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Gentle Parenting: Wenn sanfte Erziehung an Grenzen stößt
Die WELT berichtet über Eltern, die sich bei der Erziehung ihrer Kinder zunehmend unter emotionalen und ethischen Druck gesetzt fühlen. Schimpfen und Schreien gelten demnach als gestrig und autoritär, während ein besonders sanfter Erziehungsstil zusätzliche Probleme schaffen könne.
Der Beitrag beschreibt ein Spannungsfeld: Eltern möchten ihre Kinder bedürfnisorientiert begleiten, sehnen sich zugleich aber nach klaren Grenzen und mehr Strenge. Auch Kinder könnten dem Artikel zufolge von eindeutigen Regeln und verbindlicher Führung profitieren.
„Sanfte Eltern sehnen sich nach Strenge – ihre Kinder ebenso“
Infobox: Die WELT thematisiert den Druck auf Eltern und die Frage, wie viel Sanftheit, Führung und Grenzsetzung Kinder in der Erziehung brauchen.
Stadthagen: Streit unter Kindern endet in Massenschlägerei der Eltern
In Stadthagen in Niedersachsen eskalierte laut BILD ein Streit unter Kindern um einen Ball. Die Eltern mischten sich ein, gingen jedoch nicht schlichtend dazwischen, sondern gerieten selbst handgreiflich aneinander.
Die Polizei wurde am Dienstagabend gegen 19.50 Uhr zu der Auseinandersetzung gerufen. Nach Angaben der Polizei setzten die Beteiligten unter anderem Holzstücke von zerbrochenen Möbeln ein.
Als die Beamten eintrafen, mussten sie Pfefferspray verwenden, um die Beteiligten zu trennen. Ein 26-Jähriger wurde so schwer verletzt, dass er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Darüber hinaus erlitten zwei Männer im Alter von 31 und 35 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 25 und 29 Jahren leichte Verletzungen. Gegen alle beteiligten Erwachsenen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt; außerdem klärt die Polizei, wer zu wem gehört und wer auf wen eingeprügelt hat.
Wie viele Kinder ursprünglich an dem Streit beteiligt waren, konnte die Polizei laut BILD zunächst nicht sagen. Offen blieb auch, wer am Ende den Ball bekam.
Infobox: Fünf Erwachsene wurden verletzt, ein 26-Jähriger schwer. Die Polizei setzte Pfefferspray ein und ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Schleswig-Holstein: Eltern warnen vor einem vorschnellen Abbau von Kita-Plätzen
Im Schleswig-Holsteinischen Landtag wird über den Umgang mit freien Kita-Plätzen beraten. Der NDR berichtet, dass die Lage regional unterschiedlich ist: Während im ländlichen Raum zunehmend Plätze frei bleiben, übersteigt die Nachfrage in Städten wie Kiel teilweise weiterhin das Angebot, zumindest auf dem Westufer.
In den über 1.800 Kindertagesstätten Schleswig-Holsteins waren Kita-Plätze noch vor einigen Jahren knapp. Aktuell werden in Schleswig-Holstein rund 128.000 Kinder in Kindertagesstätten oder durch Kindertagespflege betreut.
Nach der sogenannten 93-Prozent-Regel können örtliche Träger prüfen, ob Gruppen verkleinert, umgewandelt oder aus dem Bedarfsplan gestrichen werden, wenn die Auslastung in ihrem Zuständigkeitsgebiet unter 93 Prozent liegt. FDP, SPD und SSW wollen diese Regelung bis zum Ende der Wahlperiode aussetzen.
Die Opposition hält die vorhandene Datenlage für zu lückenhaft. Neben Anmeldungen und Belegungen sollten nach ihrer Auffassung auch Personalausfälle, verkürzte Öffnungszeiten, Gruppenschließungen und regionale Besonderheiten berücksichtigt werden.
Elternvertreter fordern Planungssicherheit. Sönke Thomsen, Co-Vorsitzender der Kreiselternvertretung der Kitas in Rendsburg-Eckernförde, berichtet laut NDR, Eltern würden bei Personalmangel teilweise gebeten, ihre Kinder freiwillig zu Hause zu lassen.
