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Freiwilligendienste: Kritik an zu geringem Taschengeld und Forderung nach mehr Anreizen
Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat die aktuellen Taschengeldsätze für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) als zu niedrig kritisiert. Laut Hasselfeldt liegt das Taschengeld derzeit zwischen 150 und 300 Euro im Monat. Sie betont, dass diese Beträge Freiwilligendienste oft nur für Kinder von finanziell gut aufgestellten Eltern attraktiv machen. Hasselfeldt fordert, die Höhe des Taschengeldes solle sich am Bafög-Satz orientieren, der aktuell maximal 992 Euro beträgt, inklusive Zuschüsse für Kranken- und Pflegeversicherung.
Um die Attraktivität der Freiwilligendienste zu steigern, schlägt Hasselfeldt vor, zusätzliche Anreize wie das Deutschlandticket einzuführen und bundesweit einheitliche Vorgaben für die Anerkennung des Dienstes bei der Vergabe von Studienplätzen zu schaffen. Sie betont, dass Freiwilligendienste nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen wichtig seien. Viele Absolventen entscheiden sich nach dem Dienst für eine Ausbildung im sozialen Bereich oder engagieren sich später ehrenamtlich. Im Zusammenhang mit der geplanten Reform des freiwilligen Wehrdienstes fordert Hasselfeldt, dass Verteidigungsminister Pistorius in seinen Anschreiben an 18-Jährige auch auf die Freiwilligendienste hinweist.
Taschengeld Freiwilligendienst | Bafög-Höchstsatz |
---|---|
150–300 Euro/Monat | 992 Euro/Monat (inkl. Zuschüsse) |
- Forderung nach Orientierung des Taschengelds am Bafög-Satz
- Vorschlag: Deutschlandticket als zusätzlicher Anreiz
- Bundesweit einheitliche Anerkennung für Studienplätze
Infobox: Die DRK-Präsidentin sieht in den aktuellen Taschengeldsätzen ein Hindernis für mehr gesellschaftliches Engagement und fordert eine deutliche Erhöhung sowie zusätzliche Anreize, um Freiwilligendienste für alle Jugendlichen zugänglich zu machen. (Quelle: Berliner Morgenpost)
Umfrage: Eltern sprechen selten mit ihren Kindern über Social Media
Eine aktuelle Bitkom-Umfrage unter 1.004 Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren zeigt, dass Kinder in Deutschland im Durchschnitt mit sieben Jahren erstmals ein Smartphone nutzen und mit neun Jahren ein eigenes Gerät erhalten. Mit elf Jahren bekommen sie meist eine Smartwatch. Während viele Eltern für Grundschulkinder Regeln zur Smartphone-Nutzung aufstellen (94 Prozent), sprechen nur 38 Prozent regelmäßig mit ihren Kindern über deren Online-Erlebnisse auf Social Media.
Die Umfrage ergab zudem, dass fast alle Eltern (99 Prozent) es wichtig finden, dass ihr Kind immer erreichbar ist. 80 Prozent der Eltern befürchten, dass ihr Kind im Netz gemobbt werden könnte, und 53 Prozent berichten, dass dies bereits geschehen sei. Ein Drittel der Eltern gab an, dass ihr Kind im Internet schon von fremden Erwachsenen angesprochen wurde. Experten fordern daher strengere Altersverifikationen und verbindliche Altersgrenzen für soziale Medien. 78 Prozent der Eltern sehen als größten Vorteil von Social Media, dass Kinder mit Freunden in Kontakt bleiben können. 29 Prozent bewerten den Austausch über mentale Gesundheit oder sexuelle Orientierung als positiv.
Erstnutzung Smartphone | Eigenes Smartphone | Smartwatch | Regelmäßige Gespräche über Social Media |
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7 Jahre | 9 Jahre | 11 Jahre | 38 % der Eltern |
- 94 % der Eltern stellen Regeln für Grundschulkinder auf
- 80 % befürchten Mobbing im Netz
- 53 % berichten von bereits erfolgtem Mobbing
- Ein Drittel: Kind wurde von Fremden online angesprochen
- 78 % sehen Kontakt zu Freunden als Vorteil
- 29 % bewerten Austausch zu mentaler Gesundheit/sexueller Orientierung positiv
"Alle Kinder müssen unabhängig vom Elternhaus in der Schule Medienkompetenz erwerben." (Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder)
Infobox: Die Mehrheit der Eltern sorgt sich um die Online-Sicherheit ihrer Kinder, spricht aber selten über Social Media. Experten fordern mehr Engagement und verbindliche Altersgrenzen. (Quelle: MDR)
Neuss: Stadt erfüllt jeden Elternwunsch nach Kita-Platz
Zum Start des neuen Kindergartenjahres kann die Stadt Neuss eine positive Bilanz ziehen: Jeder Elternwunsch nach einem Kita-Platz konnte erfüllt werden. Bürgermeister Reiner Breuer betonte, dass es keine einzige Klage unzufriedener Eltern gegen die Stadt gibt. Für Kinder über drei Jahre kann jedem ein Platz angeboten werden, bei Kindern unter drei Jahren liegt der Versorgungsgrad bei gut 50 Prozent, was der Nachfrage entspricht. Im Landesvergleich steht Neuss mit diesen Quoten sehr gut da.
Die neue Kita „Kletterknirpse“ ist in einen modernen Neubau umgezogen, der Platz für bis zu 75 Kinder bietet. Das Gebäude verfügt über vier Gruppenräume, Neben- und Schlafräume, eine Küche, einen Mehrzweck- und einen Therapieraum. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine elektrische Sole-Wasser-Wärmepumpe, der Strom kommt von einer Fotovoltaikanlage auf dem begrünten Dach. Die Personalausstattung ist laut Jugendamt gut, bis auf wenige Ausnahmen sind alle 103 Kitas in Neuss voll besetzt. In den kommenden Jahren sind weitere Neubauten geplant, um das Platzangebot bedarfsgerecht zu halten.
Kita-Platz-Versorgung (über 3 Jahre) | Kita-Platz-Versorgung (unter 3 Jahre) | Anzahl Kitas in Neuss | Kapazität Kita „Kletterknirpse“ |
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100 % | gut 50 % | 103 | 75 Kinder |
- Keine Klagen unzufriedener Eltern
- Vier weitere Kita-Neubauten in Planung
- Moderne Ausstattung und nachhaltige Bauweise
Infobox: Neuss kann jedem Kind über drei Jahren einen Kita-Platz anbieten und erfüllt damit alle Elternwünsche. Die Stadt investiert weiter in moderne und nachhaltige Einrichtungen. (Quelle: RP Online)
Quellen:
- „Nur etwas für Kinder von finanziell gut aufgestellten Eltern“
- Leipziger Baby: Wollen die Eltern von Yahya Sinwar nach Gaza?
- Umfrage: Eltern sprechen mit ihren Kinder oft nicht über Social Media
- Pubertät: Wie Eltern diese Phase mit Gelassenheit meistern
- Kinderdepot-Vergleich: So machen Eltern ihren Nachwuchs reich
- Neuss startet ins neue Kindergartenjahr: Stadt kann jeden Elternwunsch erfüllen