Inhaltsverzeichnis:
Eltern im Fokus: Erziehung, Gesundheit, Schule und gemeinsamer Sport
Schwierige Themen mit Kindern besprechen
Die BILD berichtet über Empfehlungen der Kinderpsychotherapeutin Miriam Hoff zum Umgang mit schwierigen Situationen in Familien. Genannt werden unter anderem Trennung, schwere Krankheit, Jobverlust, Todesfälle und peinliche Funde im Kinderzimmer.
Viele Eltern seien unsicher, wie ehrlich sie mit ihren Kindern sprechen dürfen, ohne sie zu überfordern. Hoff erklärt laut BILD, welche klaren Grundsätze in heiklen Situationen helfen, warum Transparenz wichtig ist und wie Formulierungen Schuldgefühle vermeiden können.
Der Beitrag stellt außerdem in Aussicht, konkrete Sätze für unterschiedliche Situationen zu erläutern. Dabei geht es darum, Kinder durch Trauer, Sorgen und peinliche Momente sicher zu begleiten.
„Kinderpsychotherapeutin gibt Tipps für die richtigen Worte“ – BILD
Zusammenfassung: BILD stellt Empfehlungen von Miriam Hoff für offene und kindgerechte Gespräche über Trennung, Krankheit, Verlust, Sorgen und unangenehme Situationen vor.
Elternalter und Lebenserwartung der Kinder
Nach Angaben der WELT kann die Langlebigkeit der Eltern Hinweise auf die eigene Lebenserwartung geben. Wissenschaftler der Alternsforschung und Genetik des Albert Einstein College of Medicine in New York werteten dafür die Daten von insgesamt 4030 Nachkommen von Hundertjährigen aus.
Die untersuchten Personen hatten mindestens einen Elternteil, der das 100. Lebensjahr erreicht hatte. Verglichen wurden sie mit Nachkommen einer Kontrollgruppe, deren Eltern eine kürzere Lebenserwartung hatten. Die Studie wurde im Fachmagazin „JAMA Network“ veröffentlicht.
Die Kinder von Hundertjährigen starben laut WELT nicht nur später, sondern entwickelten bestimmte altersbedingte Erkrankungen auch später und seltener. Im Vergleich zur Kontrollgruppe hatten sie ein um 42 Prozent geringeres Sterberisiko. Das erwartete Sterbealter verschob sich im Mittel um gut drei Jahre nach hinten.
| Untersuchter Bereich | Ergebnis |
|---|---|
| Sterberisiko | um 42 Prozent geringer |
| Erwartetes Sterbealter | im Mittel um gut drei Jahre nach hinten verschoben |
| Herz-Kreislauf-Erkrankungen | Risiko um rund ein Drittel geringer |
| Bluthochdruck | Risiko um etwa 32 Prozent reduziert |
| Auftreten von Bluthochdruck | im Durchschnitt rund fünf Jahre später |
Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte sich ein Vorteil. Besonders deutlich war der Unterschied beim Bluthochdruck, dessen Auftreten im Durchschnitt rund fünf Jahre später beobachtet wurde.
Die Unterschiede blieben weitgehend bestehen, nachdem Faktoren wie Geschlecht, Bildungsstand sowie – je nach Studie – Rauchen, Bewegung, Ernährung, Alkoholkonsum und sozioökonomischer Status berücksichtigt worden waren. Die Forscher leiten daraus laut WELT jedoch keinen direkten Nachweis ab, dass Langlebigkeit vererbt wird, weil es sich um eine Beobachtungsstudie handelt und die verantwortlichen Gene nicht direkt untersucht wurden.
Zusammenfassung: Die WELT berichtet über eine Studie mit 4030 Nachkommen von Hundertjährigen. Die Ergebnisse zeigen geringere Risiken und ein späteres Auftreten bestimmter Erkrankungen, beweisen aber keine direkte Vererbung der Langlebigkeit.
Berliner Schülerausweis mit integriertem BVG-Ticket
Der Tagesspiegel berichtet über einen neuen Schülerausweis für Berlin, in den künftig das kostenlose Nahverkehrsticket der BVG integriert wird. Ab März sollen alle 400.000 Berliner Schüler einen solchen Ausweis erhalten; zusätzlich ist eine App für einen digitalen Schülerausweis geplant.
Das Verfahren soll für Eltern und Schulen einfacher werden. Der bisherige Antrag bei der BVG durch die Eltern entfällt, die Ausweise werden zentral produziert und durch die BVG an die Schulen versandt.
