Soziale Herkunft prägt Bildung: Neue Studien zeigen Ungleichheiten und Handlungsbedarf

    02.04.2025 201 mal gelesen 9 Kommentare

    Wie Bildung und Einkommen den Schulstart prägen

    Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass die Sprach- und Mathematikkompetenzen von Erstklässlern in Deutschland stark von der sozialen Herkunft abhängen. Laut der Untersuchung können 19,5 Prozent der Unterschiede in den Sprachkompetenzen auf die soziale Herkunft zurückgeführt werden. Im Bereich Mathematik liegt dieser Wert bei 13,9 Prozent, was Deutschland im internationalen Vergleich schlecht dastehen lässt.

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    Studienautor Jascha Dräger betont, dass Kinder aus Familien mit geringem Einkommen und niedriger elterlicher Bildung in Deutschland größere Bildungsnachteile haben als in vielen anderen Ländern. Besonders Frankreich schneidet besser ab, da dort ein flächendeckendes und kostenfreies System frühkindlicher Betreuung existiert. Dräger fordert von der Bundesregierung mehr Investitionen in frühkindliche Bildungsangebote.

    „Ein Startchancen-Programm für Kitas wäre ein Schritt in die richtige Richtung“, so Dräger.

    Wichtigste Erkenntnisse:

    • 19,5 % der Sprachkompetenzunterschiede hängen mit der sozialen Herkunft zusammen.
    • Deutschland schneidet im internationalen Vergleich schlechter ab als viele andere Länder.
    • Frühkindliche Bildungsangebote sind nicht flächendeckend und kostenfrei verfügbar.

    Elternunterhalt: Pflegekosten und finanzielle Belastungen

    Rund 800.000 Menschen in Deutschland leben in stationärer Pflege, da sie sich nicht mehr selbst versorgen können. Laut Capital.de müssen Kinder unter bestimmten Voraussetzungen für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen. Dies betrifft vor allem Familien, deren Einkommen über einer bestimmten Grenze liegt.

    Die Pflegekosten können eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Neben den Eigenanteilen der Pflegebedürftigen müssen Kinder oft einspringen, wenn die Rente der Eltern nicht ausreicht. Die rechtlichen Regelungen hierzu sind komplex, und es wird empfohlen, sich frühzeitig über mögliche Verpflichtungen zu informieren.

    Wichtigste Erkenntnisse:

    • 800.000 Menschen in Deutschland leben in stationärer Pflege.
    • Kinder können unter bestimmten Bedingungen zur Zahlung von Elternunterhalt verpflichtet werden.
    • Frühzeitige Information über rechtliche Regelungen ist essenziell.

    Berliner „Probeunterricht“: Eltern klagen gegen neue Regelung

    In Berlin sorgt der neu eingeführte „Probeunterricht“ für den Wechsel aufs Gymnasium für große Diskussionen. Von 1937 Schülern, die an dem Test teilnahmen, bestanden lediglich 2,6 Prozent. Die Prüfung sollte Schülern ohne Gymnasialempfehlung eine Chance geben, dennoch zugelassen zu werden. Doch die extrem niedrige Erfolgsquote hat viele Eltern schockiert.

    Mehr als ein Dutzend Familien haben Klage eingereicht und fordern Einsicht in die Prüfungsakten, um mögliche Verfahrensfehler aufzudecken. Die Berliner FDP bezeichnete die Regelung als „Armutszeugnis“, während die Grünen von einem „schweren Fehler“ sprachen. Die Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch verteidigte die Abschaffung des bisherigen Probejahres, da viele Schüler nach einem Jahr das Gymnasium wieder verlassen mussten.

    Wichtigste Erkenntnisse:

    • Nur 2,6 % der Schüler bestanden den „Probeunterricht“.
    • 16 Familien haben Klage gegen die neue Regelung eingereicht.
    • Die Abschaffung des Probejahres wird kontrovers diskutiert.

