Eltern in Bergisch Gladbach protestieren gegen Streichung von Schulbussen für Kinder
Autor: Eltern-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: In Bergisch Gladbach wehren sich Eltern gegen die Streichung von Schulbussen, da sie um die Sicherheit ihrer Kinder und finanzielle Belastungen fürchten. Die Stadt begründet die Entscheidung mit der Verfügbarkeit öffentlicher Buslinien, was jedoch auf heftige Kritik stößt.
Eltern in Bergisch Gladbach wehren sich gegen Streichung von Schulbussen
Die Stadt Bergisch Gladbach hat angekündigt, die Schulbusse zu den Grundschulen Herkenrath und Moitzfeld ab dem kommenden Schuljahr einzustellen. Diese Entscheidung soll der Stadt jährlich knapp 100.000 Euro einsparen. Die betroffenen Eltern sind empört über die kurzfristige Mitteilung und befürchten um die Sicherheit ihrer Kinder, die nun auf reguläre Linienbusse angewiesen sind.
„Kurz vor den Sommerferien wird uns die Bürokratie vor die Füße geworfen. Wer ein Ticket will, darf jetzt Anträge ausfüllen, Stempel in Schulsekretariaten nachjagen und Eigenanteile berechnen“, äußerte ein betroffener Vater.
Die Eltern kritisieren, dass die Stadt die Kosten für den Schulbusverkehr auf sie abwälzt, während der Schulbus für freifahrtberechtigte Kinder zuvor kostenfrei war. Die CDU-Fraktion hat bereits einen Dringlichkeitsantrag gestellt, um den Erhalt der Schulbusse zu fordern, da sie die Sicherheit der Grundschüler gefährdet sieht.
Die Stadt begründet die Entscheidung mit der Verfügbarkeit von zwei öffentlichen Buslinien, die nun als wirtschaftlichste Beförderungsart gelten. Eltern, deren Schulweg mehr als zwei Kilometer beträgt, können ein Deutschlandticket Schule beantragen, das 43 Euro pro Monat kostet. Freifahrtberechtigte Schüler zahlen lediglich 14 Euro monatlich.
„Die Kinder sollen künftig überfüllte Linienbusse nutzen, Familien müssen zusätzliche Kosten tragen und es besteht die Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler verspätet zum Unterricht kommen“, so die Begründung der Petition der Eltern.
Insgesamt sind etwa 60 Kinder von der Streichung des Schulbusverkehrs betroffen. Die Eltern befürchten, dass die Entscheidung zu einem Anstieg von Elterntaxis führen wird, was das Verkehrschaos vor den Schulen weiter verschärfen könnte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entscheidung der Stadt Bergisch Gladbach, die Schulbusse einzustellen, auf heftige Kritik von Eltern stößt, die um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt sind und die finanziellen Belastungen fürchten.
ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen: Ein wachsendes Phänomen
Eine aktuelle Studie zeigt, dass immer mehr Erwachsene die Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erhalten, oft erst nachdem bei ihren Kindern ADHS diagnostiziert wurde. Ein Beispiel ist Stefan, ein 45-jähriger Personalberater, der erst durch die Diagnose seines Sohnes erkannte, dass auch er selbst betroffen ist.
„Jetzt bin ich 45 Jahre alt und habe in diesem Alter endlich eine Erklärung für mein Verhalten und die Schwierigkeiten, die ich immer hatte“, berichtet Stefan.
ADHS gilt als anlagebedingte Erkrankung, die vererbt wird. Der Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik Floridsdorf, Ralf Gössler, bestätigt, dass viele Eltern während des Diagnoseprozesses ihrer Kinder auf die Idee kommen, auch ihre eigenen Symptome abklären zu lassen. Dies zeigt, dass ADHS nicht nur ein Kinderproblem ist, sondern auch viele Erwachsene betrifft.
Die Wahrnehmung, dass es immer mehr Menschen mit ADHS gibt, wird von Experten nicht geteilt. Vielmehr sei es so, dass die Erkrankung schon immer existiert habe, jedoch nicht erkannt wurde. Die Symptome bei Erwachsenen können sich im Laufe der Zeit verändern, wobei die innere Unruhe bleibt.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Diagnose ADHS bei Erwachsenen zunehmend an Bedeutung gewinnt und oft erst durch die Diagnosen ihrer Kinder ins Bewusstsein rückt.
Familientherapeut gibt Tipps für Eltern
Familientherapeut Michael Rößner erklärt, dass Eltern oft an sich selbst zweifeln, ob sie gute Eltern sind. Er betont, dass das eigene Gefühl der beste Kompass ist und dass Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern, bereits viel richtig machen. Fehler sind normal und sollten nicht als Schwäche angesehen werden.
„Wer wirklich schaut, wie es dem Kind geht, was es braucht, was es bewegt – der macht bereits sehr viel richtig“, so Rößner.
Er warnt jedoch, dass Eltern auf bestimmte Signale ihrer Kinder achten sollten, insbesondere wenn sich das Verhalten ändert. Anzeichen wie Schulverweigerung oder Rückzug können auf unerfüllte Bedürfnisse hinweisen. Eltern sollten sich fragen, was sich in der letzten Zeit verändert hat, um besser auf die Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen zu können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das eigene Gefühl der Eltern und die Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Kinder entscheidend sind, um eine gesunde Beziehung zu fördern.
Quellen:
- „Ehrlich gesagt …“, gibt es bei Kindern klare Signale, bei denen ich Eltern rate, genauer hinzuschauen
- ADHS-Diagnose: Erst bei Kindern, dann bei Eltern
- Stadt streicht Schulbusse: Eltern wehren sich
- Kostenlos neben den Eltern sitzen: Das ändert sich für Familien im Flugzeug
- Edeka-Chef schreibt wegen Klauwelle Wutbrief an Eltern
- Psychologie: „Ich erlebe es oft, dass Menschen sich dafür verurteilen, wie sie sind.“