Pädagogin erklärt, wie Eltern beim Kita-Abholen die Kommunikation verbessern können
Autor: Eltern-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Eltern sollten beim Abholen aus der Kita behutsam vorgehen und den Kindern Ruhe bieten, um die Kommunikation zu fördern. Emotionale Abwesenheit durch Smartphones kann zudem die Bindung zu den Kindern schädigen.
Pädagogin verrät Fehler, den fast alle Eltern beim Abholen aus der Kita machen
Viele Eltern sind oft ratlos, wenn ihre Kinder beim Abholen aus der Kita kaum etwas über ihren Tag erzählen. Die Pädagogin Eliane Retz erklärt, dass Kinder nach einem langen Tag in der Kita zunächst Ruhe und Nähe benötigen, anstatt sofort Fragen zu ihrem Erlebten gestellt zu bekommen. Sie vergleicht dies mit der Erwartung, dass Erwachsene nach einem langen Arbeitstag sofort einen detaillierten Bericht abgeben sollten.
„Man stelle sich vor, jemand erwartet nach einem langen Arbeitstag sofort einen detaillierten Bericht. Haben Erwachsene dann immer Lust zu erzählen?“ – Eliane Retz
Die Expertin empfiehlt, das Gespräch nach dem Abholen vorsichtig und ohne Druck zu suchen. Offene Fragen wie „Was habt ihr heute gemacht?“ führen oft nur zu kurzen Antworten. Stattdessen sollten Eltern über eigene Beobachtungen sprechen, um das Kind zu ermutigen, mehr zu erzählen.
Zusammenfassung: Kinder benötigen nach einem langen Kita-Tag Ruhe und Nähe. Eltern sollten Gespräche behutsam und ohne Druck führen, um die Kommunikation zu fördern. (Quelle: Frankfurter Rundschau)
Eltern am Smartphone: Die Flucht ins Digitale schadet Ihren Kindern!
In der heutigen Zeit sind viele Eltern körperlich anwesend, aber emotional abwesend, da sie in sozialen Medien versunken sind. Die Pädagogin Susanne Mierau betont, dass Kinder diese Abwesenheit stärker spüren, als viele glauben. Diese digitale Flucht kann die Bindung zwischen Eltern und Kindern erheblich beeinträchtigen.
Die ständige Ablenkung durch Smartphones kann dazu führen, dass Kinder sich vernachlässigt fühlen und weniger emotionale Unterstützung erhalten. Mierau fordert Eltern auf, bewusster mit ihrer Zeit umzugehen und die digitale Welt nicht über die reale Interaktion mit ihren Kindern zu stellen.
Zusammenfassung: Die emotionale Abwesenheit von Eltern, die in sozialen Medien aktiv sind, kann die Bindung zu ihren Kindern schädigen. Eltern sollten bewusster mit ihrer Zeit umgehen. (Quelle: Tagesspiegel)
Filiale Krise: Der Moment, in dem sich die Rollen drehen – wenn Eltern plötzlich Hilfe brauchen
Wenn Eltern älter werden und Hilfe benötigen, verändert sich oft das Selbstbild der Kinder. Diese „filiale Krise“ kann schmerzhaft sein, da die Rollen sich umkehren. Der Psychotherapeut Andreas Ebert beschreibt, dass viele junge Erwachsene Schwierigkeiten haben, mit dieser neuen Verantwortung umzugehen, da sie oft selbst noch in der Findungsphase sind.
Die Rückkehr ins Elternhaus wird häufig als Rückschritt wahrgenommen, ist jedoch in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr. Ebert sieht dies als Ausdruck gesellschaftlicher Veränderungen, die viele Familien betreffen.
Zusammenfassung: Die „filiale Krise“ beschreibt die Umkehrung der Rollen, wenn Eltern Hilfe benötigen. Diese Situation ist Ausdruck gesellschaftlicher Veränderungen und betrifft viele junge Erwachsene. (Quelle: WELT)
Zwischen Existenzgründung und Kleinkindern: Eltern ohne Work-Life-Balance
Das Paar Anna und Joey Zornsch, beide selbstständig, berichtet von den Herausforderungen, die sich aus der Kombination von Existenzgründung und der Betreuung kleiner Kinder ergeben. Sie betonen, dass das aktuelle System nicht auf solche Modelle ausgelegt ist und sie oft an ihre Grenzen stoßen.
Die Zornschs zeigen, dass es möglich ist, trotz der Schwierigkeiten, die Balance zwischen Beruf und Familie zu finden, auch wenn das System oft nicht unterstützend wirkt.
Zusammenfassung: Selbstständige Eltern stehen vor der Herausforderung, Beruf und Familie zu vereinbaren. Das System ist oft nicht auf solche Modelle ausgelegt. (Quelle: Kieler Nachrichten)
Ausgezogen. Und wieder zurück zu den Eltern.
Immer mehr junge Erwachsene ziehen wieder bei ihren Eltern ein, oft aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes. Laut dem Statistischen Bundesamt lebten 2024 mehr als ein Viertel der 25-Jährigen in Deutschland im elterlichen Haushalt. Das durchschnittliche Auszugsalter liegt bei 23,9 Jahren.
Psychotherapeut Andreas Ebert erklärt, dass sich die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern verändert haben. Junge Erwachsene sprechen offener über ihre Gefühle und Bedürfnisse, was zu einem besseren Verständnis zwischen den Generationen führt.
Zusammenfassung: Über ein Viertel der 25-Jährigen lebt bei den Eltern, oft aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes. Die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern haben sich verändert, was zu mehr Verständnis führt. (Quelle: SWR)
Viele Kinder und Jugendliche haben Angststörungen – wie können Eltern helfen?
Die Zunahme von Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen ist ein besorgniserregendes Phänomen. Der Freiburger Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Hendrik Büch erklärt, dass Eltern eine wichtige Rolle dabei spielen können, ihren Kindern zu helfen, indem sie ein offenes Ohr für deren Ängste haben und sie ernst nehmen.
Eltern sollten versuchen, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in der Kinder sich sicher fühlen, ihre Sorgen zu teilen. Dies kann entscheidend für die Bewältigung von Angststörungen sein.
Zusammenfassung: Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu. Eltern können helfen, indem sie eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen und die Ängste ihrer Kinder ernst nehmen. (Quelle: Badische Zeitung)
Quellen:
- Pädagogin verrät Fehler, den fast alle Eltern beim Abholen aus der Kita machen
- Eltern am Smartphone: Die Flucht ins Digitale schadet Ihren Kindern!
- Filiale Krise: Der Moment, in dem sich die Rollen drehen – wenn Eltern plötzlich Hilfe brauchen
- Zwischen Existenzgründung und Kleinkindern: Eltern ohne Work-Life-Balance
- Ausgezogen. Und wieder zurück zu den Eltern.
- Viele Kinder und Jugendliche haben Angststörungen – wie können Eltern helfen?