Zehn Schulen mit 7000 Kindern testen das Verfahren bereits. Künftig sollen Eltern den Ausweis über das Berliner Schulportal online beantragen; Nachweise seien nicht erforderlich, weil die Datenbank alle Schüler kenne.
Mit dem integrierten Berlin-AB-Ticket entfallen laut Tagesspiegel Versand und Produktion von 400.000 Plastikkarten pro Jahr. Der neue Ausweis soll für die Jahrgangsstufen 1–4, 5–6 sowie 7–10 gelten. In der Oberstufe bleibt es bei einer Gültigkeit von einem Jahr.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verhinderung von Missbrauch. Der Ausweis wird künftig in dem Moment ungültig, in dem ein Schüler sich an einer Schule abmeldet, und zwar in Echtzeit. Die Missbrauchsquote wird laut Bericht auf bis zu 25 Prozent geschätzt.
Weitere Funktionen könnten später hinzukommen. Genannt werden die Bibliotheksberechtigung, Daten für das Mensaessen und das Bildungs- und Teilhabepaket. Auch für ein Deutschlandticket sei mit dem neuen Schülerausweis die technische Grundlage geschaffen.
In Berlin bleibt das kostenlose Ticket zunächst auf das Tarifgebiet AB beschränkt. Laut Tagesspiegel kostet das AB-Ticket 106,4 Millionen Euro für die Jahre 2026 und 2027.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Berliner Schüler | 400.000 |
| Testschulen | zehn |
| Kinder im Test | 7000 |
| Gültigkeitsgruppen | 1–4, 5–6 sowie 7–10 |
| Geschätzte Missbrauchsquote | bis zu 25 Prozent |
| Kosten des AB-Tickets | 106,4 Millionen Euro für die Jahre 2026 und 2027 |
Zusammenfassung: Der Tagesspiegel meldet einen einheitlichen Berliner Schülerausweis mit integriertem kostenlosem BVG-Ticket. Das Verfahren soll 400.000 Schüler erfassen, Schulen und Eltern entlasten und Missbrauch durch eine Echtzeit-Deaktivierung begrenzen.
Opioid-Missbrauch unter Jugendlichen im Eichsfeld
Das GT/ET Göttinger Tageblatt – Eichsfelder Tageblatt berichtet über den Missbrauch verschreibungspflichtiger Schmerzmittel durch Jugendliche im Eichsfeld. Genannt werden Tilidin, Fentanyl und Oxycodon.
Dem Bericht zufolge scheinen Jugendliche die Medikamente zunehmend als Drogen zu verwenden. Dabei wird auch die mögliche Rolle von Hip-Hop und Rap angesprochen, in denen entsprechende Substanzen thematisiert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gefahr einer schnellen Suchtentwicklung. Der Beitrag befasst sich außerdem mit Fällen, in denen Kinder die Schmerzmittel ihrer Eltern stehlen.
Zusammenfassung: Das GT/ET Göttinger Tageblatt – Eichsfelder Tageblatt thematisiert den Missbrauch von Tilidin, Fentanyl und Oxycodon durch Jugendliche im Eichsfeld sowie die mögliche Bedeutung von Musik und die Gefahr einer schnellen Abhängigkeit.
„Retro-Parenting“: Millennials orientieren sich an der eigenen Kindheit
Die Frankfurter Rundschau berichtet über den Erziehungstrend „Retro-Parenting“. Viele Millennial-Eltern orientieren sich demnach an ihrer eigenen Kindheit und setzen auf weniger Bildschirmzeit, mehr Eigenständigkeit und analoge Erfahrungen.
Als Beispiele werden genannt, Kinder allein zum Spielplatz zu schicken, kein Smartphone bis zur weiterführenden Schule zu erlauben und um 18 Uhr gemeinsam Abendbrot zu essen. Die Entwicklung wird von Paula Bleckmann, Professorin für Medienpädagogik an der Alanus Hochschule, grundsätzlich positiv bewertet.
Besonders den reduzierten Medienkonsum hebt Bleckmann hervor. Die „Medien-Diät der 90er-Jahre“ sei „erheblich gesünder für Kinder“ gewesen, weil der damals spätere Zugang zu Fernseher, Spielekonsole und Handy besser zur kindlichen Entwicklung gepasst habe.