    Wohnheimplätze für Auszubildende: Engpässe in Halle

    In Halle gibt es ein großes Problem mit der Unterbringung von auswärtigen Auszubildenden. Laut „Du bist Halle“ stehen nur 99 Wohnheimplätze zur Verfügung, was bei Spitzenzeiten nicht ausreicht. Der Direktor der Berufsschule BBS Gutjahr, Rüdiger Bau, berichtet, dass Eltern und Schüler oft verzweifelt nach Unterkünften suchen.

    Die Stadt plant, den Bedarf in Zusammenarbeit mit Wirtschaftskammern und Berufsschulen zu ermitteln. Eine mögliche Lösung könnte die Nutzung leerstehender Gebäude sein, doch die hohen Investitionskosten stellen eine Hürde dar. Trotz der Engpässe konnte bisher jeder Schüler untergebracht werden.

    Wichtigste Erkenntnisse:

    • Nur 99 Wohnheimplätze stehen in Halle zur Verfügung.
    • Die Stadt prüft die Nutzung leerstehender Gebäude.
    • Eltern und Schüler stehen oft vor großen Herausforderungen bei der Unterkunftssuche.

    Teure Schulpflicht in Japan: Eltern unter Druck

    In Japan stellt der Schulstart für viele Familien eine finanzielle Herausforderung dar. Laut einer Umfrage von Save the Children Japan müssen 63,5 Prozent der Eltern ihre Lebenshaltungskosten reduzieren, um die Ausgaben für Schulmaterialien, Uniformen und digitale Geräte zu decken. Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte.

    Die Organisation fordert von der Regierung stärkere finanzielle Unterstützung, da die bestehenden Zuschüsse nicht ausreichen. Viele Eltern fühlen sich schuldig, da sie den Schulstart ihrer Kinder nicht unbeschwert genießen können. Die Ergebnisse der Umfrage werfen ein Schlaglicht auf die sozialen Ungleichheiten im japanischen Bildungssystem.

    Wichtigste Erkenntnisse:

    • 63,5 % der Eltern müssen ihre Lebenshaltungskosten reduzieren.
    • 71,3 % sparen bei Lebensmitteln, 65,4 % verzichten auf Klimaanlagen.
    • Save the Children Japan fordert mehr staatliche Unterstützung.

    Quellen:

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    Also, ich find die sache mit den Kita-Mitteln echt krass... man denkt ja immer, dass Deutschland so ein reiches Land ist und dann sowas? Ich mein, warum können Länder wie Frankreich das besser mit den Kitas und bei uns hängt alles? Ich hab gelesen, dass Bildungschancen eigentlich voll wichtig sind für späteren erfolg im Leben aber irgendwie nehmen das die Politiker zu wenig ernst. 19,5% ist doch mega hoch, oder?! Obwohl Mathe wengiger ist, find ich das auch nicht okay.

    Woher kriegen Kinder aus Armutsfamilien eigentlich überhaupt die Chance, wenn schon die Grundbasis so schief läuft? Klar, Startchancen-Programm klingt gut aufm Papier, aber die machen doch nix oder dauert ewig bis da was läuft. Und ehrlich, der Vergleich mit Frankreich zeigt mal wieder, dass wir irgendwie viel zu zögerlich sind. Vegleicht man ja auch bei anderen sachen... Gesundheitswesen oder Klimaschutz z.B.

