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    Familien-News: Warnsignale, Grillgefahren, Elternwohnen und neue Wege durch Trauer

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    18.07.2026 8 mal gelesen 0 Kommentare

    Familientherapeut: Diese Signale sollten Eltern bei ihren Kindern ernst nehmen

    Die meisten Eltern, die sich fragen, ob sie gute Eltern sind, machen laut Familientherapeut Michael Rössner bereits vieles richtig. In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau erklärt der systemische Therapeut und Leiter der Caritas-Familienberatungsstelle Aachen, warum das eigene Gefühl ein wichtiger Kompass sein kann.

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    Entscheidend sei, das Kind aufmerksam im Blick zu behalten und wahrzunehmen, wie es ihm geht, was es braucht und was es beschäftigt. Fehler seien dabei keine Schwäche, sondern Realität. Eltern müssten sich ausdrücklich erlauben, nicht immer alles richtig zu machen.

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    Rössner warnt zugleich davor, dass Kinder die Sorgen ihrer Eltern dauerhaft übernehmen. Kinder spürten früh, wenn Eltern in Sorge seien, und machten sich dann selbst Sorgen. Ein Kind, das sich dauerhaft um seine Eltern kümmere, habe weniger Kapazität, Kind zu sein.

    Auch schwierige Gefühle müssten Eltern nicht verstecken. Wenn ein Kind seine Mutter weinen sehe und sie sage: „Es ist nichts“, könne es diesen Widerspruch nicht einordnen. Eine Aussage wie „Ich bin gerade traurig, aber ich komme damit klar“ gebe dem Kind dagegen eine Orientierung.

    Bedürfnisorientierte Erziehung bedeute außerdem nicht, ausschließlich auf die Bedürfnisse der Kinder zu achten. Es gehe um alle Beteiligten, also darum, dass es Eltern und Kindern gut gehe. Rössner vergleicht eine Familie mit einem Mobile: Wenn ein Teil aus dem Gleichgewicht gerate, bewegten sich alle anderen mit.

    Besondere Aufmerksamkeit empfiehlt der Therapeut, wenn Eltern ein Verhalten irritiert, das sie von ihrem Kind nicht kennen und das länger als ein paar Tage anhält. Als Beispiele nennt er, dass ein Kind seit Wochen nicht mehr in die Schule gehen wolle, nachts nicht mehr durchschlafe, sich zurückziehe oder aggressiv werde.

    Solche Veränderungen könnten Ausdruck von Bedürfnissen sein, die Kinder noch nicht in Worte fassen könnten. Während aggressive Kinder auffielen, würden ruhige und zurückgezogene Kinder häufig übersehen. Auch depressives Verhalten könne bereits im Grundschulalter auftreten und sich durch ein stilles und angepasstes Auftreten zeigen.

    Rössners Empfehlung lautet, bei einer festgestellten Veränderung zurückzuschauen und sich zu fragen, was zwei Wochen zuvor geschehen sei. Kinder könnten häufig nicht aussprechen, was sie beschäftige, würden es aber durch ihr Verhalten zeigen.

    „Das wichtigste Zeichen, dass Sie es gut machen, ist Ihr eigenes Gefühl.“

    Zusammenfassung: Quelle ist die Frankfurter Rundschau. Eltern sollen auf anhaltende Veränderungen achten, Gefühle offen benennen und sich selbst nicht den Anspruch auferlegen, immer alles richtig zu machen.

    Grillen mit Kindern: Kinderchirurgen warnen vor Spiritus und heißer Kohle

    Beim Grillen mit kleinen Kindern warnen Kinderchirurgen besonders vor Brandbeschleunigern wie Spiritus. Wie das Handelsblatt berichtet, können diese Stoffe Verpuffungen mit plötzlicher, extremer Hitzeentwicklung und einer Stichflamme auslösen.

    Joachim Suß von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie beschreibt, dass Kinder häufig mit dem Gesicht auf Höhe der Verpuffung seien. Dadurch könnten dramatische Verletzungen im Gesicht, am Oberkörper, an den Armen und an den Händen entstehen.

    Auch ohne Brandbeschleuniger besteht eine Verbrennungsgefahr. Kleinkinder könnten mit den Händen an den Grill greifen. Eltern sollten den Nachwuchs deshalb stets im Blick behalten und verhindern, dass er sich dem Grill nähert.

    Die Experten von Paulinchen, der Initiative für brandverletzte Kinder, empfehlen einen Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern. Zusätzlich sollte der Grill einen festen Stand haben, damit er nicht umkippen kann.

    Die Gefahr endet nicht mit dem Essen. Grillkohlen speichern die Hitze länger, als viele Eltern denken. Werden heiße Kohlen auf den Boden gekippt, können sich Kinder an den Füßen verbrennen, wenn sie darüber laufen.

    Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie rät, die Kohlen vollständig abbrennen zu lassen und sie anschließend abzulöschen. Damit soll verhindert werden, dass Kinder später mit noch heißen Kohlen in Kontakt kommen.

