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Elternschaft und Arbeitsleistung: Neue Erkenntnisse widerlegen Klischees
Eltern stehen im Berufsleben häufig unter dem Verdacht, unzuverlässig zu sein. Ein Forschungsteam hat jedoch herausgefunden, dass junge Eltern im Job effektiver und innovativer agieren – vorausgesetzt, sie bringen ihre organisatorischen Fähigkeiten aus dem Familienalltag mit in den Beruf. Die Studie zeigt, dass Eltern, die zu Hause strategisch planen, diese Kompetenz auch am Arbeitsplatz nutzen und dadurch ihre Leistung steigern. Selbst wenn eine Familie nicht besonders gut organisiert ist, lässt sich diese Fähigkeit laut den Forschenden gezielt verbessern. (Quelle: t3n)
„Eltern, die zu Hause strategisch organisieren, um Raum für schöne Erlebnisse zu schaffen, nehmen diese Fähigkeit auch mit in den Job.“ (t3n)
- Eltern gelten als effektiver und innovativer im Job.
- Organisatorische Fähigkeiten aus dem Familienleben sind übertragbar.
Infobox: Die Studie widerlegt das Klischee der unzuverlässigen Eltern und betont die positiven Effekte von Elternschaft auf die Arbeitsleistung.
Digitale Erziehung: Das Smartphone-Dilemma der Eltern
Immer mehr Kinder in Deutschland besitzen früh ein eigenes Smartphone. Laut einer Bitkom-Studie erhalten Kinder ihr erstes Smartphone im Durchschnitt mit neun Jahren. Bereits ab vier Jahren nutzen sie Smart-TVs, ab sieben Jahren Computer und ab acht Jahren Tablets. Die Erreichbarkeit der Kinder ist für 99 Prozent der Eltern ein zentrales Argument für die frühe Vergabe eines eigenen Geräts. Gleichzeitig fühlen sich viele Eltern überfordert und sehen große Gefahren für ihre Kinder.
Alter | Erstnutzung Gerät |
---|---|
4 Jahre | Smart-TV |
7 Jahre | Computer |
8 Jahre | Tablet |
9 Jahre | Smartphone, Konsole |
11 Jahre | Smartwatch |
Die Kontrolle der Eltern über die Mediennutzung nimmt mit dem Alter der Kinder ab: Während bei Sechs- bis Neunjährigen noch 94 Prozent der Eltern klare Regeln setzen, sind es bei 13- bis 15-Jährigen nur noch 40 Prozent. Bei 16- bis 18-Jährigen dürfen 90 Prozent uneingeschränkt das Smartphone nutzen. Neun von zehn Eltern aktivieren bei Kindern bis zwölf Jahren Jugendschutzfunktionen oder legen Zeitlimits fest. 68 Prozent der Eltern folgen ihren Kindern in sozialen Netzwerken, 45 Prozent kennen die Passwörter.
- 77 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen haben keinen Zugang zu sozialen Netzwerken.
- Ab 13 Jahren dürfen fast alle Jugendlichen soziale Netzwerke nutzen, nur drei Prozent bleibt es verboten.
- Mehr als die Hälfte der Kinder wurde laut Studie bereits Opfer von Cybermobbing.
- 54 Prozent haben verstörende Inhalte gesehen, jedes dritte Kind wurde von fremden Erwachsenen kontaktiert.
- 78 Prozent der Eltern sehen Vorteile wie den Austausch mit Freunden und kreative Inhalte.
„Gerade in jungen Jahren brauchen sie Schutzräume in der digitalen Welt, klare Regeln und eine aufmerksame Begleitung durch Eltern und Schulen.“ (Bernhard Rohleder, Bitkom)
Fast ein Viertel der Eltern fühlt sich bei der digitalen Erziehung unsicher oder überfordert. 79 Prozent fordern eine stärkere Verankerung von Medien- und Digitalkompetenz in den Schullehrplänen. (Quelle: Business Insider Deutschland)
Infobox: Die digitale Erziehung bleibt ein Balanceakt zwischen Schutz, Kontrolle und Förderung der Selbstständigkeit. Die Mehrheit der Eltern sieht sowohl Risiken als auch Chancen in der Mediennutzung ihrer Kinder.
Schultüten als Statussymbol: 700 Euro für den ersten Schultag
Die Einschulung entwickelt sich zunehmend zu einem Event mit teuren Schultüten als Prestigeobjekt. Auf Social Media berichten Eltern, dass sie ab Geburt monatlich zehn Euro für die Schultüte zurücklegen – das ergibt über 700 Euro. Viele Nutzer zeigen sich schockiert über diese Summen und fragen sich, was in die Schultüte gepackt wird. Die Psychologin Kordula Gruhn erklärt, dass es einen Trend zu immer größeren und teureren Geschenken gibt, was nicht für alle Familien möglich ist. Besonders Alleinerziehende mit Mindesteinkommen können solche Beträge nicht aufbringen.