    Ich hoffe mal, da kommt was raus, weil sonst hab ich echt keinen Optimismus mehr.
    Aber wieso ist Mathe nicht so stark betroffen wie Sprache, brauchen Kinder da weniger Hilfe eigentlich?!
    Also ehrlich, 19,5% klingt zwar viel, aber ich dachte Sprache wäre mehr von Begabung oder so abhängig? Kann mir auch garnicht vorstellen, dass das in Frankreich so perfekt läuft, die haben doch sicher auch Probleme, nur redet keiner drüber. Und Startchancen-Programm, wie lange dauert das jetzt wieder, bis das ernsthaft mal was bringt?
    Es ist schon verrückt, dass die Sprachkompetenz so heftig von der Herkunft abhängt, aber fast niemand über die Rolle von Lehrer*innen und Schulpersonal spricht – kriegen die eigentlich genug Unterstützung, um sowas auszugleichen?
    Also ich muss sagen, das Thema mit der sozialen Herkunft in Deutschland macht mich jedes Mal ein bisschen ratlos. Ich hab mir auch mal die Kommentare hier durchgelesen, aber eins fehlt mir noch: Warum wird so wenig darüber geredet, wie ungleich die Finanzierung der Bildung ist? Es gibt Schulen, die ständig Spendenaktionen machen müssen, um überhaupt Basics wie neue Bücher zu bekommen, und andere haben schicke IT-Ausstattung. Das ist doch auch ein Riesenthema, oder nicht?

    Und zu dem Vergleich mit Frankreich: Klar, die machen das anscheinend besser mit der frühkindlichen Betreuung, aber ich frag mich, ob das DIN-Schulbrot-System (also diese ganzen Standards, die überall gleich umgesetzt werden) da hilft? Der Föderalismus in Deutschland hau ich nämlich oft so richtig rein. Gefühlt hat jedes Bundesland sein eigenes Süppchen, dabei könnten einheitliche Maßnahmen so viel bringen – zumindest bei den Grundlagen wie Sprachförderung oder Mathe.

    Ach, und übrigens: Der Punkt mit den Kitas klingt super wichtig, aber was ist eigentlich mit den Hürden, die es für Mütter gibt, weil es zu wenige flexible Betreuungszeiten gibt? Was bringt ein Kita-Platz, wenn die Betreuungszeiten komplett konträr zu den Arbeitszeiten sind? Gerade Alleinerziehende haben so doch mega die Probleme. Hab ne Freundin, die sagt, wenn die keinen flexiblen Betreuungsplatz kriegt, kann sie sich ihre Weiterbildungen abschminken, weil sie keinen Babysitter bezahlen kann. Das hängt doch alles irgendwie zusammen.

    Ich hoffe, das Startchancen-Programm wird nicht so ein langsamer Verwaltungs-Mammut, wo dann nach fünf Jahren gesagt wird: "Wir konnten nicht alles wie geplant umsetzen, aber nächstes Mal klappt’s bestimmt." Wir müssen doch endlich aus dieser ewigen Langsamkeit rauskommen. Bin ich die Einzige, die das so sieht?
    Ich finde es verrückt, dass nur 13,9 % der Mathekompetenz damit erklärt werden – zeigt doch, dass auch andere Probleme im System stecken müssen, oder?
    Also was mich bei diesen Zahlen echt stört, ist, dass fast jeder jetzt immer nur auf die frühkindliche Bildung schaut, aber kaum jemand spricht über das, was danach kommt. Klar, Kitas sind mega wichtig, aber mal ehrlich, danach klafft doch die nächste Lücke, oder? Selbst wenn alle Kids super vorbereitet in die Schule starten würden, was passiert dann? Es gibt viel zu wenig Förderprogramme für die Kinder, die während der Schulzeit Unterstützung brauchen – Stichwort: Hausaufgabenhilfe oder Nachmittagsbetreuung. Gerade für Familien, die finanziell strugglen oder wo die Eltern jobs haben, wo sie keine Zeit für sowas haben, wäre das doch auch entscheidend. Und mal Hand aufs Herz: Angestellte Lehrer:innen in Deutschland sind ja auch nicht gerade in der Masse vorhanden.

