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    Familien im Wandel: Erziehung, Schlafmangel, Kita-Plätze und digitale Risiken

    KI-generiert
    06.08.2026 9 mal gelesen 0 Kommentare

    Erziehung zwischen Großeltern, Schlafmangel und neuen Familienmodellen

    Erziehungs-Expertin nennt Warnsignale im Umgang von Großeltern mit Kindern

    Die Frankfurter Rundschau berichtet über Aussagen der Diplom-Pädagogin Susanne Mierau zu Konflikten zwischen Eltern und Großeltern. „Großelternkonflikte sind tatsächlich ein größeres Problem“, sagt Mierau. Viele Großeltern handelten zwar nicht aus böser Absicht, dennoch seien bestimmte Erziehungsmuster aus heutiger Sicht problematisch.

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    Als Warnsignale nennt die Pädagogin vor allem kontrollierende Aussagen und den Umgang mit Gefühlen und Essen. Dazu zählen Aufforderungen wie „Der Teller muss leer gegessen werden!“ oder „Nur wer aufisst, bekommt einen Nachtisch!“. Nach Mieraus Einschätzung sollen Kinder ein gutes Körpergefühl für Sättigung entwickeln können.

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    Auch Sätze wie „Jungs weinen nicht!“, „Sei keine Heulsuse!“ oder „Das gehört sich nicht für ein Mädchen, so wütend zu sein!“ bewertet Mierau kritisch. Gefühle würden teilweise geschlechtsspezifisch erlaubt oder verboten, was sich nach ihrer Aussage auf beide Geschlechter negativ auswirken könne.

    Der Vorwurf, Eltern würden ihr Kind durch Zuwendung verwöhnen, entspreche ebenfalls nicht dem aktuellen Stand der Entwicklungspsychologie. Babys und junge Kinder bräuchten verlässliche Bezugspersonen, die ihnen die Welt und ihre Gefühlswelt erklärten. Mierau verweist außerdem auf einen „autoritativen“ oder „demokratischen“ Erziehungsstil, der Wärme und Orientierung verbinde.

    „Prinzipiell ist es natürlich wichtig, zu beachten, dass die meisten Großeltern es gut meinen und nicht aus einer bösen Absicht handeln“, sagt Susanne Mierau.

    Infobox: Die Frankfurter Rundschau stellt sechs problematische Verhaltensmuster in den Mittelpunkt: Druck beim Essen, das Unterdrücken von Gefühlen, geschlechtsspezifische Gefühlsregeln, der Vorwurf des Verwöhnens sowie stark kontrollierende Erziehungsansätze.

    Umfrage zeigt: Babys beeinträchtigen Schlaf und Intimität der Eltern

    WELT berichtet über eine Online-Umfrage des Fitnessherstellers Blackroll unter 1003 Eltern. Befragt wurden Eltern von Babys im Alter von null bis 24 Monaten, Eltern von Schulkindern zwischen drei und zehn Jahren sowie Eltern von Teenagern zwischen elf und 18 Jahren.

    Besonders stark ist der Schlafmangel in den ersten Lebensjahren. 69 Prozent der Eltern mit einem Kind bis 24 Monate schlafen durchschnittlich ein bis drei Stunden weniger. Insgesamt geben 53 Prozent aller befragten Eltern mit Kindern jeden Alters an, seit der Geburt des Nachwuchses weniger zu schlafen.

    ElterngruppeMehr als drei Stunden wenigerZwei bis drei Stunden wenigerEin bis zwei Stunden wenigerKein Unterschied
    Kinder bis 24 Monate7 Prozent28 Prozent41 Prozent24 Prozent
    Kinder von drei bis zehn Jahren7 Prozent18 Prozent40 Prozent44 Prozent

    Mit zunehmendem Alter der Kinder verbessert sich die Schlafsituation teilweise wieder. 58 Prozent der Befragten mit Teenagern im Haus geben an, zu ihrem alten Schlafmuster zurückgefunden zu haben.

    Die Folgen des Schlafmangels spüren 76 Prozent aller Eltern. Als gravierendste Auswirkungen nennt die Umfrage Energielosigkeit mit 29 Prozent, erhöhte Reizbarkeit und sinkende Geduld mit 21 Prozent sowie fehlende Energie für eigene Hobbys oder Freundschaften.

    Auch die Intimität der Elternpaare wird laut WELT durch unterbrochene Nächte beeinflusst. 24 Prozent sagen, dass „die Intimität oft auf der Strecke bleibt“. In der Baby-Phase beklagen 51 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen fehlende Intimität. Bei Eltern von Teenagern liegt der Anteil der Paare, deren Intimität wegen weniger Schlaf leidet, bei 23 Prozent.

