Inhaltsverzeichnis:
Medienkonsum, Zeugnisdruck und Kontaktabbrüche: Familienfragen im Pressespiegel
Kritischer Medienkonsum bei Kindern: Der Inhalt zählt mehr als die Dauer
STERN.de berichtet über den Streit zwischen Eltern und Kindern um Bildschirm- und Medienzeit. Kontakte zu Freunden, schulisches Lernen, Hobbys und Unterhaltung hätten sich vielfach ins Internet verlagert, während Kinder und Jugendliche die dauerhafte Präsenz des Internets als Normalität erlebten.
Die Diplom-Pädagogin und approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Sahar Gholikhani erklärt laut STERN.de, dass Medienkonsum eine zentrale Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen einnehme. Kinder befürchteten bei elterlichen Regeln, etwas zu verpassen, sich isoliert zu fühlen oder dass ihnen ein Teil ihres Alltags weggenommen werde.
Entscheidend sei nach Aussage der Expertin nicht allein die Bildschirmzeit, sondern vor allem der konsumierte Inhalt und die Art, wie Kinder und Jugendliche damit umgingen. Als wichtiger Maßstab gelte außerdem die Funktion des Medienkonsums: Eltern sollten daher stärker darauf achten, was ihre Kinder ansehen und welchen Zweck die Nutzung erfüllt.
„Es ginge weniger um die Bildschirmzeit, sondern um die Frage, was sich Kinder und Jugendliche sich überhaupt anschauen und wie sie damit umgehen.“
Infobox: Quelle: STERN.de. Kernaussage: Nicht die Dauer des Medienkonsums allein, sondern Inhalt und Funktion der Nutzung stehen im Mittelpunkt.
Anna Adamyan und Sargis Adamyan sind erneut Eltern geworden
T-Online berichtet, dass das Model Anna Adamyan und der Fußballer Sargis Adamyan ihr zweites Kind bekommen haben. Anna Adamyan, die als Anna Wilken bei „Germany's next Topmodel“ bekannt wurde, teilte die Nachricht mit ihren mehr als 600.000 Followern auf Instagram.
Der Kinderwunsch des Paares blieb nach Angaben von T-Online zunächst viele Jahre unerfüllt. Nach Fehlgeburten und mehreren künstlichen Befruchtungen wurde ihr Sohn Levi im August 2023 geboren.
Anfang vergangenen Jahres startete das Paar demnach seinen „Kinderwunsch 2.0“. An Weihnachten überraschte Anna Adamyan ihre Fans mit der Nachricht, dass sie wieder schwanger sei. Nun teilte sie ein Foto, auf dem die Hand des Neugeborenen gemeinsam mit den Händen seiner Eltern zu sehen ist.
Die Geburt sei allerdings unter schwierigen Umständen erfolgt: Der kleine Junge sei in der 34. Schwangerschaftswoche „ganz plötzlich auf die Welt geholt werden“ müssen und brauche „noch viel Starthilfe“. Die 30-Jährige erklärte, Mutter und Baby benötigten zunächst Zeit und Kraft zur Erholung.
„Unser zweites Wunder“
Seit 2019 ist Anna mit Sargis Adamyan liiert. Zwei Jahre später verlobte sich das Paar, kurz darauf folgte die Hochzeit. Der Fußballer wechselte 2022 zum 1. FC Köln, spielte dort zunächst in der Bundesliga und war zuletzt für die zweite Mannschaft des Klubs aktiv.
Infobox: Quelle: T-Online. Kernaussage: Anna Adamyan ist nach Fehlgeburten und mehreren künstlichen Befruchtungen zum zweiten Mal Mutter geworden; das Baby kam in der 34. Schwangerschaftswoche zur Welt.
Eltern pflegen ihre Kinder und fürchten die Zukunft
WELT schildert die Situation von Eltern, die ihre Kinder pflegen und bereits am Limit seien. Im Mittelpunkt stehen Leserberichte im Zusammenhang mit der anstehenden großen Pflegereform sowie die Sorgen der Familien, die eine Verschärfung ihrer Lage befürchten.
Der Titel des Beitrags zitiert die Aussage eines Elternteils: „Kann nur hoffen, dass mein Sohn vor mir stirbt“. Damit wird die außergewöhnliche Belastung beschrieben, die entstehen kann, wenn Eltern dauerhaft Verantwortung für ein pflegebedürftiges Kind übernehmen und zugleich Angst vor der Zukunft haben.
