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Sorgerechtsfälle in Niedersachsen nehmen weiter zu – Kinderschutzbund übt Kritik
Die Zahl der Sorgerechtsverfahren vor Gerichten in Niedersachsen ist im Jahr 2024 erneut gestiegen. Nach Angaben des Justizministeriums wurden mehr als 20.700 Verfahren verhandelt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um etwa 200 Fälle. Bereits seit 2021 ist ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen: Damals lag die Zahl der Fälle noch bei rund 18.650.
Der Kinderschutzbund kritisiert, dass in den Verfahren häufig nicht das Kindeswohl, sondern die Interessen der Eltern im Vordergrund stehen. Simon Kopelke, Vorstandsmitglied des Kinderschutzbundes, fordert, Kinder in Sorgerechtsverfahren konsequent altersgerecht zu beteiligen und anzuhören. Pablo Sennett, Sprecher des Landesverbandes, warnt vor den Folgen für die Kinder: Wenn Eltern ihre Konflikte nicht außergerichtlich lösen können, geraten Kinder zwischen die Fronten und werden unfreiwillig zu Beteiligten in Auseinandersetzungen, was ihre Entwicklung stark belasten kann.
Jahr | Anzahl Sorgerechtsverfahren (Niedersachsen) |
---|---|
2021 | ca. 18.650 |
2023 | ca. 20.524 |
2024 | 20.724 |
Auch in Schleswig-Holstein wurden 2023 mehr als 1.000 Fälle einer Kindeswohlgefährdung registriert. Die meisten Alleinerziehenden nach einer Scheidung sind Frauen, viele stehen vor dem finanziellen Nichts.
- Kinderschutzbund fordert stärkere Beteiligung der Kinder
- Stetiger Anstieg der Sorgerechtsverfahren seit 2021
- Kindeswohlgefährdung nimmt zu
Infobox: Im Jahr 2024 wurden in Niedersachsen 20.724 Sorgerechtsverfahren verhandelt. Der Kinderschutzbund fordert, das Kindeswohl stärker in den Mittelpunkt zu stellen. (Quelle: NDR.de)
Fremde sprechen Kinder an: Was Eltern in Siegen wissen müssen
In Siegen kam es zu einem Vorfall, bei dem ein Unbekannter Kinder direkt vor einer Schule angesprochen hat. Die Siegener Zeitung berichtet, dass dies für viele Eltern eine Horrorvorstellung ist. Besonders betont wird, wie wichtig es ist, Kinder zu schützen und sie auf solche Situationen vorzubereiten.
Ein zentrales Thema ist das sogenannte Codewort, das Eltern mit ihren Kindern vereinbaren können. Dieses Codewort dient dazu, dass Kinder im Ernstfall erkennen, ob eine Person tatsächlich von den Eltern geschickt wurde. Die Zeitung gibt Hinweise, wie Eltern ihre Kinder für solche Situationen sensibilisieren können.
- Vorfall direkt vor einer Schule in Dreis-Tiefenbach
- Empfehlung: Codewort mit Kindern vereinbaren
- Eltern sollten Kinder auf solche Situationen vorbereiten
Infobox: In Siegen wurde ein Kind von einem Fremden angesprochen. Die Siegener Zeitung empfiehlt, mit Kindern ein Codewort zu vereinbaren, um sie zu schützen. (Quelle: Siegener Zeitung)
Scheidung, Wechselmodell, Unterhalt: Was Eltern vor einer Trennung wissen sollten
Josef Linsler, ehemaliger Lehrer und seit über 30 Jahren im Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) engagiert, spricht im Interview mit der Main-Post über die Herausforderungen für Eltern bei Trennung und Scheidung. Linsler betont, dass Trennungseltern akzeptieren müssen, dass sie zwar getrennt sind, aber weiterhin gemeinsam erziehen.
Im Fokus stehen das Unterhaltsrecht und das Wechselmodell. Linsler berichtet aus eigener Erfahrung, dass der Kontakt zu Kind und Ex-Partnerin auch nach der Scheidung wichtig ist. Er rät Eltern, sich frühzeitig über ihre Rechte und Pflichten zu informieren und gemeinsam Lösungen im Sinne des Kindes zu finden.
- Trennungseltern sollen gemeinsam erziehen
- Unterhaltsrecht und Wechselmodell sind zentrale Themen
- Frühzeitige Information und Kommunikation empfohlen
Infobox: Josef Linsler empfiehlt Trennungseltern, gemeinsam zu erziehen und sich über Unterhalt und Wechselmodell zu informieren. (Quelle: Main-Post)
Aufregung in Karlsruhe: Gerüchte um einen weißen Bus und Kinderansprache
In Karlsruhe-Daxlanden sorgte eine WhatsApp-Nachricht in einer Elterngruppe für Aufregung. Darin wurde berichtet, dass ein Kind von einem Mann in einem weißen Bus mit ausländischem Kennzeichen angesprochen worden sei. Das Kind habe richtig reagiert, sei nach Hause gefahren und habe den Vorfall dem Vater gemeldet, der daraufhin die Polizei informierte.