    Zur Verbesserung des Schlafs setzen 29 Prozent auf feste Einschlafrituale, 16 Prozent investieren in neue Kissen oder Matratzen. Pflanzliche Mittel oder Tees nutzen sieben Prozent, digitale Helfer wie Schlaf-Apps oder White-Noise-Geräte sechs Prozent und eine professionelle Schlafberatung 1,6 Prozent. 20 Prozent haben laut Umfrage bisher noch nichts Konkretes ausprobiert.

    Bei der Aufteilung des Zu-Bett-Bringens zeigen sich Unterschiede zwischen der Wahrnehmung von Männern und Frauen. 33 Prozent geben an, dass beide Elternteile zu gleichen Teilen zuständig sind. Während 42 Prozent der Männer die Aufteilung als fair empfinden, sehen dies nur 26 Prozent der Frauen so. Mehr als ein Drittel der Frauen übernimmt diese Aufgabe nach eigener Angabe fast ausschließlich allein, bei den Männern sind es neun Prozent.

    Infobox: Die Umfrage von Blackroll zeigt besonders in der Baby-Phase deutlichen Schlafmangel. Neben Energie und Geduld kann auch die Intimität leiden; zugleich wird die Verteilung der abendlichen Betreuungsarbeit von Männern und Frauen unterschiedlich bewertet.

    Offene Beziehung nach der Geburt: Ein Paar beschreibt sein Familienmodell

    Die Süddeutsche Zeitung porträtiert Sara und Basti, die nach der Geburt ihrer Tochter eine offene Beziehung führen. Sara beschreibt, dass ihre Lust auf Sex als Mutter verschwunden sei, während die ihres Partners geblieben sei. Das Paar lebt mit seiner vierjährigen Tochter zusammen.

    Der Bericht schildert einen Abend, an dem Basti sich fertig macht, sich von Sara und seiner Tochter verabschiedet und anschließend eine andere Frau trifft und mit ihr schläft. Für viele Paare wäre dies laut dem Artikel ein Trennungsgrund. Für Sara und Basti ist es dagegen Teil ihres gemeinsamen Beziehungsmodells.

    Die Süddeutsche Zeitung stellt dabei den Zusammenhang zwischen Elternschaft, veränderter Sexualität und der Suche nach einer tragfähigen Vereinbarung in der Partnerschaft heraus. Das Paar beschreibt die offene Beziehung als einen Weg, mit unterschiedlichen Bedürfnissen umzugehen.

    Infobox: Im Mittelpunkt steht ein Paar, bei dem sich die sexuelle Lust nach der Geburt unterschiedlich entwickelt hat. Eine offene Beziehung soll Sara und Basti als Paar und Eltern glücklicher machen.

    Duisburger Eltern klagen wegen Kita-Plätzen

    RP Online berichtet über drei Eltern aus Duisburg, die im Zusammenhang mit der Vergabe von Kita-Plätzen vor das Verwaltungsgericht ziehen. In Duisburg begann am 1. August das neue Kita-Jahr 2026/2027.

    Nach Angaben der Stadt werden in den städtischen Kitas knapp 8500 Kinder betreut. RP Online nennt außerdem über 8400 Kinder in den städtischen Einrichtungen. Die Beiträge sind gleichgeblieben.

    Für Familien hängt die Suche nach einem Platz unter anderem von Wohnort, Nähe, Auslastung und Profil der jeweiligen Kita ab. Genau diese Unterschiede machen die Platzvergabe für viele Eltern zu einer wichtigen und belastenden Frage.

    Infobox: Zum Start des Kita-Jahres 2026/2027 laufen in Duisburg drei Verfahren von Eltern wegen der Platzvergabe. In den städtischen Kitas werden knapp 8500 Kinder betreut, die Beiträge sind gleichgeblieben.

    Sieben Jahre Pflege führten zu einem neuen Berufsweg

    Business Insider Deutschland erzählt die Geschichte von Natasya Pawanteh aus Kuala Lumpur in Malaysia. Die heute 45-Jährige kündigte im Mai 2018 im Alter von 36 Jahren ihren Job als Geologin bei Shell, um ihre Eltern zu pflegen.

    Pawanteh arbeitete 2017 als ehrgeizige Geologin im malaysischen Bundesstaat Sarawak und beschreibt sich als Workaholic. Ihre Eltern hatten beide Jahre zuvor einen Schlaganfall erlitten. Ursprünglich wollte sie höchstens zwei Jahre pausieren, ihre Schwestern unterstützen und anschließend wieder in die Branche zurückkehren.

    Aus den geplanten zwei Jahren wurden siebeneinhalb Jahre. Die Pflege ihrer Eltern entwickelte sich zu einem Vollzeitjob. Pawanteh, ihre beiden Schwestern und zeitweise ihre Brüder kümmerten sich rund um die Uhr um die Eltern. Der Vater starb im Dezember 2022, die Mutter im August 2024.

