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    Familien-News: Erziehung, Smartphone-Nutzung, Unterhalt und Kita-Streit im Fokus

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    16.07.2026 9 mal gelesen 0 Kommentare

    Familien im Fokus: Zwischen Erziehungsfragen, digitalem Alltag und politischem Streit

    Familientherapeut: Eltern sollten Veränderungen bei Kindern ernst nehmen

    Die meisten Eltern, die sich fragen, ob sie gute Eltern sind, seien es bereits, schreibt der systemische Therapeut und Familientherapeut Michael Rössner in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau. Entscheidend sei das eigene Gefühl sowie die Bereitschaft, das Kind aufmerksam zu beobachten und sich um seine Bedürfnisse zu kümmern.

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    Rössner betont zugleich, dass Fehler zum Familienalltag gehören und keine Schwäche darstellen. Eltern dürften sich außerdem um die eigene psychische und körperliche Situation kümmern, denn eine Familie funktioniere wie ein Mobile: Wenn ein Teil aus dem Gleichgewicht gerate, wirke sich das auch auf die anderen Beteiligten aus.

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    Schwierig werde es vor allem dann, wenn Eltern Gefühle verbergen oder widersprüchliche Signale senden. Wenn ein Kind etwa eine weinende Mutter sehe und diese sage, es sei nichts, könne es den Widerspruch nicht einordnen. Eine Aussage wie „Ich bin gerade traurig, aber ich komme damit klar“ gebe Kindern dagegen eine verständliche Orientierung.

    Besondere Aufmerksamkeit empfiehlt Rössner bei Verhaltensänderungen, die länger als ein paar Tage anhielten. Als Beispiele nennt er, dass ein Kind seit Wochen nicht mehr in die Schule gehen wolle, nachts nicht mehr durchschlafe, sich zurückziehe oder aggressiv werde. Auch ruhige und angepasste Kinder könnten belastet sein; depressives Verhalten könne bereits im Grundschulalter auftreten und werde häufig übersehen.

    „Das wichtigste Zeichen, dass Sie es gut machen, ist Ihr eigenes Gefühl.“

    Infobox: Laut der Frankfurter Rundschau sollten Eltern vor allem hinschauen, zuhören und länger anhaltende Veränderungen ernst nehmen. Bedürfnisorientierte Erziehung beziehe die Bedürfnisse von Eltern und Kindern ein.

    WELT: Handynutzung von Eltern kann Jugendliche belasten

    Die WELT berichtet über eine Studie zur elterlichen Smartphone-Nutzung. Demnach entwickeln Kinder von Eltern, die ständig auf das Handy schauen, als Teenager häufiger unsichere Bindungsmuster und Ängste.

    Im Mittelpunkt steht die Situation, in der Kinder Aufmerksamkeit benötigen, während Eltern weiter auf den Bildschirm blicken. Die Zeitung beschreibt dies als unterschätzte Gefahr, weil dadurch nicht nur gemeinsame Momente verpasst würden, sondern auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern belastet werden könne.

    Der Beitrag ordnet das Thema im Zusammenhang mit Jugendlichen, Smartphones und Handys ein. Weitere Angaben zur Studie oder zu den untersuchten Zahlen enthält der vorliegende Text nicht.

    Infobox: Die WELT verweist auf einen Zusammenhang zwischen ständiger elterlicher Handynutzung und späteren unsicheren Bindungsmustern sowie Ängsten bei Jugendlichen.

    Eltern wegen fahrlässiger Tötung eines Zweijährigen verurteilt

    Das Amtsgericht Horb hat ein Elternpaar wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach Angaben des SWR wurde die Strafe für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt; außerdem müssen die Eltern jeweils 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

    Der zweijährige Sohn war an einer chronischen Bronchitis beziehungsweise einer Atemwegserkrankung gestorben. Laut Staatsanwaltschaft und einem Gutachter waren die Eltern mit dem Kind nie bei einem Arzt gewesen, obwohl Vorsorgeuntersuchungen für Kinder in Baden-Württemberg verpflichtend vorgeschrieben sind.

    Den Angaben des SWR zufolge behandelten die Eltern die Atemwegsprobleme offenbar mit ätherischen Ölen. Zusätzlich prüfte das Gericht, ob der Notarzt am Todestag zu spät gerufen worden war. Ein Gutachter sagte aus, das Kind hätte möglicherweise gerettet werden können, wenn die Hilfe zehn Minuten früher eingetroffen wäre.

    Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Zweijährige grundsätzlich gut versorgt gewesen sei. Im medizinischen Bereich hätten die Eltern jedoch fahrlässig gehandelt. Die Richterin betonte, Eltern hätten bei Kindern die Pflicht, einen Arzt aufzusuchen.

    Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten sowie 200 Stunden gemeinnützige Arbeit gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Der Prozess war bereits für das vergangene Jahr vorgesehen gewesen, musste jedoch verschoben werden, nachdem die Eltern untergetaucht und später in Bayern festgenommen worden waren.

