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Schulangst bei Kindern: Ursachen, Symptome und Hilfsangebote
Schulangst ist ein weit verbreitetes Phänomen, das sich bei Kindern durch plötzliche Bauchschmerzen, Angst vor Prüfungen oder generelle Schulverweigerung äußern kann. Zu den häufigsten Ursachen zählen laut der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Josepha Katzmann psychische Störungen wie soziale Ängste, Prüfungs- und Leistungsangst. Leistungsdruck durch Eltern, Lehrer oder Mitschüler, Konkurrenzdenken, ein starker Fokus auf Noten, soziale Isolation, Überforderung sowie Lese-Rechtschreib-Störungen werden ebenfalls als Auslöser genannt. Marcus Gehl, Psychologe im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, ergänzt unerfüllbare Erwartungen, Mobbing, ein Klima der Angst sowie Lernstörungen wie Rechenschwäche als weitere Gründe.
Eltern können Schulangst daran erkennen, dass Kinder regelmäßig und mit erkennbarem Leidensdruck nicht zur Schule gehen wollen oder ängstlich wirken. Körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen, die ohne organische Ursache auftreten und in den Ferien oder am Wochenende nicht vorhanden sind, gelten als Warnsignale. Weitere Symptome sind Stimmungsschwankungen, depressive oder manische Verhaltensweisen, sozialer Rückzug, Flucht in virtuelle Welten, Essensprobleme oder generelles Desinteresse an der Schule.
Im Umgang mit betroffenen Kindern raten Experten zu einer freundlichen, zugewandten Haltung. Eltern sollten vermitteln, dass Angst in Ordnung ist, aber der Schulbesuch notwendig bleibt. Der Aufbau von Vertrauen, offene Gespräche und die Einbindung anderer Bezugspersonen wie Großeltern oder Freunde können hilfreich sein. Erfolgserlebnisse außerhalb der Schule und eine positive Alltagsstruktur unterstützen die Überwindung der Angst. Der Austausch mit Lehrkräften und ein positives Arbeitsklima sind ebenfalls wichtig.
Professionelle Hilfe sollte spätestens bei regelmäßigen Fehlzeiten oder wenn Eltern nicht mehr weiterwissen, in Anspruch genommen werden. Ansprechpartner sind schulpsychologische Dienste, Schulsozialarbeiter oder ambulante psychotherapeutische Praxen. Aufgrund des Mangels an Therapieplätzen kann es jedoch zu Wartezeiten kommen, was das Problem verschärfen kann.
Häufige Ursachen | Symptome | Empfohlene Maßnahmen |
---|---|---|
Leistungsdruck, Mobbing, soziale Ängste, Lernstörungen | Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Rückzug | Vertrauensvolle Gespräche, Einbindung von Lehrkräften, ggf. professionelle Hilfe |
Infobox: Schulangst ist oft ein Zusammenspiel aus psychischen Belastungen und äußeren Faktoren. Frühzeitige Erkennung und Unterstützung sind entscheidend, um eine Chronifizierung zu verhindern. (Quelle: RP Online)
Namensgebung: Baby nach Hamas-Terrorist Sinwar benannt
Das Universitätsklinikum Leipzig hat auf Instagram ein Baby namens Yahya Sinwar vorgestellt. Yahya Sinwar gilt als Drahtzieher des Hamas-Terrors vom 7. Oktober. WELT-TV-Redakteur Gerrit Seebald äußert dazu: „Sie glauben am Ende, es ist gar kein Problem mehr in unserer Gesellschaft, seinem Kind so einen Namen zu geben.“ Die Berichterstattung wirft die Frage auf, wie Eltern mit der Namensgebung gesellschaftliche und politische Signale setzen und welche Reaktionen dies hervorruft.
„Sie glauben am Ende, es ist gar kein Problem mehr in unserer Gesellschaft, seinem Kind so einen Namen zu geben.“ (Gerrit Seebald, WELT TV)
Infobox: Die Namensgebung eines Kindes kann gesellschaftliche Debatten auslösen, insbesondere wenn sie mit politisch oder historisch belasteten Persönlichkeiten verbunden ist. (Quelle: WELT)
Familiendynamik und psychische Erkrankung: „Im Haus meiner Eltern“ im ZDF
Der Debütfilm „Im Haus meiner Eltern“ von Tim Ellrich, ausgestrahlt im ZDF, thematisiert die Belastung einer Familie durch die psychische Erkrankung eines Sohnes. Die Familie besteht aus Mutter, Vater und vier erwachsenen Kindern. Besonders Holle, eine Psychotherapeutin, versucht, die Situation zu verändern, während die anderen Familienmitglieder sich mit dem Status quo arrangiert haben. Der Film zeigt in eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern den Stillstand der Beziehungen und die Überforderung der Eltern mit ihrem psychotisch erkrankten Sohn Sven, bei dem Schizophrenie diagnostiziert wird.