Der Beitrag von WELT ordnet die persönlichen Geschichten in den Zusammenhang der geplanten Pflegereform ein. Die Betroffenen berichten demnach von einer Situation, in der sie bereits jetzt an ihre Grenzen gelangen und das Schlimmste befürchten.
Infobox: Quelle: WELT. Kernaussage: Eltern, die ihre Kinder pflegen, fühlen sich laut dem Bericht vielfach am Limit und blicken mit großer Sorge auf die anstehende Pflegereform.
Zeugnisse: Eltern sollen zuhören statt schimpfen oder belohnen
SZ.de berichtet zum Schuljahresende über den Umgang von Eltern mit den Zeugnissen ihrer Kinder. Während manche Kinder stolz und glücklich seien, kämen andere aus Angst vor der Reaktion ihrer Eltern mit hängenden Schultern nach Hause.
Alexandra Schreiner-Hirsch, pädagogische Leiterin des Kinderschutzbundes Bayern, warnt laut SZ.de vor Druck. Brüllen, Schimpfen und Strafen für Noten sollten ebenso unterbleiben wie materielle Belohnungen, weil Geld oder Geschenke als Anreiz die intrinsische Motivation zum Lernen zerstören könnten.
„Auch wenn das Zeugnis sehr gut ist, geht es darum, den Fokus nicht nur auf die Leistung zu legen.“
Die Expertin betont, dass Charakter und Persönlichkeit eines Kindes nicht auf Noten reduziert werden dürften. Fähigkeiten und Talente wie Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, emotionale Sensibilität, Musikalität, Kreativität, Sportlichkeit oder sprachliche Gewandtheit prägten einen Menschen ebenfalls.
Bei schlechten Noten sollten Eltern zunächst tief durchatmen, ihre eigenen Emotionen zurückstellen und das Kind in den Arm nehmen. Danach gehe es darum, zuzuhören, sich einzufühlen, nachzufragen und dem Kind beim Umgang mit unangenehmen Gefühlen zu helfen.
„Du bist unser Kind, und wir lieben dich - egal, wie die Noten sind - als Mensch“
Für ein weiteres Gespräch sollten Eltern nach Empfehlung der Pädagogin einen eigenen Zeitpunkt festlegen und offen fragen: „Was brauchst du jetzt?“ Mögliche Themen könnten gemeinsames Lernen, Nachhilfe, die Wiederholung der Jahrgangsstufe oder ein Schulwechsel sein.
Außerdem sollten Eltern Kinder niemals mit anderen Kindern vergleichen. Vergleiche könnten Rivalität unter Geschwistern oder Freunden fördern und Mobbing begünstigen. Kinder entwickelten sich beim schulischen Lernen sowie bei Fähigkeiten und Fertigkeiten unterschiedlich.
Für Beratung stehen in Bayern die neun staatlichen Schulberatungsstellen, Beratungslehrkräfte an den Schulen sowie das Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“ unter 0800 111 0550 zur Verfügung. Kinder und Jugendliche können das Sorgentelefon unter 116 111 erreichen.
Infobox: Quelle: SZ.de. Kernaussage: Eltern sollen bei Zeugnissen nicht mit Druck, Strafen oder materiellen Belohnungen reagieren, sondern zuhören, emotionale Unterstützung geben und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Wenn Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen
RP Online berichtet über ein kostenloses Gruppenangebot der Ehe-, Familien- und Lebensberatung Moers-Xanten für Eltern, deren Kinder den Kontakt abgebrochen haben. Das Thema sei häufig mit Scham und verletzten Gefühlen verbunden, weshalb viele Betroffene darüber weder mit Freunden noch mit Verwandten sprächen.
Nicole Wiethoff, Leiterin der EFL Moers-Xanten, erklärt, ein Kontaktabbruch gehe mit einer starken seelischen Belastung einher. Die Situation könne auch Familien treffen, in denen es weder Gewalt noch Vernachlässigung gebe, und komme für einige Eltern überraschend und unvorbereitet.
Nach Darstellung von RP Online hätten sich Spannungen und seelische Verletzungen häufig über lange Zeiträume aufgestaut. Oft gehe es um die Art, wie Konflikte ausgetragen würden. Als Folge könnten auch die Ehe der Eltern, Geschwisterkinder und Enkelkinder belastet werden.