„Die 93-Prozent-Regelung schaffe Unsicherheit für Eltern, Beschäftigte und Kita-Leitungen.“
Die Landeselternvertretung warnt besonders vor Folgen für kleine Dorf-Kitas. Rechnerisch freie Plätze seien für Familien keine Alternative, wenn sie weit entfernt lägen oder die Öffnungszeiten nicht zum Arbeitsalltag passten.
Der Kreis Rendsburg-Eckernförde plant die benötigten Kita-Plätze nach Angaben des NDR in drei Schritten. Zunächst werden freie und belegte Plätze, Altersgruppen, Öffnungszeiten sowie pädagogische und religiöse Ausrichtungen erfasst. Danach ermitteln die Gemeinden mithilfe der Kita-Datenbank und des Elternportals den aktuellen und zukünftigen Bedarf. Anschließend werden Angebot und Bedarf unter Einbeziehung der regionalen und wohnbaulichen Entwicklung sowie von Bevölkerungsprognosen verglichen.
| Thema | Angabe |
|---|---|
| Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein | über 1.800 |
| Betreute Kinder in Schleswig-Holstein | rund 128.000 |
| Auslastungsgrenze der Regelung | 93 Prozent |
| Kosten freier Kita-Plätze im vergangenen Jahr | rund 92 Millionen Euro |
| Planungshorizont des Kreises | nächsten drei bis fünf Jahre |
Der Schleswig-Holsteinische Landkreistag lehnt eine Aussetzung der 93-Prozent-Regel ab. Im vergangenen Jahr seien den elf Kreisen durch freie Kita-Plätze Kosten von rund 92 Millionen Euro entstanden.
Eine Auslastung unter 93 Prozent gefährde laut Landkreistag nicht automatisch eine Gruppe. Vor einer Schließung sollten mildere Lösungen wie eine Gruppenverkleinerung geprüft werden. Das Sozialministerium will gemeinsam mit den örtlichen Trägern der Jugendhilfe und mit Unterstützung der Technischen Universität Dortmund eine verlässlichere Datengrundlage entwickeln.
Infobox: Im Norden stehen regional Kita-Plätze frei, gleichzeitig fehlen Familien andernorts passende Angebote. Eltern und Opposition fordern, vor Kürzungen auch Personalmangel, Öffnungszeiten und regionale Besonderheiten zu berücksichtigen.
Lehrkräfte beklagen wachsende Erwartungen von Eltern
News4teachers berichtet über eine bundesweite Debatte zur Verantwortung von Eltern und Schulen für den Bildungserfolg von Kindern. Lehrkräfte schildern demnach, dass sie Familien zunehmend an grundlegende Aufgaben erinnern müssten: an Frühstück, ausreichenden Schlaf, passende Kleidung und die Erfüllung schulischer Pflichten.
In Bayern ist die Debatte besonders zugespitzt. Eltern sollen ihre Kinder unter anderem täglich beim Lesen unterstützen, an Elternabenden teilnehmen, Arbeitsmittel bereitstellen und Fördermaßnahmen begleiten. Schule und Elternhaus tragen laut dem im Beitrag dargestellten bayerischen Schulgesetz gemeinsam Verantwortung für den schulischen Erfolg und die Persönlichkeitsentwicklung.
Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, beschreibt eine steigende Anspruchshaltung. Diese entstehe teils aus Hilflosigkeit, teils aus der Erwartung, dass der Staat sämtliche Aufgaben übernehmen müsse.
„Insgesamt gibt es eine höhere Anspruchshaltung der Eltern – einmal aus Hilfslosigkeit heraus, einmal aus der Anspruchshaltung heraus: Du bist der Staat, mach!“
Lehrkräfte berichten laut News4teachers, dass manche Kinder ohne Frühstück, Brotzeit oder Getränk in die Schule kämen. Auch Sonnenschutz, geeignete Kleidung und Schuhe für Wandertage würden teilweise fehlen.
Andrea Zran, Vize-Vorsitzende des BLLV im Landkreis München und Leiterin einer Grundschule in Haar, berichtet außerdem von Eltern, die erst nach wiederholter Aufforderung oder mehrfachem Nichterscheinen an Lernentwicklungsgesprächen teilnähmen. Elternbriefe würden von einem großen Teil der Eltern nicht gelesen, obwohl eine App die Nachrichten in verschiedene Sprachen übersetze.