„Wenn alles mit einem Wisch oder Klick wie von Zauberhand sofort da ist, wird zwar die kindliche Ungeduld befriedigt, aber nicht die kindliche Neugier.“ – Paula Bleckmann, zitiert von der Frankfurter Rundschau
Statt Tablet und Smartphone empfiehlt die Pädagogin mehr freies Spielen, Aufenthalte im Freien und Raum für Langeweile. Dies seien laut Bericht förderliche Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen und ein gesundes Gehirnwachstum.
Bleckmann spricht sich außerdem dafür aus, Kindern mehr Eigenständigkeit zuzutrauen und analoge Familienzeit zu schaffen. Kleine Krisen sollten Kinder selbst meistern können, damit sie daraus Resilienz entwickeln.
„Weniger verplante Zeit, mehr Muße, mehr realweltliche Begegnung mit Menschen“ – Paula Bleckmann, zitiert von der Frankfurter Rundschau
Die Frankfurter Rundschau weist zugleich auf Grenzen des Trends hin. Eine pauschale Verklärung der 90er-Jahre könne dazu führen, dass gesellschaftliche Fortschritte bei Chancengleichheit, Geschlecht, Herkunft und Umweltbewusstsein aus dem Blick geraten.
Auch das damalige Familienbild sei kritisch zu betrachten, da es laut Bleckmann größtenteils auf einem Modell beruhte, „in dem Mama zu Hause war und Papa das Geld verdient hat“. Mehr analoge Familienzeit sei zudem eine Frage der finanziellen Möglichkeiten.
Ein weiteres Problem könne entstehen, wenn ein Kind als Einziger in der Klasse kein Smartphone besitze und sich dadurch ausgeschlossen fühle. Bleckmann bezeichnet dieses Phänomen als „AADDA-Syndrom“ – „Alle Anderen Dürfen Das Aber.“
Als treffenderen Begriff schlägt die Pädagogin laut Frankfurter Rundschau „Future-ready Parenting“ vor. Nicht Nostalgie stehe im Mittelpunkt, sondern Zukunftskompetenzen wie Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken.
- Weniger Bildschirmzeit und späterer Zugang zu digitalen Geräten
- Mehr freies Spielen und Zeit im Freien
- Mehr Eigenständigkeit und Raum für Langeweile
- Analoge Familienzeit und reale Begegnungen
- Vorsicht vor einer vollständigen Verklärung der 90er-Jahre
- Berücksichtigung sozialer Ausgrenzung durch fehlende digitale Geräte
Zusammenfassung: Die Frankfurter Rundschau beschreibt „Retro-Parenting“ als Rückgriff auf weniger digitale und stärker analoge Kindheitserfahrungen. Die Pädagogin Paula Bleckmann bewertet viele Elemente positiv, warnt aber vor Nostalgie, überholten Familienbildern und sozialem Ausschluss.
Elternmannschaft des TSV Leuna wächst
Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet über eine Hockey-Elternmannschaft des TSV Leuna. Aus einem spontanen Turniereinsatz entwickelte sich eine feste Mannschaft, die inzwischen zweimal pro Woche trainiert und erste Erfolge feiert.
Im Mittelpunkt steht für viele Beteiligte nicht nur der Sport, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl. Der Bericht schildert eine Trainingseinheit im Stadion der Gartenstadt Leuna bei starkem Regen.
„Das ist für den Platz das beste Wetter“ – Claudia Panser vom TSV Leuna, zitiert von der Mitteldeutschen Zeitung
Die Elternmannschaft steht damit für ein Sportangebot, das den Verein und die Familien miteinander verbindet. Der Einstieg entstand aus einer spontanen Beteiligung an einem Turnier und führte anschließend zu regelmäßigen Trainingseinheiten.
Zusammenfassung: Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, dass sich beim TSV Leuna aus einem spontanen Hockey-Turniereinsatz eine feste Elternmannschaft entwickelt hat. Sie trainiert zweimal pro Woche und verbindet sportliche Aktivitäten mit Gemeinschaft.
Quellen:
- Miriam Hoff: So sprechen Eltern mit Kindern über schwierige Themen
- Was das Alter der Eltern über die eigene Lebenserwartung verrät
- Glückliche Schulen, glückliche Eltern: Im neuen Schülerausweis ist das BVG-Ticket integriert
- Wenn Kinder die Schmerzmittel der Eltern stehlen: Opioid-Missbrauch ist auch im Eichsfeld ein Problem
- Millennial-Eltern bringen Erziehungstrend von vor 30 Jahren zurück
- Elternmannschaft startet in Leuna durch: TSV Leuna setzt auf Familiensport: Eltern erobern das Hockeyfeld