Das Gruppenangebot soll den Betroffenen Wege zeigen, wie sie sich neu aufstellen und einen besseren Umgang mit der Situation finden können. Der Versuch, den Kontakt wiederherzustellen, sei laut Wiethoff jedoch oft aussichtslos; deshalb gehe es auch darum, trotz der Verletzung in einen guten Alltag zurückzufinden.
Das Angebot umfasst drei Abende, jeweils donnerstags am 17. September, 1. und 15. Oktober von 18 bis 20 Uhr in der EFL, Essenberger Straße 6a in Moers. Es ist auf zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschränkt, die Teilnahme ist kostenfrei; um eine freiwillige Spende wird gebeten.
Eine Anmeldung ist bis Donnerstag, 3. September, unter Tel. 02841 23730 oder per E-Mail an efl-moers@bistum-muenster.de möglich. Die EFL berät nach eigenen Angaben unabhängig von Herkunft, Religion oder sexueller Ausrichtung; weitergehende Einzelberatungen können sich anschließen.
Infobox: Quelle: RP Online. Kernaussage: Die EFL Moers-Xanten bietet Eltern nach Kontaktabbrüchen ihrer Kinder ein kostenloses Gruppenangebot mit drei Terminen an.
Christoph Letkowski spricht über Eltern-Kind-Entfremdung
Das Hamburger Abendblatt berichtet über die Erfahrungen des Schauspielers und Musikers Christoph Letkowski mit einer schwierigen Vater-Kind-Beziehung. Der 44-Jährige, der seit 2005 auf Bühne, Bildschirm und Leinwand zu sehen ist, engagiert sich für mehr Sichtbarkeit beim Thema Eltern-Kind-Entfremdung.
Letkowski berichtet im Abendblatt-Podcast „Wenn Eltern Feinde werden“, dass die Mutter nach der Trennung mit dem Kind von Berlin ins 300 Kilometer entfernte Lübeck zog. Seit fast einem Jahrzehnt beschäftige er sich mit getrenntlebenden Eltern und Trennungskindern.
Nach eigener Aussage befindet er sich mittlerweile im elften Gerichtsverfahren und verteidigt sich selbst. Die zahlreichen Verfahren hätten viel Zwischenmenschliches zerstört. Ohnmacht, Wut und Trauer seien für ihn wesentliche Begleiter gewesen.
„Der Schmerz des zurückgelassenen Elternteils ist einfach immer da“
Letkowski vertritt die Ansicht, dass getrenntlebende Eltern trotz aller Differenzen empathisch bleiben und ein Mindestmaß an Verbindung ermöglichen sollten. Nach der Trennung habe er einen langen Familienbrief an die Mutter und alle Großeltern geschrieben, um ein zugewandtes Zuhause-Gefühl in beiden Lebenswelten zu fördern.
Die Entfremdungsdynamik habe ihn nach seinen Schilderungen 2024 an seine persönlichen Grenzen gebracht. Er habe sich für fast ein halbes Jahr selbst in die Psychiatrie eingewiesen; diagnostiziert worden seien eine Belastungs-Depression und eine Panik-Störung.
Trotzdem habe er versucht, den Kontakt zu seinem Kind zu halten, Briefe geschrieben und deutlich gemacht, wie sehr er es vermisse. Später habe er sein Kind gar nicht mehr gesehen und nur noch aus der Ferne vermitteln können, dass er immer für es da sei.
Infobox: Quelle: Hamburger Abendblatt. Kernaussage: Christoph Letkowski beschreibt eine jahrelange Auseinandersetzung um die Beziehung zu seinem Kind, zahlreiche Gerichtsverfahren und die psychischen Folgen der Entfremdung.
Quellen:
- Kritischer Medienkonsum bei Kindern – nicht die Dauer ist das Problem
- "Wunder" nach Fehlgeburten: Model Anna Adamyan ist Mutter geworden
- „Kann nur hoffen, dass mein Sohn vor mir stirbt“
- Schuljahresende - Wie Eltern auf das Zeugnis ihres Kindes reagieren sollten - Bayern
- Hilfe für Familien in Moers/Xanten: Wenn Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen
- „Der Schmerz des zurückgelassenen Elternteils ist einfach immer da“