    Ach, und über 19,5 % soziale Herkunft als Faktor regt sich jeder auf, aber niemand fragt, warum Schulen in sozial schwächeren Gegenden oft schlechter ausgestattet sind als in "besseren" Stadtteilen. Habe selbst zwei Jahre in einer Grundschule in einer Brennpunktsiedlung gearbeitet und das war echt zum Verzweifeln. Alte Technik, kaum Material, die Kids hatten wenig Perspektive und viele Eltern wussten nicht mal, wie sie ihre Kinder anständig unterstützen können. Dann dieses Startchancen-Programm – schön und gut auf Papier, aber bis das flächendeckend wirkt (!) … ganz ehrlich, da sind die Kinder von heute schon mitten im Arbeitsleben.

    Finde auch den internationalen Vergleich, z.B. mit Frankreich, immer so schwierig. Klar können wir da viel lernen, aber so tun, als ob eins zu eins alles übernommen werden könnte, macht halt auch keinen Sinn. Kostet ja auch alles einen Haufen Geld, und dann heißt es wieder: "Wer soll das bezahlen?" Und ja, die Kita-Geschichte ist wichtig, aber der Artikel zeigt ja auch, dass das ganze System irgendwie löchrig ist. Warum immer nur an einer Baustelle arbeiten, wenn das ganze Fundament wackelt? Manchmal frage ich mich echt, ob das in unserer Politik bewusst ignoriert wird oder ob sie einfach komplett den Überblick verloren haben. Would love to hear eure Meinungen dazu!
    Also ich bin ja eig nich so der Kommentartyp, aber das Thema hier mit der sozialen Herkunft und Bildung hat echt nen Nerv bei mir getroffen. Ich mein, wie kann das sein, dass in 'nem Land wie Deutschland wo alles angeblich so super entwickelt ist, Kinder so krass benachteiligt werden nur weil sie aus ärmeren Familien kommen??? Klar, frühkindliche Bildung ist wichtig, das hab ich auch schon woanders gehört, aber warum dauert das alles hier solange bis mal was passiert. Was ich net checke, is warum grad Frankreich das mit den Kitas so viel besser hinbekommt – haben die echt so viel mehr Geld oder sind die einfach schlauer darin es zu verteilen??

    Und dann steht ja da mit den 19,5% Unterschied bei Sprachsachen wegen der sozialen Herkunft und bei Mathe bisschen weniger, aber HALLO, das ist doch trotzdem voll mies! Das klingt so, als würden manche Kinder gar nicht erst die gleichen Chancen bekommen, bevor sie überhaupt anfangen?!

    Dieses Probeunterricht Ding in Berlin klingt übrigens auch voll komisch. Hab ich zwar nich so ganz geblickt, warum die da jetzt Klagen und wie das mit der Abschaffung von dem Probejahr zusammenhängt, aber mal ehrlich, wenn nur 2,6% das schaffen, dann läuft doch da irgendwas echt falsch. Das klingt mega unfair, da werden doch viele Kinder total aussortiert nur weil sie vielleicht mal'n schlechten Tag hatten oder aus nem blöden System kommen. Find ich krass ungerecht.

    Am Ende fühlt sich das alles so an, als ob immer nur die gleichen Familien aufm Zahnfleisch gehen müssen, ob jetzt bei Bildung oder wie das da noch mit Pflegekosten war, wo Kinder für ihre Eltern zahlen sollen. Ich frag mich echt, wie das gehen soll, wenn man selbst grad mal so über Runden kommt. Da müsste die Regierung echt dringend besser aufräumen und sich um sowas kümmern!
    Das zeigt halt auch, wie groß die Unterschiede sind, bevor die Kinder überhaupt in der Schule richtig starten - da müsste doch das Kita-System schon viel mehr auffangen.

    Zusammenfassung des Artikels

    Die soziale Herkunft beeinflusst in Deutschland stark die Bildungschancen von Erstklässlern, während internationale Vergleiche und Forderungen nach frühkindlicher Förderung Defizite aufzeigen. Parallel belasten Pflegekosten Kinder finanziell, Wohnheimplätze für Auszubildende sind knapp, Japans Schulpflicht stellt Eltern vor hohe Kosten und Berlins „Probeunterricht“ sorgt für Kritik.


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