    Kommt es zu einem Unfall, sollten Verbrennungen laut Katrin Scherwatzki, einer auf Verbrennungen spezialisierten Fachkrankenschwester, ärztlich begutachtet werden, wenn Eltern keine Erfahrung damit haben. Bei kleineren Verbrennungen sei die Kinderarztpraxis die richtige Anlaufstelle, bei größeren Verletzungen die Notaufnahme des Krankenhauses.

    Als Erste-Hilfe-Maßnahme empfiehlt Paulinchen, die Verbrennungswunde für circa 10 Minuten mit handwarmem Wasser zu kühlen. Das Wasser habe etwa 20 Grad. Bei großflächigen Verletzungen von mehr als 15 Prozent der Körperoberfläche, bei Babys und bei Bewusstlosigkeit solle auf das Kühlen verzichtet werden, weil es den Kreislauf zu stark belasten könne.

    • Spiritus und andere Brandbeschleuniger können Verpuffungen und Stichflammen auslösen.
    • Der empfohlene Sicherheitsabstand zum Grill beträgt zwei bis drei Meter.
    • Heiße Grillkohle kann auch nach dem Essen noch Verbrennungen verursachen.
    • Verbrennungswunden sollen für circa 10 Minuten mit handwarmem Wasser von etwa 20 Grad gekühlt werden.
    • Bei großflächigen Verletzungen von mehr als 15 Prozent der Körperoberfläche, bei Babys und bei Bewusstlosigkeit soll nicht gekühlt werden.

    Zusammenfassung: Quelle ist das Handelsblatt. Beim Grillen sollen Eltern Brandbeschleuniger vermeiden, einen Abstand von zwei bis drei Metern einhalten und auch nach dem Essen auf heiße Kohlen achten.

    Ein Drittel der Studierenden in Hamburg lebt noch bei den Eltern

    Ein Drittel der Studierenden in Hamburg wohnt noch bei den Eltern. Das berichtet NDR.de unter Berufung auf Angaben des Centrums für Hochschulentwicklung, die am Donnerstag bekanntgegeben wurden.

    Ein weiteres Drittel lebt demnach in einer Mietwohnung. Alle übrigen Studierenden wohnen in Wohngemeinschaften oder in einem Wohnheim.

    Für die Untersuchung wurden in den vergangenen drei Winter-Semestern bundesweit mehr als 87.000 Studierende befragt. Die Angaben zeigen die Wohnsituation der Studierenden in Hamburg im Verhältnis der genannten Wohnformen.

    WohnformAnteil in Hamburg
    Bei den ElternEin Drittel
    MietwohnungEin weiteres Drittel
    Wohngemeinschaft oder WohnheimAlle Übrigen

    Zusammenfassung: Quelle ist NDR.de. In Hamburg wohnt ein Drittel der Studierenden bei den Eltern, ein weiteres Drittel in einer Mietwohnung und alle übrigen in Wohngemeinschaften oder Wohnheimen.

    Josefine Scholl spricht über die Trennung ihrer Eltern

    Josefine Scholl hat in der Langzeit-Reality-Doku „Born Famous – Fluch oder Segen?“ und in einem Interview mit der Zeitschrift „Gala“ darüber gesprochen, wie sie die Trennung ihrer Eltern als Kind erlebt hat. Joyn berichtet, dass die Trennung für sie und ihre Schwester völlig überraschend kam.

    Mehmet Scholl und seine zweite Frau Jessica trennten sich 2016 nach fast zehn Jahren Ehe. Josefine Scholl, die an einer angeborenen Knochenkrankheit, dem McCune-Albright-Syndrom, leidet, erinnert sich an die Trennung als einschneidende Erfahrung.

    „Für meine Schwester und mich war es unglaublich schlimm, als sich unsere Eltern getrennt haben.“

    Ihre Eltern hätten sich nie vor den Kindern gestritten. Gerade deshalb sei die Trennung für die beiden Kinder noch weniger greifbar gewesen. Josefine Scholl sagt, sie hätten nicht verstanden, warum sich ihre Eltern trennten; es sei „wie aus dem Nichts“ gewesen.

    In der Sendung beschreibt sie, dass sie vermutlich in der dritten Klasse gewesen sei, als ihr mitgeteilt wurde, dass ihre Eltern nicht mehr zusammenfunktionierten und ihr Vater für einige Wochen gehen werde. Sie habe nicht verstanden, warum ihr Vater nicht bei ihnen bleiben wollte.

    Halt fand Josefine Scholl in dieser Zeit bei ihrer rund zwei Jahre älteren Schwester Polli. Sie betont, dass es gut gewesen sei, dass ihre Schwester für sie da war und sie einander hatten.

    Heute lebt Josefine Scholl bei ihrer Mutter und übernachtet gelegentlich im Haus ihres Vaters. Wenn sie dort aufwache und den Morgen mit ihrem Vater verbringe, fühle es sich wie früher an. Ihre Eltern würden sich heute wieder gut verstehen und herzlich miteinander umgehen.

