.
- Zahlenbilder bis zehn erkennen.
- Vorwärts und rückwärts bis zehn zählen sowie Vorgänger und Nachfolger einer Zahl kennen.
- Einfaches Addieren und Subtrahieren mit wenigen Materialien verstehen, also nachvollziehen, dass sich Zahlen zusammensetzen und zerlegen lassen.
- Seriation: Ein Element in eine vorgegebene Reihe einordnen und dadurch Muster erkennen.
Auch Brettspiele könnten laut Schindelhauer zur Matheförderung beitragen. Das Würfelbild zeige, wie viele Züge gemacht werden dürften, und trainiere das Erfassen von Mengen, ohne dass jedes Element einzeln abgezählt werden müsse. Außerdem seien Rhythmen in Reimen und Liedern hilfreich, weil Muster ein zentrales Thema der Mathematik seien.
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Mengen | Mengen vergleichen und Zahlenbilder bis zehn erkennen |
| Zählen | Vorwärts und rückwärts bis zehn zählen sowie Vorgänger und Nachfolger kennen |
| Rechenverständnis | Einfaches Addieren und Subtrahieren mit wenigen Materialien |
| Muster | Seriation und das Erkennen von Reihenfolgen |
| Alltag | Teller zählen, Mengen abwiegen, Zutaten zählen und Gemüse sortieren |
Infobox – Frankfurter Rundschau: Mathematische Bildung beginnt nach Darstellung der Quelle lange vor der Einschulung. Besonders wichtig seien Mengenverständnis, Zahlenbilder bis zehn, Zählen, einfache Rechenoperationen und das Erkennen von Mustern.
Elterngeld: Forderung nach vollständigem Gehaltsausgleich
DIE ZEIT berichtet über die Debatte um das Elterngeld und die Beteiligung von Vätern an der frühen Betreuung ihrer Kinder. Familienministerin Karin Prien möchte laut dem Beitrag die Zahlung von Elterngeld für Paare verkürzen und die maximale Bezugsdauer an drei statt bisher zwei Partnermonate binden.
Die niederländische Soziologin Renske Keizer hält eine andere Veränderung für wirtschaftlich sinnvoller. Sie spricht sich für einen deutlich höheren, idealerweise vollständigen Gehaltsausgleich aus, weil ein niedriger Lohnersatz insbesondere Geringverdiener davon abhalten könne, Elternzeit zu nehmen.
Keizer war bis 2018 in den Niederlanden Inhaberin der ersten Professur mit Schwerpunkt Vaterschaft. Sie beschreibt die Anwesenheit des Vaters nach der Geburt als bedeutsam, um die Partnerin zu unterstützen und eine Bindung zum Kind aufzubauen.
Nach ihrer Einschätzung sind Unterschiede zwischen Müttern und Vätern gesellschaftlich konstruiert und durch Politik, kulturelle Erwartungen sowie Vorurteile geprägt. Gleichzeitig könne die Anwesenheit des Vaters in den ersten Wochen und Monaten dazu beitragen, eine echte Beziehung zum Kind zu formen.
Die ZEIT beschreibt im Artikel die Entwicklung in den Niederlanden: Aus zwei symbolischen Vaterschaftstagen seien nach politischem Druck, einem TV-Moment und Verweisen auf skandinavische Erfahrungen zunächst eine voll bezahlte Woche und später fünf zusätzliche Wochen geworden. Für diese fünf zusätzlichen Wochen habe es allerdings nur 70 Prozent Lohnersatz gegeben.
Keizer sieht darin ein Problem, weil gerade Geringverdiener dadurch aus der Regelung herausfallen könnten. Nicht allein eine kürzere Bezugsdauer oder weitere Partnermonate seien aus ihrer Sicht der entscheidende Hebel, sondern ein ausreichender finanzieller Ausgleich.
Als weitere Hindernisse nennt der Beitrag Haushaltökonomie, Firmenkultur und den sogenannten „Daddy Track“. Auch Teilzeitstrukturen, teure Betreuung und eine Kultur, die Gleichstellung zwar positiv darstelle, im Alltag aber weiterhin häufig die Ernährerrolle fortschreibe, erschwerten eine gleichmäßige Aufteilung.
„Eltern sollten 100 Prozent ihres Gehalts bekommen“
Infobox – DIE ZEIT: Im Zentrum steht die Forderung nach einem vollständigen Gehaltsausgleich beim Elterngeld. Der Beitrag stellt außerdem heraus, dass finanzielle Bedingungen, Arbeitskultur und Betreuungsstrukturen entscheidend dafür sind, ob Väter Elternzeit tatsächlich nutzen.
Pflegeheimkosten: BGH-Urteil und verschenktes Geld
BILD berichtet über ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs zur finanziellen Belastung von Kindern, wenn ihre Eltern in ein Pflegeheim kommen. Können Eltern die hohen Kosten nicht mehr selbst zahlen, springt laut Quelle häufig das Sozialamt ein.
Haben Eltern zuvor größere Geldbeträge an ihre Kinder verschenkt, kann der Staat versuchen, dieses Geld zurückzufordern. Das neue BGH-Urteil soll nach Darstellung der Quelle das Geld der Kinder schützen und wichtige Auswirkungen auf diese Situation haben.
Die rechtlichen Folgen erklärt im Beitrag Hermann-Josef Tenhagen, Herausgeber von Finanztip, in einem Gespräch mit Thomas Kausch. Der Quellenauszug enthält jedoch keine weiteren Einzelheiten zum Urteil, zu den Voraussetzungen oder zu den konkreten Auswirkungen.
Infobox – BILD: Das BGH-Urteil betrifft die Rückforderung größerer Geldgeschenke, wenn Eltern später Pflegeheimkosten nicht selbst tragen können. Die Quelle kündigt eine Einordnung durch Hermann-Josef Tenhagen an, nennt im vorliegenden Auszug aber keine weiteren konkreten Rechtsdaten.
Quellen:
- Erziehung zwischen Freiheit und Grenzen: Vielleicht erwarten wir von Eltern zu viel
- (S+) Sechs Tipps, wie Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes stärken können
- „Narzissten stehlen ihren Kindern die Identität“
- Eltern unterschätzen es: Fünf Dinge müssen Kita-Kinder vor der ersten Klasse beherrschen
- »Eltern sollten 100 Prozent ihres Gehalts bekommen«
- Wenn Eltern ins Pflegeheim müssen: Neues BGH-Urteil schützt Geld der Kinder