Inhaltsverzeichnis:
Pressespiegel: Kindernamen, Eltern am Spielfeldrand und neue Familienangebote
Kindernamen werden zum Ausdruck von Milieu und Elternbild
Die DIE ZEIT beschäftigt sich mit der Frage, was die Wahl eines Kindernamens über Eltern und ihre gesellschaftliche Position aussagen kann. Ausgangspunkt sind Namenslisten in der Notizapp, die von den werdenden Eltern sorgfältig zusammengestellt werden. Auch in sozialen Medien, vor allem auf TikTok, stellen Frauen ihre geplanten Kindernamen vor und reagieren auf die Vorschläge anderer.
Damit wird die Namenswahl laut dem Beitrag von einer privaten Entscheidung zu einem öffentlichen Medienformat. Dazu gehören Reaktionen von Partnern, Streichlisten und die Sorge, weder einen Namen aus dem Mainstream noch einen als unangenehm empfundenen Namen auszuwählen.
Der Artikel verweist außerdem darauf, dass Vornamen Charakterzuschreibungen auslösen können. Sie können Bildungswege mitprägen und auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt als soziale Marker wirken. Herkunft, soziale Klasse und Rassismus spielen dabei eine wichtige Rolle.
Gleichzeitig verrät ein Name auch etwas über die Eltern: über deren Geschmack, Milieu und die Angst vor einer abwertenden Reaktion. Die Wirkung eines Namens entsteht jedoch erst durch die Person, die ihn trägt.
„Ich kann es nicht erwarten, meinem zukünftigen Baby den Namen zu geben, der seit Jahren in meiner Notizapp steht“
Infobox – DIE ZEIT: Kindernamen werden nicht nur als persönliche Vorlieben beschrieben, sondern auch als soziale Signale. Die Namenswahl bewegt sich zwischen Notizapp, TikTok, familiären Reaktionen und gesellschaftlichen Zuschreibungen.
Heilbronn verbietet Eltern das Zuschauen beim Jugendtraining
Im Heilbronner Frankenstadion dürfen Eltern und Begleitpersonen ihren Kindern ab sofort nicht mehr beim Training zuschauen. Die Stadt begründet die Regelung mit einem „sicheren, geordneten und reibungslosen Trainingsbetrieb“.
Nach Angaben des SWR sei die Entscheidung durch verschiedene Vorfälle ausgelöst worden. Genannt werden Alkoholkonsum von Begleitpersonen, zunehmender Müll und Verunreinigungen im Stadion sowie Versuche, Einfluss auf den Trainingsbetrieb zu nehmen.
Der Württembergische Landessportbund ordnet die Regel als eher ungewöhnlich ein. Gesicherte Erkenntnisse aus Umfragen gebe es nicht; Medienberichte über ein generelles Verbot für Eltern beim Training seien dem Verband ebenfalls nicht bekannt. Wenn eine Sportanlage einer Kommune gehört, kann diese jedoch Regeln für den Zutritt und das Verhalten auf dem Gelände festlegen.
Andere Vereine aus der Region gehen mit Eltern und Zuschauern anders um. Beim FSV Hollenbach dürfen Eltern jederzeit am Trainingsbetrieb teilnehmen. Der Verein hat sogar einen beheizten Aufenthaltsraum geschaffen, damit Eltern das Training auch bei Kälte verfolgen können.
Der VfB Bad Mergentheim hält die Einbindung der Eltern grundsätzlich für wichtig. Gleichzeitig gibt es einen Verhaltenskodex, der Eltern untersagt, sich durch taktische Anweisungen in die Arbeit der Trainer einzumischen. Bei wiederholtem oder erheblichem Fehlverhalten sind weitere Konsequenzen möglich.
Auch bei den Schwäbisch Hall Unicorns sind Eltern und Zuschauer beim Training willkommen. Sie können sich während des Trainings auf der Tribüne am Platz oder außerhalb aufhalten. Eine städtische Regelung wie im Frankenstadion gibt es für das Trainingsgelände nicht; der Zutritt liegt in der Verantwortung des Vereins.
| Verein beziehungsweise Anlage | Regelung |
| Frankenstadion Heilbronn | Eltern und Begleitpersonen dürfen beim Training nicht zuschauen. |
| FSV Hollenbach | Eltern dürfen jederzeit am Trainingsbetrieb teilnehmen; es gibt einen beheizten Aufenthaltsraum. |
| VfB Bad Mergentheim | Eltern dürfen zuschauen; ein Verhaltenskodex regelt ihr Verhalten. |
| Schwäbisch Hall Unicorns | Eltern können sich auf der Tribüne am Platz oder außerhalb aufhalten. |
Infobox – SWR: Heilbronn setzt auf ein Zuschauerverbot, während andere Vereine Eltern durch klare Regeln oder zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten einbinden. Als Gründe für die Heilbronner Maßnahme nennt die Stadt Alkoholkonsum, Müll, Verunreinigungen und Einflussnahme auf den Trainingsbetrieb.