Holle bringt die Psychiatrie ins Spiel, als die Situation eskaliert. Die Frage, ob sie altruistisch oder egoistisch handelt, bleibt offen. Der Film basiert auf eigenen Familienerfahrungen des Regisseurs und wurde im elterlichen Haus gedreht. Er hebt sich durch seine Darstellung von Schizophrenie und Familiendynamik von üblichen Fernsehproduktionen ab und wurde von der ZDF-Nachwuchsredaktion „Das kleine Fernsehspiel“ mitproduziert.
Infobox: „Im Haus meiner Eltern“ beleuchtet die Herausforderungen und die oft festgefahrenen Strukturen in Familien mit psychisch erkrankten Mitgliedern und zeigt, wie schwer es ist, Hilfe anzunehmen oder Veränderungen herbeizuführen. (Quelle: FAZ)
Eltern behinderter Kinder: Unterstützung und Verschnaufpausen sind essenziell
Die Unterstützung durch Einrichtungen wie die Lebenshilfe ist für Eltern von behinderten Kindern im Kreis Esslingen unverzichtbar. Anna Mendel, Mutter eines siebenjährigen Sohnes mit Downsyndrom und eines neunjährigen Sohnes mit Autismus, berichtet, dass ruhige Momente in ihrer Familie selten sind. Ihr Sohn Lukas besucht die erste Klasse der Rohräckerschule und nimmt an Nachmittagsgruppen der Lebenshilfe teil. Simon geht auf die Dietrich-Bonhoeffer-Schule mit Ganztagesbetreuung. Zusätzlich wird die Familie von einer Tagesmutter unterstützt, die auch an Wochenenden und im Urlaub hilft.
Ohne diese Unterstützung könnte Anna Mendel nicht etwa 25 Stunden pro Woche arbeiten. Ihr Mann arbeitet täglich zwölf Stunden, hat aber freitags frei, um Behördengänge zu erledigen. Die Lebenshilfe bietet neben Einzelassistenzen auch Sportgruppen, Ferienprogramme und Freizeiten für behinderte Menschen an. Der familienentlastende Dienst wird vom Land und Kreis gefördert. Ab Pflegegrad vier erhalten Eltern behinderter Kinder gut 1600 Euro für die sogenannte Verhinderungspflege, die für Pflegeleistungen genutzt werden kann.
- Einzelbetreuung wird etwa 100 Familien vermittelt
- Regelmäßige Gruppenangebote wie Schwimmkurse, Kinobesuche, Technik-Workshops
- Ferienprogramme für Kinder aus Kindergärten und Schulen
- Ab Pflegegrad vier: gut 1600 Euro für Verhinderungspflege
Die Lebenshilfe kämpft mit einem Mangel an Ehrenamtlichen und Fachkräften, was zu Wartezeiten für Eltern führt. Einzelbetreuung kann schon helfen, wenn sie nur einmal im Monat stattfindet. Die Arbeit mit behinderten Kindern kann auch für Ehrenamtliche bereichernd sein.
Infobox: Eltern behinderter Kinder sind auf Unterstützung angewiesen, um Beruf und Familie zu vereinbaren und Verschnaufpausen zu erhalten. Die Lebenshilfe bietet vielfältige Angebote, doch der Mangel an Ehrenamtlichen bleibt eine Herausforderung. (Quelle: stuttgarter-nachrichten.de)
Wochenbettdepression: Hilfe für betroffene Eltern
Liane Meyer aus Cotta berichtet offen über ihre Erfahrungen mit Wochenbettdepression nach der Geburt ihres ersten Sohnes, der ein Schreikind war. Sie fühlte sich überfordert, obwohl sie als Sozialarbeiterin arbeitete und ihr Partner unterstützte. Ihre Rettung war Annegret Schwarz, die für das Landratsamt die Gesundheitsorientierte Familienbegleitung koordiniert. Dieses kostenlose Angebot richtet sich an Familien mit Kindern bis zu drei Jahren und bietet Unterstützung und Tipps, wie Eltern sich Zeit für sich nehmen können.
Durch die Hilfe konnte Liane Meyer ihre Situation bewältigen. Heute hat sie zwei Söhne und spricht offen über ihre Erfahrungen, um anderen Müttern Mut zu machen, Hilfe anzunehmen. Die Gesundheitsorientierte Familienbegleitung ist ein Angebot, das sich zunehmend herumspricht, aber immer noch mit Vorbehalten behaftet ist.
Infobox: Wochenbettdepression ist ein Tabuthema, das viele Mütter betrifft. Kostenlose Unterstützungsangebote wie die Gesundheitsorientierte Familienbegleitung können entscheidend zur Bewältigung beitragen. (Quelle: Sächsische Zeitung)
Quellen:
- Verbreitetes Phänomen: Schulangst bei Kindern – wie Eltern helfen können
- Baby mit Namen von Hamas-Terrorist Sinwar – „Was denken sich Eltern, die ihr Kind so nennen?“
- Tim Ellrichs Debütfilm „Im Haus meiner Eltern“ im ZDF
- Ein Kind mit Autismus, eines mit Down-Syndrom : Den Eltern behinderter Kinder hilft jede Verschnaufpause
- Hilfe für Eltern: Wie Liane Meyer die Wochenbettdepression besiegte
- Kinderdepot bei Trade Republic, Scalable und Co.: So machen Eltern ihren Nachwuchs reich