    Eine mögliche Stelle bei Shell in den Niederlanden kam wegen der Corona-Pandemie nicht zustande. Nach dem Tod ihrer Mutter musste Pawanteh wieder arbeiten, während ihre Ersparnisse nahezu aufgebraucht waren. Nach fast sieben Jahren ohne Tätigkeit als Geologin eröffneten ihr informelle Gespräche mit früheren Kontakten keine neue berufliche Chance.

    Statt in die Geologie zurückzukehren, engagierte sie sich ehrenamtlich bei der Kechara Soup Kitchen Society und verteilte Lebensmittel. Dort erkannte sie, dass sie anderen Menschen helfen wollte. Ende 2025 erhielt sie das Angebot, als Assistentin des Geschäftsführers einzusteigen.

    „Ich glaube, das wird die größte Leistung meines Lebens bleiben“, sagt Pawanteh über die Begleitung ihrer Eltern bis zu deren letztem Tag.

    Die lange berufliche Auszeit habe sie geduldiger gemacht und ihr geholfen, anderen Menschen mit mehr Verständnis und Mitgefühl zu begegnen. Ihre frühere Tätigkeit als Geologin half ihr im neuen Beruf unter anderem beim Stakeholder-Management und bei der logistischen Planung.

    Infobox: Natasya Pawanteh gab 2018 mit 36 Jahren ihre Karriere auf, pflegte ihre Eltern sieben Jahre und wechselte anschließend in den gemeinnützigen Bereich. Ende 2025 begann sie als Assistentin des Geschäftsführers bei der Kechara Soup Kitchen Society.

    Eltern.de warnt vor dem Teilen von Kinderbildern

    Eltern.de warnt davor, Kinderbilder über WhatsApp, soziale Netzwerke oder öffentliche Statusbereiche zu verbreiten. Auch Familiengruppen seien nicht automatisch risikofrei, weil Bilder weitergeleitet oder außerhalb der Gruppe veröffentlicht werden könnten.

    Hinter Instagram, Facebook und WhatsApp steht der Konzern Meta. Laut dem Bericht verwendet Meta seit Mai 2025 öffentliche Inhalte wie Fotos, Beiträge und Bildunterschriften zum Training seiner Künstlichen Intelligenz. Dazu können Familienurlaubsbilder, Geburtstagsfotos und Schulanfangsbilder gehören, wenn sie öffentlich auf Facebook oder Instagram eingestellt wurden.

    Für WhatsApp gilt laut Meta, dass Ende-zu-Ende-verschlüsselte private Chats nicht für das KI-Training verwendet werden. Wie WhatsApp-Gruppen oder der Statusbereich behandelt werden, sei jedoch nicht eindeutig geregelt. Wer auf Nummer sicher gehen wolle, solle dort grundsätzlich keine Kinderfotos teilen.

    Ein Emoji über dem Gesicht biete keinen verlässlichen Schutz. Nach Angaben von Eltern.de können KI-Systeme Gesichter teilweise rekonstruieren und aus Hintergrund, Körperhaltung, Haaren und weiteren Bildern Informationen ergänzen. Auch ohne sichtbares Gesicht könnten Wohnort, Schule und Hobbys erkennbar sein.

    Der Beitrag verweist außerdem auf Deepfakes. UNICEF, ECPAT International und INTERPOL schlagen laut dem Bericht Alarm: In einer aktuellen Studie in elf Ländern wurden die Bilder von mindestens 1,2 Millionen Kindern im vergangenen Jahr zu sexuell eindeutigen Deepfakes manipuliert. In manchen Ländern sei bereits eines von 25 Kindern betroffen. Bis zu zwei Drittel aller Kinder äußerten in einigen Ländern die Sorge, dass gefälschte sexualisierte Bilder von ihnen erstellt werden könnten.

    Eltern.de nennt mehrere Maßnahmen zum Schutz:

    • Für Facebook und Instagram kann dem KI-Training offiziell widersprochen werden; der Widerspruch muss für jeden Dienst einzeln erfolgen.
    • Instagram- und Facebook-Profile sollten auf „Privat“ gestellt werden.
    • Kinderfotos sollten nicht öffentlich geteilt werden, auch nicht mit Emojis.
    • In Familiengruppen sollte bedacht werden, dass andere Personen Bilder weiterleiten können.
    • Kinder sollten ab einem gewissen Alter gefragt werden, ob sie mit der Veröffentlichung eines Fotos einverstanden sind.
    • Bei der Nutzung von Meta AI in WhatsApp sollten keine Fotos oder persönlichen Informationen geteilt werden; ein Widerspruch sei dort nicht möglich.
    • Familien, Schulen und Vereine sollten über den Umgang mit Kinderbildern sprechen.

    Infobox: Eltern.de empfiehlt, Kinderbilder möglichst in geschützten Familienalben statt im öffentlichen Netz aufzubewahren. Der Bericht verweist auf KI-Training, Rekonstruktionsmöglichkeiten und Deepfake-Missbrauch als Risiken beim Teilen von Fotos.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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