Nach tödlichem Unfall: Familie von Remo Pollert trauert
BILD berichtet über den Umgang der Eltern von Remo Pollert mit dem Tod ihres Sohnes. Der 19-jährige Fachoberschüler war nach einer Party in München in die Isar gestürzt und ertrunken. Der Tod erschütterte laut Bericht eine ganze Stadt.
Am 28. August wäre Remo 20 Jahre alt geworden. Dieses Datum reißt die langsam heilende Wunde der Familie erneut auf. BILD kündigt an, über den Umgang der Eltern mit dem Schmerz, Erkenntnisse aus den Ermittlungsakten zum Alkoholwert im Blut des Sohnes und die geplante Gestaltung des 20. Geburtstags zu berichten.
Infobox – BILD: Im Mittelpunkt stehen die Trauer der Eltern, der Tod des 19-jährigen Remo Pollert nach einer Party in München und der bevorstehende 20. Geburtstag am 28. August.
Junger Mann in Rheinland-Pfalz wegen zweifachen Totschlags tatverdächtig
In Bad Neuenahr-Ahrweiler sind ein 55-jähriger Mann und seine 52-jährige Ehefrau durch zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen getötet worden. Der 26-jährige Sohn soll dringend tatverdächtig sein.
Nach Angaben von ntv.de hatte der junge Mann am frühen Mittwochmorgen selbst den Notruf aus der gemeinsamen Wohnung gewählt. Er teilte mit, seine Mutter sei durch Messerstiche verletzt worden und sein Vater „schlafe“.
Die kurz darauf eintreffenden Polizeibeamten fanden beide Eltern leblos in der Wohnung. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen starben sie noch vor Ort. Eine Obduktion ergab, dass beide Opfer infolge des Blutverlusts nach zahlreichen Stich- und Schnittverletzungen gestorben waren.
Der 26-Jährige hatte ebenfalls Stichverletzungen im Bauchbereich, war jedoch ansprechbar und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde ihm am Freitag die vorläufige Festnahme erklärt.
Eine Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Koblenz erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags in zwei Fällen. In der gerichtlichen Anhörung machte der Beschuldigte von seinem Recht zu schweigen Gebrauch.
Der genaue Tathergang ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die bisherigen Angaben des Tatverdächtigen lassen sich laut Staatsanwaltschaft nicht mit dem objektiven Spurenbild in Einklang bringen. Hinweise auf weitere Tatbeteiligte gibt es nicht.
Infobox – ntv.de: Zwei Menschen im Alter von 55 und 52 Jahren starben in Bad Neuenahr-Ahrweiler an zahlreichen Stich- und Schnittverletzungen. Gegen den 26-jährigen Sohn wurde ein Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags in zwei Fällen erlassen.
Neues Familiencafé in der Lübecker Altstadt geplant
In der Lübecker Altstadt entsteht mit dem „lütt. Café“ ein neuer Treffpunkt für Eltern und Kinder. Die Lübeckerin Antje Kroon eröffnet das Familiencafé, in dem Kinder spielen und toben können, während ihre Eltern eine kurze Auszeit bekommen.
Nach Angaben der Lübecker Nachrichten befindet sich der Raum noch in einer Baustelle. Schon bald soll das Café Familien einen gemeinsamen Ort bieten und als Treffpunkt in der Altstadt dienen.
Infobox – Lübecker Nachrichten: Antje Kroon eröffnet in der Lübecker Altstadt das „lütt. Café“. Das Familiencafé soll Kindern Raum zum Spielen und Eltern Gelegenheit zum Durchatmen geben.
Quellen:
- Kindernamen: Sag mir wie du heißt und ich sag dir, wie deine Eltern sind
- Eltern beim Jugendtraining: Verhaltenskodex, beheizter Aufenthaltsraum oder doch Stadionverbot?
- (S+) Was Nägelkauen bei Kindern verrät – und wie man es abgewöhnen kann
- Ertrunken! So gehen die Eltern von Remo Pollert mit dem Schmerz um
- Bluttat in Rheinland-Pfalz: Junger Mann soll eigene Eltern erstochen haben
- Lübeck: Familiencafé lütt. Café eröffnet als Treffpunkt für Eltern und Kinder