Als mögliche Ursachen nennt der Beitrag schwierige Lebensumstände, finanzielle Sorgen, psychische Erkrankungen, das Fehlen eines Elternteils und kulturelle Missverständnisse. Genannt werden außerdem Familien, in denen Eltern selbst wenig Bildung erfahren hätten, sowie materiell gut ausgestattete Familien, in denen es an emotionaler Bindung fehle.
Florian Schmidt, Rektor der größten Münchner Mittelschule an der Rockefellerstraße, hält Gespräche auf Augenhöhe für entscheidend. Bei Sprachbarrieren könne ein Dolmetscher helfen; nach seinen Angaben gelinge der Zugang zu den Eltern nur bei etwa einer von 100 Familien nicht.
Schmidt fordert mehr Personal und multiprofessionelle Teams aus Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Schulpsychologen. Die Elternarbeit sei zeitaufwendig und angesichts des Lehrkräftemangels besonders schwierig.
Infobox: Lehrkräfte sehen bei einem Teil der Eltern vernachlässigte Alltags- und Schulpflichten. Als Lösungsansatz werden Gespräche auf Augenhöhe, Dolmetscher und mehr multiprofessionelle Unterstützung an Schulen genannt.
Eltern in Stadthagen wegen eines Ballstreits vorläufig getrennt
Auch die F.A.Z. berichtet über die Auseinandersetzung auf einem Spielplatz in Stadthagen. Mehrere Eltern gerieten demnach aneinander, nachdem ihre Kinder um einen Ball gestritten hatten.
Der zunächst verbale Streit der Erwachsenen eskalierte zu einer Schlägerei, bei der teilweise Gegenstände eingesetzt wurden. Ein 26-Jähriger wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.
Leicht verletzt wurden ein 35-Jähriger, ein 31-Jähriger, eine 25-Jährige und eine 29-Jährige. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Beteiligten zu trennen.
Nach Angaben der F.A.Z. wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Zum genauen Ablauf der Auseinandersetzung wird ermittelt.
Infobox: Die F.A.Z. bestätigt fünf Verletzte und einen Polizeieinsatz mit Pfefferspray. Die Ermittlungen zum Ablauf und zur Verantwortlichkeit dauern an.
Getrennt als Paar, gemeinsam als Eltern: Eine Familie lebt weiter zusammen
STERN.de stellt die Geschichte einer Familie vor, die nach dem Ende der Liebesbeziehung weiterhin zusammenlebt. Die Autorin berichtet, dass sie und ihr Partner Nils sich nicht im Streit getrennt hätten, sondern weiterhin gemeinsam Eltern seien und viel miteinander sprächen.
Als Paar empfinde sich das Elternpaar jedoch nicht mehr. Nach der Geburt der zweiten Tochter im Jahr 2018 habe sich die körperliche Beziehung vollständig verändert; Geschlechtsverkehr habe zuletzt während der Schwangerschaft stattgefunden.
Die Geschichte beschreibt damit ein Familienmodell, in dem die Trennung der Liebesbeziehung nicht automatisch zur räumlichen Trennung führt. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Elternschaft und der fortbestehende Alltag unter einem Dach.
Der Beitrag von Susanne Pahler wurde am 15. September 2026 um 09:21 Uhr veröffentlicht und ist mit einer Lesezeit von 6 Minuten gekennzeichnet.
Infobox: Das von STERN.de vorgestellte Paar lebt nach dem Ende der Liebesbeziehung weiterhin zusammen. Die gemeinsame Elternschaft und der Austausch im Alltag bestehen fort.
Quellen:
- „Gentle Parenting“: Sanfte Eltern sehnen sich nach Strenge – ihre Kinder ebenso
- Fünf Verletzte in Niedersachsen: Kinder streiten um Ball, dann prügeln sich die Eltern
- Weniger Kinder, weniger Kita-Plätze? Davor warnen Eltern und Opposition im Norden
- Lehrkräfte klagen: „Insgesamt gibt es eine höhere Anspruchshaltung der Eltern – du bist der Staat, mach!“
- Prügelei zwischen Eltern auf Spielplatz in Stadthagen: Polizei setzt Pfefferspray ein
- Wir sind glücklich getrennt – und leben als Eltern weiter zusammen