    „Ich mag es, dass Mama und Papa sich gut verstehen. Das war auch Mal anders. Es ist schön, die beiden so herzlich miteinander zu sehen.“

    Josefine Scholl ist mit dem Fußball aufgewachsen. Ihr Freund Tom Bischof ist drei Jahre älter als sie und spielt seit 2025 für den FC Bayern, für den auch ihr Vater spielte. Den Begriff „Spielerfrau“ bezeichnet sie als negativ konnotiert, unterstützt ihren Freund aber gerne in seiner Karriere.

    Mehmet Scholl habe gegen die Beziehung seiner Tochter nichts einzuwenden. Josefine Scholl sagt, ihr Freund und ihr Vater würden sich gut verstehen, die beiden hätten dieselbe Passion und denselben Humor und könnten über alles reden.

    Die zweite Folge von „Born Famous“ läuft am 23. Juli um 20:15 Uhr auf ProSieben und Joyn.

    Zusammenfassung: Quelle ist Joyn. Josefine Scholl berichtet, dass sie die Trennung ihrer Eltern als Kind nicht verstanden habe, heute aber dankbar für den herzlichen Umgang ihrer Eltern miteinander sei.

    „Leben 2.0“ in Kelsterbach unterstützt verwaiste Eltern

    Die Selbsthilfegruppe „Leben 2.0“ unterstützt Eltern, die ihr Kind verloren haben. Wie OP Online berichtet, gründete die Frankfurterin Arzu Dogan die Gruppe 2018, weil sie selbst Hilfe benötigte und kein passendes Angebot fand.

    Seit zwei Jahren trifft sich die Gruppe im Kelsterbacher Stadtteilzentrum Mandelhain. Eltern tauschen dort ihre Erfahrungen aus, sprechen über ihre Trauer und suchen gemeinsam einen Weg zurück in einen lebensbejahenden Alltag.

    Der Tod eines eigenen Kindes kann laut dem Bericht mit Trauer, Wut und Schuldgefühlen verbunden sein. Betroffene berichten außerdem von einem veränderten Körpergefühl, fehlendem Zeitgefühl, kognitiven Störungen, Konzentrationsmangel und mentaler Erschöpfung.

    Die Gruppe möchte die Vergangenheit lebendig halten und zugleich optimistisch in die Zukunft blicken. Claudia Walker beschreibt, dass es nach dem Verlust ein Leben davor und ein Leben danach gebe; ein Zurück in das alte Leben gebe es nicht.

    Walker verlor 2014 ihre einzige Tochter Amber. Die 11-Jährige verunglückte in einem Fahrgeschäft in einem Freizeitpark tödlich. In einem Gerichtsprozess gegen drei Mitarbeiter wurden zwei freigesprochen, einer wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

    Walker suchte anschließend Menschen, die einen ähnlichen Verlust erlebt hatten und dennoch einen Weg zurück ins Leben gefunden hatten. In ihrer Nähe gab es keine Trauergruppe für Eltern, die ein Kind verloren hatten.

    Arzu Dogan hatte 2017 ihren knapp zweijährigen Sohn verloren. Der Junge hatte sich an einem Stück Möhre verschluckt und war erstickt. Dogan wollte gegen Trauer, Selbstvorwürfe, Ohnmacht und Hilflosigkeit aktiv etwas unternehmen und gründete 2018 die Selbsthilfegruppe.

    Die Gruppe traf sich zunächst in den Räumen des Vereins Selbsthilfe in Frankfurt und während der Corona-Pandemie im Gemeindesaal der Erlöserkirche in Oberrad. Etwa eine Handvoll Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet bildete den Kern der Gruppe. Manche kamen länger, andere gingen nach zwei oder drei Besuchen wieder, weil sie nur einen ersten Impuls für die Aufarbeitung benötigten.

    Der Name „Leben 2.0“ verweist auf den Gedanken eines neuen Betriebssystems. Nach dem Tod eines Kindes müsse man sich zunächst neu zurechtfinden. Bestimmte Funktionen gebe es nicht mehr, zugleich könnten neue Merkmale und Lichtblicke entstehen.

    Die abendlichen Treffen im Mandelhain dauern zwischen zwei und drei Stunden. Die Trauernden bekommen Raum, ihre Gefühle auszudrücken, lernen andere Sichtweisen kennen und beschäftigen sich mit inneren Stärken, Selbstwirksamkeit und Selbstliebe.

    Vor dem ersten Besuch findet ein Aufnahmegespräch per Zoom oder Telefon statt. Dabei wird besprochen, wo die Betroffenen in ihrer Trauer stehen, wie akut die Situation ist und wie stabil sie sind.

    Die Selbsthilfegruppe ersetzt kein therapeutisches oder medizinisch-psychologisches Angebot. Sie möchte jedoch eine Versorgungslücke für ein lebensbejahendes Angebot schließen, da sich nicht jeder eine private Trauerbegleitung leisten könne.

    Zusammenfassung: Quelle ist OP Online. Die Gruppe „Leben 2.0“ trifft sich seit knapp zwei Jahren im Stadtteilzentrum Mandelhain in Kelsterbach und verbindet Raum für Trauer mit der Suche nach einem neuen, lebensbejahenden Alltag.

    Quellen:

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