    Entscheidung und AuflagenAngabe
    FreiheitsstrafeEin Jahr
    BewährungszeitDrei Jahre
    Gemeinnützige ArbeitJe 100 Stunden
    Vom Gutachter genannte mögliche RettungschanceZehn Minuten früher

    Infobox: Der SWR berichtet, dass das Elternpaar wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde. Das Gericht sah die Fahrlässigkeit insbesondere darin, medizinische Behandlung nicht in Anspruch genommen und den Notarzt zu spät gerufen zu haben.

    Spiegel warnt vor problematischen Inhalten im Versteckspiel „Meccha Chameleon“

    Der Spiegel berichtet über das virale Versteckspiel „Meccha Chameleon“. Das bunt und kreativ gestaltete Spielkonzept begeistere weltweit Millionen, zugleich könnten darin Nazisymbole und mutmaßliche Pädokriminelle auftauchen.

    Der Beitrag richtet sich ausdrücklich an Eltern und soll darüber informieren, worauf sie bei dem gehypten Spiel achten sollten. Der vollständige Artikel war in den vorliegenden Daten jedoch nicht mehr abrufbar.

    Infobox: Nach Angaben des Spiegels verbindet „Meccha Chameleon“ einen weltweiten Hype mit möglichen problematischen Inhalten. Genannt werden Nazisymbole und mutmaßliche Pädokriminelle.

    Geplante Kürzung beim Unterhaltsvorschuss sorgt für Kritik

    Sozialverbände in Niedersachsen kritisieren Pläne des Bundes, den Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende künftig nur noch bis zum 16. Lebensjahr zu zahlen. Der NDR berichtet, dass Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren derzeit monatlich bis zu 394 Euro erhalten können.

    Für eine alleinerziehende Person könnten dadurch im Jahr bis zu 4.728 Euro fehlen. Familienministerin Karin Prien (CDU) wolle mit der Kürzung im Bundeshaushalt jährlich 245 Millionen Euro einsparen.

    In Niedersachsen hatten im Jahr 2023 rund 87.400 Kinder Anspruch auf staatlichen Unterhaltsvorschuss. Wie viele davon älter als 16 Jahre waren und damit von einer Gesetzesänderung betroffen wären, geht aus der Statistik des Sozialministeriums laut NDR nicht genau hervor.

    Der Sozialverband SoVD in Niedersachsen bezeichnete die geplante Kürzung als „Schlag ins Gesicht“ für Alleinerziehende und Kinder. Der Verband befürchtet, Jugendliche könnten sich dadurch weniger auf ihre Bildung konzentrieren. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter fordert stattdessen, staatliche Ansprüche gegenüber unterhaltspflichtigen Eltern konsequenter durchzusetzen.

    Auch der Kinderschutzbund Niedersachsen warnt vor weitreichenden Folgen. Für betroffene Kinder seien Urlaube, neue Kleidung oder Geschenke häufig nicht möglich. Ein Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums äußerte sich ebenfalls kritisch und erklärte, eine Reform des Sozialstaats dürfe nicht zulasten Alleinerziehender gehen.

    Im Bundesrat könnte Niedersachsen auf den Gesetzentwurf einwirken. Zuvor muss Familienministerin Prien den Entwurf vorlegen; laut ihrer Aussage gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio soll er noch in diesem Monat ins Kabinett eingebracht werden.

    ThemaAngabe
    Alter, bis zu dem der Unterhaltsvorschuss geplant gezahlt werden soll16. Lebensjahr
    Monatlicher Satz für 16- und 17-JährigeBis zu 394 Euro
    Möglicher jährlicher FehlbetragBis zu 4.728 Euro
    Geplante Einsparung im BundeshaushaltJährlich 245 Millionen Euro
    Kinder mit Anspruch in NiedersachsenRund 87.400 im Jahr 2023

    Infobox: Der NDR berichtet über eine geplante Begrenzung des Unterhaltsvorschusses und deutliche Kritik von Sozialverbänden. Im Mittelpunkt stehen mögliche finanzielle Einbußen für Alleinerziehende und die Forderung, säumige Unterhaltspflichtige stärker in Anspruch zu nehmen.

    Eltern kämpfen für Erhalt der Potsdamer Kita „Am Heiligen See“

    Eine Gruppe von Eltern setzt sich für den Erhalt der von Schließung bedrohten Potsdamer Kita „Am Heiligen See“ ein. Nach Angaben des Tagesspiegels nutzen die Eltern dafür unter anderem eine Petition, Flyer und Aufsteller im Wartezimmer.

    Anfang Juni hatte eine besorgte Mutter das Thema in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung öffentlich gemacht. Die Eltern werfen der Stadt mangelnde Transparenz vor; eine finale Entscheidung über die Zukunft der Einrichtung steht noch aus.

    Nach Angaben des Trägers EJF steht der 31. Juli 2027 als Datum für das mögliche Aus im Raum. Damit richtet sich der Protest der Eltern gegen eine konkrete Perspektive der Schließung, auch wenn die endgültige Entscheidung noch nicht getroffen wurde.

    Infobox: Der Tagesspiegel berichtet, dass Eltern mit einer Petition und weiteren Aktionen für den Erhalt der Kita „Am Heiligen See“ kämpfen. Als mögliches Schließungsdatum wird der 31. Juli 2027 genannt.

    Quellen:

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