„Ich habe das Gefühl, dass die Schultüte gerade zum Prestigeobjekt wird. Aber nicht für die Kinder, sondern für die Eltern. Die sagen: ‚Das wird man doch wohl einmal im Leben machen können.‘“ (Creatorin @nahjohanna, TikTok)
Gruhn warnt vor einem Werteverfall, da die Beträge für Geschenke immer weiter steigen. Sie betont, dass Kinder den Wert von Geschenken nicht einschätzen können und sich meist über besondere Kleinigkeiten freuen. Auch Pädagogin Constanze Trabant bestätigt, dass Kinder sich über Dinge freuen, die ihre Interessen widerspiegeln. Die Expertinnen raten Eltern, sich auf das Wesentliche zu besinnen und nicht in den Wettbewerb um das teuerste Geschenk einzusteigen. (Quelle: Frankfurter Rundschau)
- 700 Euro für eine Schultüte werden auf Social Media diskutiert.
- Trend zu immer teureren Geschenken bei Einschulung und Geburtstagen.
- Experten warnen vor Werteverfall und verdecktem Wettbewerb unter Eltern.
Infobox: Die Diskussion um teure Schultüten zeigt, wie stark gesellschaftlicher Druck und Vergleiche das Verhalten von Eltern beeinflussen können.
Belastung in Berliner Kitas: Verdi warnt vor Qualitätsverlust
Eine nicht repräsentative Umfrage der Gewerkschaft Verdi unter rund 1400 Kita-Beschäftigten in Berlin zeigt, dass sich 89 Prozent „in hohem Maße belastet“ fühlen. Fast alle Befragten haben das Gefühl, ihre eigenen Ansprüche an den Beruf nicht erfüllen zu können. Von mehr als 700 befragten Eltern berichteten zwei Drittel von Problemen mit eingeschränkten Betreuungszeiten, drei Viertel von zurückgefahrenen pädagogischen Angeboten und wiederum zwei Drittel empfinden die individuelle Begleitung der Kinder als nicht ausreichend.
„Die Kitas kollabieren“, so Tina Böhmer, Gewerkschaftssekretärin bei Verdi.
Verdi fordert eine Verbesserung des Personalschlüssels für alle Altersgruppen. Die jüngste Senkung der Zahl der Unter-Dreijährigen pro Erzieherin von fünf auf vier wird als nicht ausreichend angesehen. Die Gewerkschaft warnt zudem vor einer „Deprofessionalisierung“ durch den Einsatz von nicht voll ausgebildeten Fachkräften, was die Bildungsqualität weiter bedrohe. (Quelle: Tagesspiegel)
- 89 Prozent der Kita-Beschäftigten fühlen sich stark belastet.
- Zwei Drittel der Eltern berichten von eingeschränkten Betreuungszeiten.
- Drei Viertel sehen weniger pädagogische Angebote.
- Verdi fordert besseren Personalschlüssel und warnt vor Qualitätsverlust.
Infobox: Die Berliner Kitas stehen unter großem Druck, was sich negativ auf die Betreuungs- und Bildungsqualität auswirkt.
Ungewisse Zukunft für Kita Villa Lindenbaum in Herzebrock-Clarholz
Die Kita Villa Lindenbaum in Herzebrock-Clarholz wird dauerhaft nicht weitergeführt. Das Kreisjugendamt sichert jedoch eine Betreuung bis August 2027 zu. Bis August 2026 übernimmt Global Education die Trägerschaft der Einrichtung. Eltern gingen mit vielen Fragen zur Zukunft der Kita in ein Gespräch mit dem Kreis Gütersloh, verließen dieses jedoch mit noch mehr offenen Fragen. (Quelle: Die Glocke)
- Betreuung in der Kita Villa Lindenbaum bis August 2027 gesichert.
- Trägerschaft bis August 2026 bei Global Education.
- Eltern beklagen fehlende Perspektiven und offene Fragen zur Zukunft der Einrichtung.
Infobox: Die Zukunft der Kita Villa Lindenbaum bleibt ungewiss, Eltern fordern klare Perspektiven für Kinder und Personal.
Prozess um erstochene Eltern: Schockierende Details im Gericht
Im Mordprozess um eine Frau, die ihre Eltern erstochen haben soll, wurde im Gericht der Todesschrei der Mutter abgespielt. Vera O. steht wegen zweifachen Totschlags vor Gericht. Der Auslöser für die Tat war laut Anklage ein Fiat-Camper, von dem die Angeklagte glaubte, er sei verschwunden. Im Prozess wurde ein erschütternder Notruf präsentiert. (Quelle: BILD)
- Vera O. steht wegen zweifachen Totschlags vor Gericht.
- Auslöser der Tat war ein Streit um einen Fiat-Camper.
- Im Prozess wurde der Todesschrei der Mutter als Beweismittel abgespielt.
Infobox: Der Prozess um die erstochenen Eltern offenbart tragische und schockierende Details, die das Gericht und die Öffentlichkeit bewegen.
Quellen:
- Eltern sind unzuverlässig? So steigert Elternschaft die Arbeitsleistung
- Kinder und Handys: Das digitale Erziehungsdilemma der Eltern
- Eltern bezahlen 700 Euro für Schultüte – „wird man wohl einmal machen können“
- Prozess um erstochene Eltern: Todesschrei im Gericht abgespielt
- Erzieherinnen und Eltern befragt Verdi warnt vor immer schlechterer Qualität im Berliner Kita-Betrieb
- Eltern erwarten Perspektiven für Kinder und Personal