Eltern beim Vornamen: Respektlos oder Ausdruck neuer Familienkultur?
Autor: Eltern-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Eine Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der jungen Schweizer weiterhin traditionelle Anredeformen für Eltern bevorzugt, während das Nennen beim Vornamen als respektlos gilt. In weiteren Themen geht es um den Schutz von Kindern vor Smartphones und aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich.
Kinder nennen Eltern beim Vornamen: Respektlos oder normal?
Eine Umfrage von 20 Minuten zeigt, dass die Mehrheit der jungen Menschen in der Schweiz weiterhin die traditionellen Anredeformen wie Mami und Papi bevorzugt. Experten wie Daniel Perrin, Professor für Angewandte Linguistik, erklären, dass sich die Anredeformen über die Jahrhunderte verändert haben und weniger Distanz zwischen Eltern und Kindern besteht. Die Verwendung des Vornamens bleibt jedoch eher selten, was durch eine sprachwissenschaftliche Untersuchung der Universität Freiburg bestätigt wird.
„Nennt man seine Eltern beim Vornamen, akzeptiert man irgendwie nicht, dass es die eigenen Eltern sind“, meint Noa (23).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anredeformen innerhalb von Familien vielfältiger geworden sind, jedoch viele junge Menschen das Nennen der Eltern beim Vornamen als respektlos empfinden.
Eltern schenken der Tochter Festnetztelefon – und erleben schöne Überraschung
Eine Familie aus Northbrook, Illinois, hat ihren Kindern zu Weihnachten Festnetztelefone geschenkt, um sie vor übermäßiger Smartphone-Nutzung zu schützen. Das Video ihrer Tochter Maddie, die das Festnetztelefon ausprobiert, wurde auf TikTok über drei Millionen Mal angesehen. Die Eltern haben sich bewusst für diese Lösung entschieden, um ihren Kindern eine bildschirmfreie Kommunikation zu ermöglichen.
Die McAlarneys sind Teil der „Wait Until 8th“-Bewegung, die darauf abzielt, Kindern erst ab der achten Klasse Smartphones zu geben. Meg Kate McAlarney erklärt, dass es wichtig sei, den Kindern echte Gespräche zu ermöglichen, bevor sie den Ablenkungen durch Bildschirme ausgesetzt werden.
Insgesamt zeigt die Resonanz auf das TikTok-Video, dass viele Eltern ähnliche nostalgische Gefühle teilen und die Idee, Kinder vor den Risiken von Smartphones zu schützen, unterstützen.
Unfall mit radelndem Kind: Urteil entlastet Eltern bei Fahrradunfällen mit Kindern
Ein Urteil des Landgerichts Karlsruhe hat entschieden, dass Eltern nicht automatisch für Unfälle verantwortlich sind, die ihre Kinder beim Radfahren verursachen. Im konkreten Fall hatte ein fünfjähriger Junge beim Radfahren einen Unfall verursacht, und das Gericht stellte fest, dass die Eltern nicht in der Lage sein müssen, ihre Kinder ständig im Blick zu haben. Es wurde als ausreichend erachtet, das Kind in kürzeren Abständen zu beaufsichtigen.
Das Gericht entschied, dass es sich um ein sogenanntes Augenblicksversagen handelte, das auch bei engerer Aufsicht nicht hätte verhindert werden können. Dies stellt einen wichtigen Präzedenzfall für ähnliche Fälle dar.
Großglockner-Drama: Frau erfror allein am Gipfel – Eltern nehmen angeklagten Freund in Schutz
Im Fall einer Frau, die am Großen Glockner erfror, äußern sich die Eltern der Verstorbenen und nehmen den angeklagten Freund in Schutz. Der Prozess gegen den Mann beginnt am 19. Februar, und ihm werden mehrere Vorwürfe gemacht, darunter grob fahrlässige Tötung. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als verantwortlich für das Todesdrama, da er seine Partnerin in einer kritischen Situation allein ließ.
Die Eltern der verstorbenen Frau betonen, dass ihre Tochter die Bergtouren geliebt habe und stets selbst entscheiden konnte, ob sie an solchen Unternehmungen teilnehmen möchte. Dies wirft Fragen zur Verantwortung und Entscheidungsfreiheit in gefährlichen Situationen auf.
Bildungsministerin betont Wahlrecht der Eltern von Förderschülern
In Mecklenburg-Vorpommern bleibt das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern von Förderschülern bestehen. Bildungsministerin Simone Oldenburg hat zugesichert, dass es auch in Zukunft separate Förderklassen für lernschwache Schüler geben wird. Dies geschieht im Rahmen einer Neuausrichtung der Inklusionsstrategie, die auf die Bedürfnisse der Eltern und Schüler eingeht.
Aktuell lernen über 3.300 Kinder an Förderschulen, und die Ministerin plant, diese bis 2035 als eigenständige Einrichtungen zu erhalten. Die Entscheidung, ob Kinder in Regelklassen oder Förderschulen unterrichtet werden, bleibt den Eltern überlassen.
„Durchwachsenes Bild“: Eltern kritisieren Distanzunterricht in Bremen
Der Zentralelternbeirat Bremen hat ein durchwachsenes Bild des Distanzunterrichts in den Schulen des Landes gezeichnet. In einigen Fällen findet gar kein Unterricht statt, während in anderen die Umsetzung gut funktioniert. Die Bildungsbehörde hat erklärt, dass es nach der Corona-Pandemie keinen Distanzunterricht mehr gegeben habe und die Durchführung neu eingeübt werden müsse.
Die Eltern erwarten flächendeckend hochwertigen Ersatzunterricht, wenn der Präsenzunterricht ausfällt. Dies zeigt die Herausforderungen, mit denen Schulen und Eltern in der aktuellen Situation konfrontiert sind.
Quellen:
- «Nenne meine Eltern nie beim Vornamen – hat mit Respekt zu tun»
- Eltern schenken der Tochter Festnetztelefon – und erleben schöne Überraschung
- Unfall mit radelndem Kind: Urteil entlastet Eltern bei Fahrradunfällen mit Kindern
- Großglockner-Drama: Frau erfror allein am Gipfel – Eltern nehmen angeklagten Freund in Schutz
- Bildungsministerin betont Wahlrecht der Eltern von Förderschülern
- "Durchwachsenes Bild": Eltern kritisieren Distanzunterricht in Bremen