Die Polizei Karlsruhe bestätigt, dass sie mit dem Vater gesprochen hat. Laut Pressesprecher Florentin Ochner habe der Junge nach dem Training einen weißen Bus gesehen, in dem ein Mann eine auffällige Geste gemacht habe. Angesprochen worden sei der Junge jedoch nicht. Der Polizei sind keine weiteren ähnlichen Fälle in Daxlanden und Umgebung bekannt. Dennoch nimmt die Polizei alle Hinweise ernst und prüft sie sorgfältig. In sozialen Netzwerken kursieren immer wieder Warnungen vor einem Mann mit weißem Bus, der Kinder verschleppen soll.
- Vorfall in Karlsruhe-Daxlanden: Kind meldet weißen Bus
- Polizei bestätigt, dass keine Ansprache stattfand
- Keine weiteren bekannten Fälle in der Umgebung
Infobox: In Karlsruhe gab es einen Vorfall mit einem weißen Bus, bei dem ein Kind nach Hause fuhr und die Polizei informierte. Die Polizei nimmt alle Hinweise ernst, es sind jedoch keine weiteren Fälle bekannt. (Quelle: Badische Neueste Nachrichten)
Familienministerin fordert späteres Handy-Eintrittsalter für Kinder
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat sich für ein höheres Einstiegsalter bei der Smartphone-Nutzung ausgesprochen. Sie ist überzeugt, dass „jedes halbe Jahr, das ohne geht, ein gewonnenes“ sei. Prien betont, dass Kinder auf keinen Fall ein Handy bekommen sollten, bevor sie in der Lage sind, ganze Bücher zu lesen.
Eine Expertenkommission soll in den nächsten Wochen prüfen, ab welchem Alter die Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Instagram oder TikTok erlaubt werden soll. Prien kritisiert zudem das Nutzungsverhalten vieler Eltern: „Manche Eltern schauen heute mehr aufs Handy als in den Kinderwagen.“ Sie hebt hervor, dass Babys für ihre Entwicklung Blickkontakt benötigen.
„Manche Eltern schauen heute mehr aufs Handy als in den Kinderwagen.“ (Karin Prien, CDU)
- Familienministerin fordert späteren Handy-Start für Kinder
- Expertenkommission prüft Altersgrenzen für Social Media
- Kritik am Nutzungsverhalten der Eltern
Infobox: Bundesfamilienministerin Prien spricht sich für ein späteres Handy-Eintrittsalter aus und kritisiert das Nutzungsverhalten vieler Eltern. (Quelle: Tagesspiegel)
Betreuungsangebot in Isernhagen: Gemeinde informiert über Tagesmütter
Die Gemeinde Isernhagen bietet Eltern Beratung zur Betreuung durch Tagesmütter oder Tagesväter an. Besonders für jüngere Kinder ist eine Tagesmutter oft die passende Betreuungsperson, da sie eine kleine Gruppe und ein familiäres Umfeld bietet.
Eltern, die die Gruppen in Krippe und Kindergarten als zu groß empfinden, können sich bei der Gemeinde informieren, wie die Betreuung durch eine Tagesmutter funktioniert und wie sie einen Platz erhalten können. Die Gemeinde unterstützt Eltern bei der Suche nach einem passenden Betreuungsplatz.
- Beratung zu Tagesmüttern und Tagesvätern in Isernhagen
- Familiäres Umfeld und kleine Gruppen für jüngere Kinder
- Gemeinde unterstützt bei der Platzsuche
Infobox: Die Gemeinde Isernhagen berät Eltern zur Betreuung durch Tagesmütter und unterstützt bei der Suche nach einem Platz. (Quelle: HAZ)
Quellen:
- Sorgerechtsfälle nehmen zu - Kinderschutzbund kritisiert Eltern
- Siegen: Fremder spricht Kinder an – Was Eltern wissen müssen
- Scheidung, Wechselmodell, Unterhalt: Was sollten Eltern heute vor einer Trennung wissen, Herr Linsler?
- Eltern in Aufregung: Spricht in Karlsruhe ein älterer Mann Kinder an?
- Kritik auch an Nutzungsverhalten der Eltern Familienministerin spricht sich für späteres Handy-Eintrittsalter für Kinder aus
- Betreuungsangebot in Isernhagen: Gemeinde berät Eltern zu Tagesmüttern